Insulinom

(zystische Pankreastumore und neuroendokrine Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse)

Mit diesem Diskussionsforum, das wir hier als weitere Säule des AdP- Forums zur Verfügung stellen, geben wir Ihnen die Gelegenheit, sich über Seltene Tumore an der Bauchspeicheldrüse untereinander und/oder im Bedarfsfall auch mit Herrn Prof. Dr. Marco Siech (marco.siech@ostalb-klinikum.de) bzw. Herrn Prof. Dr. Rainer Klapdor (Prof.Klapdor@t-online.de) auszutauschen. Beiträge, die keinen Bezug zu dieser besonderen Thematik haben, müssen wir leider ohne weitere Ankündigung entfernen bzw. verschieben.
gandhi
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Re: Insulinom

Beitrag von gandhi » 2. Juli 2012, 21:13

Hallo Maike,

jetzt ist es Fakt. Am 28.Juli werd ich i, Europäischen Pankreas Zentrum in Heidelberg operiert.
Da mein Tumor am Korpus sitzt, versuchen sie ihn auszuschälen. Falls das nicht geht wird und wenn es blöd läuft wird "linksresektioniert". Wie wurde das bei dir gemacht?
Wie war denn so deine Genesung...Schmerzen so nach der OP?
Ich mach mir da schon ein paar Gedanken darüber :roll:


Dann noch ein Tipp von mir zur Ernährung und ankämpfen gegen den Unterzucker.
Als alter Ausdauersportler (Triathlon, Radmarathon), nehm ich das, was ich im Training und Wettkampf immer genommen habe um meinen Zuckerspiegel konstant zu halten.
Bananen und Sportergänzungsmittel. Das heißt "EnergyBars" entweder Liquid oder als Riegel. es gibt hier etliche Anbieter. Unterscheiden sich in der Zusammensetzung nur wenig.Meist ist ca 10 % Dextrose und bis zu 90% Maltodextrin (langkettige Kohlehydrate) drin. Es gibt diese "Dinger" in zig verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Mit den Bars komm ich ganz gut zurecht.

Für alle die nicht soviel Ahnung davon haben: Aufpassen es gibt auch Energybars mit Protein für den Muskelaufbau. DIE nicht nehmen! Am besten mal stöbern im Internet. Es gibt mittlerweile auch reine Internetshops
die solche Ergänzungsmittel anbieten und deutlich günstiger sind als im allgemeinem Sporteinzelhandel angeboten.

Gruß,
Klaus
Seit 30 Jahren mein Lebensmotto: Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft, vielmehr aus unbändigem Willen! (gandhi)

nordwind
Beiträge: 17
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Re: Insulinom

Beitrag von nordwind » 4. Juli 2012, 18:03

Hallo Klaus,
in Heidelberg am Pankreaszentrum hört sich doch schon mal gut an. Mein Insulinom saß am Pankreaskopf. Bei mir wurde eine Duodenumerhaltene OP durchgeführt. Welche Op durchgeführt wird, wird ja erst während der Operation entschieden.

Schmerzen hatte ich kaum. Ich war über eine Schmerzpumpe, die ich zusätzlich selbst dosieren konnte, gut versorgt.
Über meine Genesung möchte ich Dir gar nicht so viel erzählen. Es war kompliziert und ich bin auch immer noch nicht ganz fit, aber es geht aufwärts!
Ich drücke Dir alle Daumen, dass Du schnell wieder fit wirst!!

viele Grüße
Maike

heinz05
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Re: Insulinom

Beitrag von heinz05 » 13. Juli 2012, 12:33

Hallo Nordwind,

auf meiner BSD wurde bei einer Ultraschalluntersuchung eine Raumforderung ca 20mm festgestellt. Nach etlichen weiteren Untersuchungen hieß es: Therapie der Wahl ist die Whipple-OP. Mir wurde der Kopf der BSD entfernt. Die weitere pathologische Untersuchung ergab Insulinom. Die genannten Beschwerden, Sehstörungen, Heißhunger ect., hatte ich über Jahre aber nie ernst genommen. Jetzt natürlich vorbei dafür habe ich einige aber erträgliche Nachwehen der Whipple-OP.

Mir wurde gesagt es kann noch Jahre gut gehen mit dem Tumor da keine Metastasen festgestellt wurden. Es kann aber auch sein dass der Tumor bösartig wird. Das Risiko wollte ich nicht eingehen.

Alles Gute
Heinz

nordwind
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Re: Insulinom

Beitrag von nordwind » 16. Juli 2012, 07:56

Hallo Heinz,
mir wurde auch gesagt, dass ein Insulinom nicht immer gutartig bleiben muß. Das Risiko ist wirklich zu groß und außerdem wurden meine Unterzuckerungen stetig schlimmer.
Wie lange ist die OP bei dir her? Hast Du direkt nach der OP Probleme gehabt?

viele Grüße
Maike

gandhi
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Re: Insulinom

Beitrag von gandhi » 25. August 2012, 16:52

Hallo zusammen,
ich wollte mich nochmals kurz melden. Die OP ist nun Wochen vorüber. Ich wurde am 11. Tag nach der OP wieder entlassen. Nach 3 Wochen habe ich wieder mit arbeiten angefangen. Anfänglich nur 2 Stunden täglich. Mittlerweile sind es wieder 10 Std täglich (bin selbstständig).
Seit 2 Wochen sitze ich auch täglich 1 Stunden auf dem Ergometer. Auch hier mache ich täglich Fortschritte. :daumenh:
Ich hatte mir natürlich im Vorfeld auch gewaltig Sorgen gemacht, wie alles wird etc.
Schließlich wirst du aufgeschnitten und keiner kann dir im Vorfeld genau sagen, was ist, wenn du wieder aufwachst.
Ich hatte Glück, und der Tumor konnte ausgeschält werden. OP Dauer war 6 Stunden. Ich bin nicht Insulipflichtig, brauche keine Enzyme und
mein BZ Spiegel ist Top.
Ein richtiges Glückgefühl kam aber auch erst nach dem endgültigen pathologischen Befund.
Gutartig- zukünftig werde ich 2 mal im Jahr Geburtstag feiern!!! :prost:
Seit 30 Jahren mein Lebensmotto: Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft, vielmehr aus unbändigem Willen! (gandhi)

SimsalbimSabrina
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Re: Insulinom

Beitrag von SimsalbimSabrina » 5. Dezember 2012, 18:14

Hallo an Alle,
mich würde interessieren, wie bei einem Insulinom der Nüchternwert des Blutzuckers ist. Ich bin gerade auf einem Ärztemarathon und hatte am Montag einen Insulintoleranztest. Dabei schien etwas seltsames gewesen zu sein, denn die Schwestern, die mir das Blut abnahm fragte mich nach der zweiten Blutabnahme, ob ich die Zuckerlösung wirklich getrunken habe. Meine Werte waren Nüchtern= 98, eine Stunde nach der Zuckerlösung 63 und zwei Stunden später dann 53. Ich sollte dann was essen und mein Zucker blieb trotz Schokobrötchen weit unter dem Nüchternwert.
Jetzt mache ich mich ziemlich verrückt, obwohl das gar nicht meine Art ist.
Schwindelig ist mir auch oft aber im Gegensatz zu denen, die sich hier bisher geäußert haben habe ich niiiie Appetit. Hunger schon, aber mir ist eigentlich fast immer schlecht und beim essen wird es schlimmer.
Ist es bei einem Insulinom immer so, dass man Heißhunger hat? Ich muss noch bis Montag warten, bis ich von meiner Ärztin höre, was sie dazu meint und ich würde gern mit beruhigenden Gedanken ins Wochenende gehen...
Wäre sehr dankbar, wenn ich hier noch einige Infos zu den typischen Symptomen bekommen würde.

Lieben Dank im Vorraus!
LG Sabrina

uwe
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Re: Insulinom

Beitrag von uwe » 5. Dezember 2012, 19:36

Hallo Sabrina,
Ich bin leider nur Operierter Betroffener und kein Arzt.Deshalb kann ich keine Diagnose stellen oder vorwegnehmen. Ich weis aber aus eigener Erfahrung wie die Unterzuckerungsymtome bemerkt werde.
In Ruhephasen, z.b. abends beim Fernsehen bemerke ich oft nicht wie hoch der BZ ist. Tagsüber bei Bewegung merke ich bei ca.70. Sehstörung und Schwindel....wenn er nich tiefer sink werde ich nervös. Und agressiv....DANN WILL ICH AUCH SOFORT Süsskram. Nennt man das Heisshunger?
Von anderenBetroffenen weiss ich das Sie auch ganz niedrige Werte nicht bemerken.
Da besteht dann die gefahr ins Koma zu fallen. Das lässt sich dann nur dur häufigere BZ Messungen verhindern....
Wenn deine Werte sehr niedrig werden hilft nur oft zu messen und schnelleKH griffbereit zu haben, besonders auch im Stassenverkehr...
Ich denke du must die auf den Rat deines Arztes verlassen...vielleicht sagt er dir am telefon schon am Freitag was.
Dann bräuchtest du nicht so lange grüben.
Pass auf dich auf!
Ich wünsch dir alles erdenkliches Gutes
Uwe

SimsalbimSabrina
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Re: Insulinom

Beitrag von SimsalbimSabrina » 5. Dezember 2012, 19:59

Hallo Uwe,
vielen Dank für deine lieben Worte. Im Endokrinologikum, wo ich z.Zt. in Behandlung bin bekommt man leider auch Termine für Telefongespräche...und die sind so kurzfristig auch nicht mehr zu bekommen...
Ich werde wohl das Wochenende Grübeln müssen...aber sag mal, ich merke meistens gar keine Symptome. Mal Schwindel oder Kopfschmerzen (besonders nach dem Sport) und wie gesagt, mir ist chronisch Übel...Aber das hat nur selten so gewirkt, als würde ich wirklich kolapieren...Jetzt frage ich mich ob ich überhaupt arbeiten sollte...ich betreue Jugendliche und bin mit denen auch viel mit dem Auto unterwegs....mh...

Welches waren bei dir denn die ersten Symptome, die du wahrgenommen hast?
Und wie geht es dir Heute?(Wenn du es hier noch nicht geschrieben hast *zurückscroll*)

Liebe Grüße
Sabrina

uwe
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Re: Insulinom

Beitrag von uwe » 5. Dezember 2012, 21:25

Hallo Sabrina,
Ich kann gar nicht so genau sagen wann ich Diabetiker geworden bin. Bemerkt wurde es wg. Zu hohem HbA1c der Nuchternzucker war immer lange im Normbereich.
erst als ich dann die Werte selbst konntrolliert habe wusste ich auch symtome zuzuordnen.
Meiner meinung nach blieb mein Diabetes ca ein jahr unentdeckt. Und mein Körper hat mir zum glück immer Heihungeratacken geschickt. Zucker ist auch in Cola und Apfelsaft...das mochte ich zu der Zeit gerne...
Besorg dir doch ein Gerät.....
Da ich aber später dann noch einmal Probleme hatte. Habe ich eine Reha gemacht. Dort wurde dann nocheinmal intensiv geschult....es gibt so viele Faktoren die de BZ beinflusse....Stess,Alkohol, Uberlastung durch körperliche Arbeit warf meine BZ total durcheinander.
Ein Lernprozess durch Schulung und Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen haben mir geholfen
Liebe grüsse
Uwe

CMaria
Beiträge: 6
Registriert: 22. Dezember 2012, 17:59

Re: Insulinom

Beitrag von CMaria » 22. Dezember 2012, 22:32

Hallo Sabrina,

ich bin erst seit heute hier im Forum.

Habe einen neuen Beitrag gepostet. Bei mir soll ein Insulinom ausgeschlossen oder gesucht werden.

Mich würde interessieren, wie es dir geht.

Was hat sich bei dir mittlerweile ergeben?

Liebe Grüße,

Claudia

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