10 Jahre danach

Dieser Bereich ist für Beiträge reserviert, deren Thematik nicht unmittelbar mit der Bauchspeicheldrüse im Zusammenhang stehen muss. Oft spielen aber andere Faktoren in diese Erkrankung hinein, über die hier frei diskutiert werden kann.
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Karl-Josef
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10 Jahre danach

Beitrag von Karl-Josef » 9. März 2017, 11:36

Liebe Foren Mitglieder,

heute möchte ich doch einmal etwas positives berichten:

Gestern vor 10 Jahren wurde mir in einer Whipple-OP ein Teil des Pankreas Kopfes
mit einem 4,7 x 3,0 cm großen Karzinom entfernt.
Heute vor 10 Jahren kam ich dann von der Intensiv- auf die Normalstation im EVK Düsseldorf.
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus erfolgte dann noch eine Chemo Therapie von
knapp 6 Monaten.
Die ersten 18 Monate waren nicht ganz leicht, aber später ging es dann immer besser und ich lernte
mit den Problemen um zu gehen und sie an zu nehmen.
Heute geht es mir wirklich sehr gut, die kleinen Wehwehchen nehme ich kaum noch wahr, ich freue
mich einfach über jeden Tag, den ich leben darf.
Und ich muss sagen, ich habe in diesen 10 Jahren auch viele schöne Dinge erlebt und erfahren.
Soeben war ich bei meinem Hausarzt, der dieses blöde Dingen relativ früh gesehen hat.
Ich habe ihm eine Flasche Prosecco auf den Tisch gestellt, er hat ein wenig mein Glück
mit mir geteilt.
Er hat mir aber auch gesagt, dass ich der einzige Patient bin, der in diesen 10 Jahren von ihm
behandelt wurde und mit dieser Vorgeschichte überlebt hat. Es waren immerhin mehr als 50 Menschen.
Es gibt aber immer wieder Wunder und Hoffnung und daran soll man immer denken.

Liebe Grüße an alle Mitbetroffenen

Karl-Josef
Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern

Martinium
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Re: 10 Jahre danach

Beitrag von Martinium » 9. März 2017, 22:12

Hallo Karl-Josef,

danke, für deinen positiven Bericht. Er zeigt doch, dass es sich lohnt, die Hoffnung nicht aufzugeben. Toll, dass du es "geschafft" hast.

Ich habe leider die Hoffnung für mich verloren, weil sich jetzt Metastasen auf die Leber gelegt haben und die Bauchschmerzen von Tag zu Tag mehr werden. Die Schmerzmedikation habe ich jede Woche erhöht. Ich hoffe noch auf 8 "gute" Wochen und hoffe dann schmerzfrei "zu gehen".

Ich würde auch gerne noch hoffen, aber bei der Diagnose schließt es sich leider aus.

Liebe Grüße

Martin

angel29280
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Re: 10 Jahre danach

Beitrag von angel29280 » 10. März 2017, 10:40

Hallo Karl-Josef,

auch ich finde deinen Bericht sehr positiv und freue mich für dich! Das zeigt das sich kämpfen und durchhalten lohnt! :daumenh:
Liebe Grüsse eure Angel

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HoKa
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Re: 10 Jahre danach

Beitrag von HoKa » 10. März 2017, 11:25

Alles Gute, lieber Josef.
Es ist toll auch solche Berichte zu lesen.
:prost: auf die nächsten Jahre :)

Martin, es tut mir leid, dies zu lesen. :(

Mein Mann (54) hatte vor 18 Jahren ein akute, nekrotisierende Pankreatits, die chronsich wurde.
Seit 4 Jahren ist er insulinpflichtig. Soweit geht es ihm gut (1-2x im Jahr "zwickt" es...).
Er geht vierteljährlich zur Blutkontrolle. Letzte ERCP war vor 2 Jahren.
Ich hoffe, dass es keine "K"-Diagnose mehr gibt... :|
*Was auch immer gut für deine Seele ist: MACH ES!*

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Karl-Josef
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Re: 10 Jahre danach

Beitrag von Karl-Josef » 10. März 2017, 17:27

Hallo Martin,

es tut mir leid, dass es dir nicht gut geht.

Ich wünsche dir viel Kraft und möglichst wenig Schmerzen.

Und natürlich, dass deine Prognose nicht stimmt und du noch einige Wochen mehr
als gut bezeichnen kannst.

Liebe Grüße
Karl-Josef
Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern

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Cerberus
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Re: 10 Jahre danach

Beitrag von Cerberus » 11. März 2017, 18:53

Er hat mir aber auch gesagt, dass ich der einzige Patient bin, der in diesen 10 Jahren von ihm
behandelt wurde und mit dieser Vorgeschichte überlebt hat. Es waren immerhin mehr als 50 Menschen.
Oh! Für Dich klasse, aber für die anderen 49 Patienten latürnich nicht so doll.

Dabei habe ich mir mit meiner totalen Pankreatektomie ebenfalls vorgenommen, mindestens 10 Jahre ab OP noch zu leben.

Ach was soll's........... ich hab das Ziel immer noch! :lachen:
Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz. (Martin Luther) :mrgreen:

nathalie
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Re: 10 Jahre danach

Beitrag von nathalie » 14. März 2017, 10:21

Lieber Karl-Josef, alles Gute und auf die nächsten zehn Jahre! Du hast ja in früheren Posts berichtet, dass du damals dein Leben umgestellt hast u ausserdem in glücklicher harmonischer Familie lebst. Ich meine, das ist eins der ganz wichtigen Rezepte für ein langes Leben. Du zeigst es uns allen vor. Danke u alles Liebe

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SaSem
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Re: 10 Jahre danach

Beitrag von SaSem » 31. März 2017, 09:44

Schön das Ihr alle hier seid!!! Und noch lange hier bleibt. Ich bin auch einer derjenigen die seit 10 Jahre drüber sind. Und ich habe beschlossen noch mal 20 drauf zulegen. Die hier eine schlechte Prognosse haben (das sind fast alle) wünsche ich von tiefsten Herzen, lasst Euch nicht unterkriegen, kämpft dafür, dass es Euere Geschichte wird, keine Prognosen.... wenn das nicht gereicht hat, treffen wir uns alle wieder an einem Ort ohne Schmerzen, Trauer, Angst und und.....heute weiß ich das dieser Ort gut ist.
Manchmal verstehen die Menschen deinen Weg nicht. Müssen sie auch nicht-es ist nicht ihrer.

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Cerberus
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Re: 10 Jahre danach

Beitrag von Cerberus » 1. April 2017, 11:45

SaSem hat geschrieben:...treffen wir uns alle wieder an einem Ort ohne Schmerzen, Trauer, Angst und und.....heute weiß ich das dieser Ort gut ist.
Früher hätte ich das......... so einen Ort.......... als pure Spinnerei abgetan, ehrlich.

Heute bin ich auch ziemlich überzeugt, daß die Seele nicht einfach nach dem Exitus weg ist.
Es geht weiter! Woanders..... besser und unendlich.

:daumenh:
Aus einem verzagten Arsch kommt nie ein fröhlicher Furz. (Martin Luther) :mrgreen:

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