Ernährung nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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7088478
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Ernährung nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von 7088478 » 29. Januar 2017, 14:30

Meiner Frau wurde am 22.12.16 die Bauchspeicheldrüse entfernt. Der Tumor war so groß, dass auch Milz, Galle und der halbe Magen entfernt wurden. Sie wird nun über Port mit Ernährung versorgt, sollte aber langsam mit normalem Essen beginnen. Das fällt ihr sehr schwer. Schmerzen und Durchfall sind meistens das Ergebnis. Mit Insulingabe und Enzymeinnahme kommen wir ganz gut klar.
Hat jemand einen Vorschlag aus Erfahrung, womit und wie man am besten mit normalem Essen beginnt?
Bis jetzt machen auch kleinste Portionen Probleme.

steppenderWolf
Beiträge: 21
Registriert: 26. Januar 2017, 10:11

Re: Ernährung nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von steppenderWolf » 30. Januar 2017, 11:29

Oh man, da drücke ich als erstes erstmal die Daumen, dass alles wieder vernünftig zusammenheilt und deine Frau wieder "hochkommt". Ist sie noch im Krankenhaus oder schon bei der ReHa? Für mich war die Woche zwischen Krankenhaus und Beginn der ReHa ein absolut bescheidene Woche. Denn keiner konnte mir so richtig helfen und Input (Informationen) bekam ich auch nicht. Ich habe dann alles grundlegende bei der Reha gelernt. Ansonsten absolute Schonkost, alles garen und so wenig Fett wie möglich, nichts gebratenes, weißes Brot oder Laugenbrötchen. Ohne Essen geht es nicht, da muss man mit Miniportionen anfangen.

Und Geduld müsst ihr haben, denn ein abgesäbelter Magen samt Umbau des Beginns des Verdauungstrakts (12-Finger-Darm) brauchen ihre Zeit. Alles muss abheilen und richtig zusammenspielen. Für die Schmerzen gibt es Mittel, auch krampflösende (z.B. Buscopan).

Mir wurde 1 Woche nach OP der Ernährungszugang über Beutel gekappt und ich musste selber essen. Da führte damals bei meinem Arzt (Chefarzt Dr. Hoffmann in Bad Frankenhausen) noch im Krankenhaus kein Weg dran vorbei, mit Essensprotokollen usw. Das war kein Spaß aber so "erging" er auch den anderen BSD-Patienten. Erst nach Kostaufbau wurde man entlassen.

ALso noch mal, alles Gute und schnelle Genesung.

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Cerberus
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Re: Ernährung nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Cerberus » 30. Januar 2017, 18:13

Bekommt eigentlich jemand das Buscopan vom Arzt rezeptiert u. von der Krankenkasse bezahlt? Mir gab man den Tipp u. kaufen muß ich das Zeug selber.
Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz. (Martin Luther) :mrgreen:

7088478
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Re: Ernährung nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von 7088478 » 1. Februar 2017, 16:48

Meine Frau war erst drei Wochen in der Uniklinik Heidelberg, dann nochmal drei Wochen im Marienhospital in Aachen zur kleinen Reha.
Wird aber noch über Port ernährt und versucht langsam ans Essen zu kommen. Bis jetzt geht so gut wie nichts.

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Lutz Otto
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Re: Ernährung nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Lutz Otto » 2. Februar 2017, 10:00

Hallo Cerberus,

bis vor 7-8Jahren war die Verordnung von Buscopan noch auf Rezept möglich. Seitdem nicht mehr.

Ich bestelle es mir in einer Online Apotheke als Reimport = 6,50 € für 50 Stück.

Alles Gute!
Ein herzlichen Gruß aus Magdeburg

Lutz Otto


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oder
http://www.bauchspeicheldrüseninfo.de

Kkiop
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Re: Ernährung nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Kkiop » 8. Februar 2017, 10:52

Ich hatte mal chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Ich hatte zwar Appetit, aber oft wurde mir vor dem vollen Teller dann schlecht. Ich bekam vom Arzt Enzyme (z.B. Pankreoflat, Wobenzym) und außerdem habe ich auf Anraten des Arztes über ein Jahr lang vegetarisch gelebt. Alkohol hatte ich vorher schon jahrelang gemieden, weil mir sehr schlecht davon wurde (womöglich ein frühes Anzeichen?). Anfangs nahm ich rapide 10 kg ab (gar nicht so schwer, wenn man nur trocken Brot verträgt...). Dann halfen Diät und Enzyme. Irgendwann begann ich wieder Fleisch zu essen und auch die Enzyme "auszuschleichen". Nach ein paar Jahren waren die Werte wieder in Ordnung (anläßlich eines Gesundheitschecks mal getestet) und sogar Alkohol in Maßen ist kein Problem mehr. Bei einer akuten Bauspeicheldrüsenentzündung ist man krankenhausreif und ernsthaft am Rande des Todes, die chronische Form kann je nach Schwere der Erkrankung kaum bemerkbar sein. Man "verträgt" dann halt nicht alles... Warum sollte man so was erfinden? Man wird ja mit einer kranken Pankreas nicht interessanter, oder?
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Cerberus
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Re: Ernährung nach Entfernung der Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Cerberus » 9. Juni 2017, 12:23

Vorhin habe ich eine Bestellung in 'ner Online-Apotheke aufgegeben. Großpackung von Kohletabletten (300 St.), Magnesium 400 u. ASS 100. Alles zusammen rund 40 Teuronen, daher schon versandkostenfrei. Nur, beim Kauf hier in normalen Apotheken hätte ich für das Zeug evtl. das Doppelte hinblättern müssen.
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