Diabetes nach BSD OP

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

Hier haben Sie als Betroffene(r) und/oder ratsuchende(r) Besucher(in) dieser Plattform die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen oder Hilfestellung zu geben.
Daniel1965
Beiträge: 3
Registriert: 29. Mai 2017, 16:55

Diabetes nach BSD OP

Beitrag von Daniel1965 » 30. Mai 2017, 08:22

Guten Tag

Ich habe mich hier ein wenig umgesehen und leider bisher nix zu meinem Problem gefunden. Folgende Situation:

Vor gut 4 1/2 Jahren fing die Geschichte an. Ich hatte merkwürdigen Stuhlgang über längere Zeit und irgendwann auch noch Blut im Urin. Arztbesuch, untersuch beim Gastroentorologen, MRT oder CT (weiss ich nicht mehr) anschliessend 2x Spiegelung und beim 2. Mal eine Biopsie einer Geschwulst am Gallenkanal in der BSD und eine Stenose. Befund ohne besondere Diagnose, also kein bösartiger Tumor (Sicherheit 70%). Trotzdem wurde mir empfohlen die OP durchzuführen um den Pankreaskopf mit der Geschwulst zu entfernen um sicher zu gehen. Es wurde eine Magenerhaltende Whipple durchgeführt. Das Labor gab auch beim Rest der Biopsie keine bösartigen Zellen - erstmal aufatmen.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, die Ärzte waren selber nicht ganz sicher was es war und haben dann mal eine autoimmune Pankeatitis diagnostiziert. Nach vielen Recherchen beschlich mich der Verdacht, dass das Problem vermutlich erstmal auch Medikamentös hätte behandelt werden können.

Wie auch immer. Es wurde mir gesagt, dass ich ohne Weiteres ganz normal weiterleben könne, auch Alkohol in gesundem Mass sei kein Problem. Nach anfänglichen heftigen Schwierigkeiten mit der Verdauung (man hatte mir in einer 2. OP auch noch eine Omegaschlinge gesetzt weil die Darmfunktion nicht in Gang kam) hat sich das Ganze auch ohne Kreon ziemlich normalisiert. Es kann zwar immer noch sein, dass ich einen Fettstuhl habe und meist ist der Stuhl eher etwas weicher, doch oft habe ich auch normalen Stuhlgang. Auch die Blähungen haben sich recht gut eingestellt.

Nun war ich gestern bei meiner Hausärztin und die hat mir mitgeteilt, dass man jetzt den Zucker medikamentös behandeln soll (man hatte mir prognostiziert dass das passieren kann), da der Wert bei 8 mmol/l steht. 1. Labor nach über 2 Jahren. Entzündungswerte sind normal.
Natürlich habe ich keine Freude über diese Diagnose, zumal ich doch ein eher "Süsses" Kerlchen bin. Offensichtlich haben diese Medikamente ziemlich heftige Nebenwirkungen und ich möchte einfach herausfinden ob es nicht auch noch andere Möglichkeiten gibt.

Kann mir hier jemand etwas mehr dazu sagen, oder weiss jemand einen Spezialisten in der Schweiz, der mir in der ganzen Problematik genauere Auskunft geben kann?

Besten Dank zum voraus und alles Liebe.

Daniel

angel29280
Beiträge: 416
Registriert: 27. Januar 2016, 12:47

Re: Diabetes nach BSD OP

Beitrag von angel29280 » 30. Mai 2017, 10:57

:hallo: Wuhu Daniel,

erstmal herzlich Willkommen, auch wenn der Weg hierher nicht erfreulich ist für dich mit deinen Beschwerden/Diagnosen!

Ich selbst kann dazu leider nicht viel sagen, ausser das Manchen mit leichter Form von Diabetis mit kohlenhydratarmer Ernährung geholfen werden kann ohne Medikamente. Also LowCarb bis maximal 50 oder 100 g Kohlenhydrate,um in die Ketose zu kommen und das der Körper dann vermehrt über gesunde zugeführte Fette und Eiweisse die Energie umwandelt. wichtig ist das die Nieren gut funktionieren, da die überschüssigen Ketonkörper über diese ausgeschieden werden wohl, oder so ähnlich (hab das nicht mehr so genau im Kopf). Findet sich viel im Internet, müsstest du mal googeln. Da es aber nicht Jeden hilft und es man auch dauerhaft durchziehen sollte sowie es viele ähnliche Ernährungsformen mit jeweiligen Abstufungen auch gibt, wäre eine Ernährungsberatung erstmal am sinnvollsten. Zahlt auch die Krankenkasse und am besten in einer Uniklinik, da die auf neusten Standart sind und dort gibt es auch oft Sprechstunden für Diabetiker. Weiß nicht ob es in der Schweiz auch so ist allerdings.

Es melden sich sicherlich hier noch einige, die Betroffen sind. Kenne mindestens 2 Leute, die Diabetes haben durch so eine Pankreas-OP. Können dir vielleicht eher spezifische Hilfe und Ratschläge geben, wie du damit am besten weiter verfährst.
Zuletzt geändert von angel29280 am 30. Mai 2017, 10:59, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüsse eure Angel

Benutzeravatar
Cerberus
Beiträge: 469
Registriert: 28. Juli 2016, 08:04

Re: Diabetes nach BSD OP

Beitrag von Cerberus » 30. Mai 2017, 10:58

...auch Alkohol in gesundem Mass sei kein Problem.
Sagen Ärzte zu Dir nach Whipple-OP? :o

Also ich würde es lassen!
Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz. (Martin Luther) :mrgreen:

Jarl
Beiträge: 82
Registriert: 17. Januar 2017, 19:18

Re: Diabetes nach BSD OP

Beitrag von Jarl » 30. Mai 2017, 12:54

Cerberus hat geschrieben:
...auch Alkohol in gesundem Mass sei kein Problem.
Sagen Ärzte zu Dir nach Whipple-OP? :o

Also ich würde es lassen!
Wieso sollten sie es nicht sagen?
Mir wurde nach meiner Whipple-Op das selbige genannt. Ich trinke sowieso nur Bier und das meist am Wochenende, dafür aber auch mal in höheren Maße.

angel29280
Beiträge: 416
Registriert: 27. Januar 2016, 12:47

Re: Diabetes nach BSD OP

Beitrag von angel29280 » 30. Mai 2017, 13:32

Jarl hat geschrieben:
Cerberus hat geschrieben:
...auch Alkohol in gesundem Mass sei kein Problem.
Sagen Ärzte zu Dir nach Whipple-OP? :o

Also ich würde es lassen!
Wieso sollten sie es nicht sagen?
Mir wurde nach meiner Whipple-Op das selbige genannt. Ich trinke sowieso nur Bier und das meist am Wochenende, dafür aber auch mal in höheren Maße.
Meine...es ist zwar jeden selbst überlassen....aber mich wundert es ehrlich gesagt auch, wenn Ärzte so was von sich geben. Ein "gesundes Maß" ist dann sowieso breit gefächert und jeder Mensch interpretiert das anders. Dann sollten Ärzte es lieber strikt verneinen. Es wäre ähnlich als würde man sagen bei jemanden mit erfolgreich behandelten Lungenkrebs oder COPD oder Lungenemphysem...ja du darfst rauchen aber in Maßen oder nur ab und zu. :roll:
Liebe Grüsse eure Angel

Jarl
Beiträge: 82
Registriert: 17. Januar 2017, 19:18

Re: Diabetes nach BSD OP

Beitrag von Jarl » 30. Mai 2017, 14:37

Dein beschriebens Beispiel ist schon ein meilenweiter Unterschied, zumindest wenn ich von mir ausgehe.
Bei mir wurde die Whipple-Op gemacht wegen einer Fernmetastase, ich habe/hatte weder eine chronische Pankreatitis noch sonst irgendwas, meine Bauchspeicheldrüse war also im Grunde kerngesund.
Hat man sowas bekommen durch hohen Alkoholkonsum kann ich es nachvollziehen, aber wo soll es bitte schaden, wenn man ab und zu noch den Bier frönt? Natürlich schränke ich mich derzeit noch ein, aber warum sollte man sein Leben lang nur verzichten und dadurch auch an Freude einbüßen, besonders wenn weder Gastrologen noch Ärzte sowas behaupten?

Benutzeravatar
Cerberus
Beiträge: 469
Registriert: 28. Juli 2016, 08:04

Re: Diabetes nach BSD OP

Beitrag von Cerberus » 31. Mai 2017, 10:56

Wenn die BSD bei jemandem raus ist, dann fehlt sie halt komplett..... mit ihren wichtigen Funktionen. Egal, ob sie vorher gesund oder geschädigt war.
Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz. (Martin Luther) :mrgreen:

Jarl
Beiträge: 82
Registriert: 17. Januar 2017, 19:18

Re: Diabetes nach BSD OP

Beitrag von Jarl » 31. Mai 2017, 15:19

Cerberus hat geschrieben:Wenn die BSD bei jemandem raus ist, dann fehlt sie halt komplett..... mit ihren wichtigen Funktionen. Egal, ob sie vorher gesund oder geschädigt war.
Also komplett fehlt sie sowohl bei mir nicht als auch beim Threadersteller, da wir beide eine Whipple-Op hatten. Natürlich fehlt mit den Pankreaskopf trotzdem ein wichtiger Teil.
Bei jeden ist das aber unterschiedlich, einige Funktionen können dann auch von jeweiligen anderen Organen übernommen werden.

Benutzeravatar
Cerberus
Beiträge: 469
Registriert: 28. Juli 2016, 08:04

Re: Diabetes nach BSD OP

Beitrag von Cerberus » 31. Mai 2017, 17:54

Jarl hat geschrieben: Also komplett fehlt sie sowohl bei mir nicht als auch beim Threadersteller, da wir beide eine Whipple-Op hatten. Natürlich fehlt mit den Pankreaskopf trotzdem ein wichtiger Teil.
Hier muß ich doch noch mal wegen den Begrifflichkeiten fragen:

Ich hatte eine totale Tektomie. Also BSD u.a. Organe komplett weg. Bei mir wird aber auch von einer Whipple gesprochen. Auch von Ärzten. Ja, was denn nun?
Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz. (Martin Luther) :mrgreen:

angel29280
Beiträge: 416
Registriert: 27. Januar 2016, 12:47

Re: Diabetes nach BSD OP

Beitrag von angel29280 » 31. Mai 2017, 18:02

Das hat mich auch irritiert, dass ihr unter verschiedenen Kriterien operiert worden wart, aber alles Whipple-OP ist bzw sein soll.

Es gibt anscheinend bei Whipple einmal eine erhaltende OP und eine Komplett-OP.
Liebe Grüsse eure Angel

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot], derMannohnePlan und 5 Gäste