Leben nach Whipple OP

(zystische Pankreastumore und neuroendokrine Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse)

Mit diesem Diskussionsforum, das wir hier als weitere Säule des AdP- Forums zur Verfügung stellen, geben wir Ihnen die Gelegenheit, sich über Seltene Tumore an der Bauchspeicheldrüse untereinander und/oder im Bedarfsfall auch mit Herrn Prof. Dr. Marco Siech (marco.siech@ostalb-klinikum.de) bzw. Herrn Prof. Dr. Rainer Klapdor (Prof.Klapdor@t-online.de) auszutauschen. Beiträge, die keinen Bezug zu dieser besonderen Thematik haben, müssen wir leider ohne weitere Ankündigung entfernen bzw. verschieben.
absshiva
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Leben nach Whipple OP

Beitrag von absshiva » 16. Juni 2013, 14:21

Da mir die magenerhaltende Whipple OP bevorsteht wegen IPMN vom Hauptgangtyp würde es mich eventuell etwas beruhigen wenn ich mal einen Erfahrungsbericht von jemand lesen könnte

a) wie geht es einem direkt nach der OP bezüglich Schmerzen
b) wann kann sich wieder halbwegs ohen Schmerzmittel bewegen
c) welche Ernährungseinschränkungen sind zu erwarten
d) wann kann man wieder Sport treiben (vor allem Joggen), ist "Leistungsport" (heißt Teilnahme an Wettkämpfen ohne unter ferner liefen zu landen) wieder möglich?
e) macht Anschluß Reha Sinn und wo geht man dazu am besten hin ?
f) ist der zu erwartende Gewichtsverlust permanent oder nimmt man wieder zu nach einer gewissen Zeit?

PS mir ist klar, dass das Ganze bei jedem individuell abläuft, bin aber erst 54 und recht fit und hoffe erst mal auf OP ohen Komplikationen

Reiner
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Re: Leben nach Whipple OP

Beitrag von Reiner » 18. Juni 2013, 11:50

Hallo,

Ich, 63 Jahre alt, wurde im Oktober 2012 in Heidelberg wegen einer IPMN vom Hauptgangtyp operiert.
Zu Ihren Fragen:

a) wie geht es einem direkt nach der OP bezüglich Schmerzen
gut, keine Probleme (im Ruhezustand).

b) wann kann sich wieder halbwegs ohne Schmerzmittel bewegen
nach ca 14 Tagen. Nach ca 3 Wochen nahm ich keinerlei Schmerzmittel mehr.

c) welche Ernährungseinschränkungen sind zu erwarten
bei mir waren und sind es keine

d) wann kann man wieder Sport treiben (vor allem Joggen), ist "Leistungsport" (heißt Teilnahme an Wettkämpfen ohne unter ferner liefen zu
landen) wieder möglich?
Weiß ich nicht. Man sollte sich aber darauf einstellen, daß die Leistungsfähigkeit nur langsam zurückkommt. ich bin jetzt, 8 Monate nach der OP, noch nicht wieder auf meinem alten Leistungsstand. Eine halbe Stunde Mittagsschlaf muß immer noch sein.

e) macht Anschluß Reha Sinn und wo geht man dazu am besten hin ?
ich brauchte keine Reha

f) ist der zu erwartende Gewichtsverlust permanent oder nimmt man wieder zu nach einer gewissen Zeit?
Ich hatte vor der Operation 67Kg, nach der Operation 60Kg und jetzt 70Kg

Für die OP wünsche ich alles Gute! Ich empfehle aber eine Klinik, an der sich die Ärzte nicht um Whipple Patienten streiten d.h. eine Klinik an der viele derartiger OPs gemacht werden.

Gruß
Reiner

absshiva
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Re: Leben nach Whipple OP

Beitrag von absshiva » 18. Juni 2013, 18:45

Hallo Reienr

Danke für Deine Antworten, Du hast mri damit sehr viel Mut gemacht, nur beim Gewichtsverlsut hatte ich gehofft, der sei permanent :) dann hätte das Ganze wenigstens ein Gutes!

Lieben Gruß

Anna

PS Denke mal werde nach Bochum gehen isn St. Joseph Hospital

Reiner
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Re: Leben nach Whipple OP

Beitrag von Reiner » 18. Juni 2013, 19:11

[quote="absshiva"]Hallo Reienr

Danke für Deine Antworten, Du hast mri damit sehr viel Mut gemacht, nur beim Gewichtsverlsut hatte ich gehofft, der sei permanent :) dann hätte das Ganze wenigstens ein Gutes!

Hallo Anna,
Das mit dem permanenten Gewichtsverlust ist sicher zu beeinflussen. Die 67Kg hatte ich seit meinem 16. Lebensjahr. Aber die 60Kg waren schon ein bisschen wenig. Also habe ich über Weihnachten eine "Snickers-Diät" gemacht. Zusätzlich kam täglich ein Stück Kuchen am Nachmittag. Bei 70Kg habe ich dann damit aufgehört :)

Alles Gute für Dich
Reiner

heinz05
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Re: Leben nach Whipple OP

Beitrag von heinz05 » 19. Juni 2013, 15:21

Danke für Deine Antworten, Du hast mri damit sehr viel Mut gemacht, nur beim Gewichtsverlsut hatte ich gehofft, der sei permanent :) dann hätte das Ganze wenigstens ein Gutes!

vorher 90, danach 73, nach 5 Jahren 80

nach ca 1 1/2 Jahren bin ich wieder gelaufen wie vorher trotz vieler Komplikationen die du sicher nicht hast.

bin auch so alt wie du

Reha besser Anschlussheilbehandlung war bei mir unbedingt notwendig

Man muss da durch und es ist auch machbar.

Alles Gute

absshiva
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Re: Leben nach Whipple OP

Beitrag von absshiva » 30. Juli 2013, 14:50

Nachdem Ihr meine Fragen so lieb beantwortet habt, will ich mich jetzt nach der OP auch mal kurz zurückmelden.
War in Bochum bie Prof. Uhl und dort sehr zufrieden, denn von alle Ärzten (5 an der Zahl) hat er als einziger erkannt, dass es sich um IPMN vom Nebengangtyp handelt (und nicht wie alle anderen sagten vom Hauptgangtyp). Trozdem haben wir die OP gemacht, denn irgendwann hätte sie sein müssen und dann lieber jetzt wenn die Zyste noch nicht zu groß ist, d.h. mehr Pankreas erhalten bleiben kann, und ich noch relativ fit bin. OP war am 12.7. udn seit Sonntag dem 28.7. bin ich wieder zu Hause.
War wahrlich kein Zuckerschlecken die OP, vor allem da ich 4 Tage die Magensonde hatte, was zu permanenter Übelkeit führte.
Alles war gutartig, Gott sei Dank
Diabetiker bin ich auch nicht, nochmal Gott sei Dank
Abgenommen leider nur 6 Kilo
Was mir noch fehlt ist der Appetit und die Blähungen gehen mri schon sehr auf den Geist, weil sei doch recht schmerzhaft sind. Hoffe, das legt sich mit der Zeit noch, denn da ich im Großraumbüro sitze wäre ds doch recht unschön.
Habe einen Rehaplatz in Bad Driburg in der Kaspar Heinrich Klinik (die andere war leider ausgebucht), warte noch auf Bestätigung der BFA

Reiner
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Re: Leben nach Whipple OP

Beitrag von Reiner » 31. Juli 2013, 16:17

Hallo,

Es freut mich, daß Du die OP gut überstanden hast.
Bei mir verschwanden die Blähungen nach kurzer Zeit. Eine Zeitlang hatte ich auch wenig Appetit und wusste nicht so recht ob ich hungrig oder satt, oder ob mir einfach nur schlecht war. Aber auch das geht vorbei. Jetzt bin ich daran die Kreontabletten zu verringern. Eine Tablette für die Hautpmahlzeit reicht. Aber, das dauert etwas. Lass Dir Zeit.

Alles Gute
Reiner

absshiva
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Re: Leben nach Whipple OP

Beitrag von absshiva » 29. August 2013, 07:21

Leider habe ich nach der Whipple OP nur 4 Tage zu Hause verbracht, dann bekam ich hohes Fieber, Hausarzt schickte mich zurück nach Bochum, Diagnose : Pankreasfistel plus Abzess, nach 1 Woche eher konservativer Behandlung, traf man die Entscheidung nochmal zu operieren, da habe ich mich aber gefreut :( , lief dann fast 2 Wochen mit einem Schwamm in meinem offenen Bauch rum, der an eine Vakuumpumpe angeschlosen war, jetzt muss das Loch langsam von innen zuheilen, alles in allem war ich dann noch mal mehr als 3 Wochen im Krankenhaus, und morgen geht es ab in Reha nach Bad Driburg. Mein Appetit ist mittlerweile zurück, aber da ich seit der ersten OP immer nur Durchfall habe habe ich mittlerweile 11 Kilo abgenommen, mehr darf es wirklich nicht werden, hoffe mal in der Reha kriegen die den Durchfall und die Bauchkrämpfe in den Griff, denn das beeinträchtigt die Lebensqualität doch erheblich

BigMama
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Re: Leben nach Whipple OP

Beitrag von BigMama » 30. August 2016, 11:36

Hallo also meine Kausch- Whipple op liegt jetzt schon 3 jahre hinter mir habe fast 30 kilo abgenommen war 4 wochen im Krankenhaus dan 2 wochen in der Reha , habe immer noch Krämpfe und Durchfall wie zeitweisse Erbrechen nach dem Essen hatte Dünndarm und Bauchspeicheldrüse Krebs. Dieses jahr auch noch Diabetes mellitius lllcDurch den Pankreaskopf verlust nehme auch Creon 25'000 4x täglich .das gewicht hat sich mittlerweile eingepenndelt mal 2kilo rauf dan 2 Runnter .aber im ganzen bin ich zufrieden übrigens war ich 49 als ich die Diagnose bekam. Lg.Brigitte

Kathi_Oettl
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Re: Leben nach Whipple OP

Beitrag von Kathi_Oettl » 4. November 2016, 22:17

Hallo zusammen,

bei meinem Vater wurde vor gut einem Jahr die Whipple-OP durchgeführt - gutartiger Tumor, Durchmesser 5cm. Unmittelbar nach der OP hat er sich schnell gut erholt. Nach 1-2 Monaten aber traten die ersten Beschwerden auf: mehrmals täglich heftige Bauchweh-Attacken im Oberbauch, die ihn zu Boden sinken lassen. Das ganze dauert einige Minuten und nach seinen Aussagen fühlt es sich an, als ob sich Nahrung mit viel Gewalt durch einen Engpass zwängen müsste. Meine Eltern nennen diese Anfälle Koliken, ich weiß aber nicht, ob es das wirklich trifft. Oft steigert sich die ganze Sache bis hin zu einer heftigen Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Im Laufe des Jahres haben meine Eltern von verschiedenen Ärzten alles mögliche an meinem Papa untersuchen lassen: ohne Erfolg. Es kam immer die gleiche Aussage: Im Bauch ist alles in Ordnung, wir können nichts feststellen; Es müsse an der Ernährung liegen.
Aber mein Vater nimmt immer brav seine Enzyme und ernährt sich mit leichter Schonkost, mehrere kleine Mahlzeiten täglich, zufüttern von Astronautennahrung für ausreichende Kalorienversorgung usw... was man hald so an Anweisungen zu befolgen hat. Und dennoch: unverminderte Beschwerden. Er ist mittlerweile bloß noch Haut und Knochen, und die täglichen Anfälle zehren an seinen Kräften.
Meine Frage also: Hat jemand schon mal was Ähnliches erlebt oder gehört? Wie kann man meinem Papa helfen? Er wird immer schwächer durch die täglichen Schmerzattacken und wiederkehrenden BSP-Entzündungen.

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