OP hinter uns und der Krankenhauskeim

an der Bauchspeicheldrüse erkrankten Menschen. Was bedeutet eine Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenerkrankung für das Umfeld der Patienten?
Hier können sich Angehörige und Freunde von Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenpatienten austauschen
und haben die Möglichkeit über andere Angehörige / Freunde Rat und Hilfe zu finden.
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Alexa&Daniel
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OP hinter uns und der Krankenhauskeim

Beitrag von Alexa&Daniel » 8. August 2015, 22:44

Hallo Zusammen,

Die Woche war hart! Am Montag war die OP und nach einigen Komplikationen geht es mit riesigen Schritten vorwärts.

Die OP war erfolgreich ( nach whippel OP Ende 2012, wurde ein weiteres Stück des Pankreaskörpers entfernt und die damalige Darmschlinge, die an die Stelle des Pankreaskopfes genäht wurde nach vollständiger Eröffnung des Pankreasganges drauf genäht), aber es stand die ersten zwei Tage nicht gut. Sein Kreislauf hat immer wieder schlapp gemacht.

Es sind zum Glück auch genug Inselzellen vorhanden, er hat keine Diabetis. Die Schmerzen sind derzeit Dank PDA und PCA-Pumpe gut im Griff.

Er läuft schon die ersten Schritte und isst seine Breikost.

Da schau ich heute an das Bettende meines Mannes und neben seinem Namen klebt ein roter Punkt. Auf Nachfrage beim Pflegepersonal hieß es nur, dass bei ihm der Krankenhauskeim nachgewiesen wurde im Analabstrich. Die Wunde ist nicht infiziert.... Damit war das Thema beendet. Ich dachte ich kippe direkt um. :shock:

Das kann doch alles nicht wahr sein! Es wird weiter nix gemacht, nur beobachtet.... Hat einer Ahnung davon? Ich Dreh noch am Rad....

Viele Grüße
Alexa

Norbert
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Re: OP hinter uns und der Krankenhauskeim

Beitrag von Norbert » 11. August 2015, 11:59

Hallo Alexa,

erstmal freut es mich, dass es aus OP- sicht bei euch aufwärts geht. Hoffe sehr für euch, dass es nicht umsonst war und die Schmerzschübe verschwinden.
Übrigens habe ich die gleiche OP (Frey) hinter mir und mir gehts seitdem schon seit 9 Jahren gut. Also toi, toi, toi.

So, jetzt zu dem Keim. Es gibt nicht den einen Krankenhauskeim. Meist ist von MRSA die Rede, aber es gibt noch einige andere. Also erkundige dich mal, um was es sich genau handelt!!!
Was mich wundert ist, dass dein Mann nicht isoliert ist! Eigentlich müsste man Schutzkittel, Handschuhe und Mundschutz tragen!
Meist sind diese Keime Antibiotikaresistenz und man macht nichts dagegen. Außer bei lebensbedrohlichen Situationen gibt es evtl. noch Antibiotika. Diese werden aber wirklich nur im Notfall gegeben.
Wurde denn auch ein Nasenabstrich und ein Wundabstrich gemacht?

Also, erkundige dich mal nach dem Namen, dann kann man auch mehr dazu sagen.

Viele Grüße

Norbert

Manu1966
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Re: OP hinter uns und der Krankenhauskeim

Beitrag von Manu1966 » 11. August 2015, 21:52

Liebe Alexa,

ich kann mich Norbert nur anschließen. Was ist mit dem Nasenabstrich (mein Mann war im letzten halben Jahr sage und schreibe 7x im KH, und zwar immer woanders, und das war überall Standard). Und ich habe weder an irgendeinem Bett neben dem Namen rote Punkte entdeckt noch eine derart lapidare Aussage vom Pflegepersonal gehört - die sind eigentlich alle ganz kirre, wenn es um Keime geht.

Abgesehen davon lag auch bei uns immer und überall irgendwas im Argen, und ich kann ich Dir nach alledem, was ich während dieser KH-Aufenthalte erlebt habe (und ich war jeden Tag mindestens 10 Stunden bei meinem Mann), nur eines empfehlen: Mach Rabatz, solange Deine Nerven noch mitspielen. Miese Pflege kann und darf nicht sein, wir Angehörigen sind die Einzigen, die dagegen wettern können - unsere Lieben schaffen das nicht mehr, die sind zu krank. Und probier' irgendwie, den Spagat zwischen energisch und charmant sein hinzukriegen. Das hört sich jetzt blöd an, aber das Personal macht sofort zu, wenn Du zu offensiv bist und pfeift sich was, wenn Du zu defensiv bist.

Wie auch immer, was da los ist, muss geklärt werden, also ring' Dir ein Lächeln ab und lass nicht locker, und wenn Du dem Pflegepersonal lange und vehement genug auf die Nerven gehst, schaffen die Dir auch den Arzt her. Und wenn das auch nichts hilft: Sag denen, Du wendest Dich an das Qualitätsmanagement. Wenn DANN immer noch nichts passiert - raus mit Deinem Mann aus diesem KH. Dann hast Du nämlich definitiv eine Garantie: Wenn Du in einem anderen KH mit Deinem Mann mit Verdacht auf KH-Keim aufschlägst, kümmern die sich sofort darum, und sei es nur aus Eigeninteresse.

Ich drücke Dir und Deinem Mann ganz fest die Daumen und wünsche Euch von Herzen alles Gute1

Liebe Grüße,
Manu
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.

Willmro
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Registriert: 20. Oktober 2015, 11:00

Re: OP hinter uns und der Krankenhauskeim

Beitrag von Willmro » 21. Oktober 2015, 04:43

:daumenh: :daumenh: :daumenh: :daumenh: :daumenh:

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