EPI - diagnostiziert und vom Arzt allein gelassen!!

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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NobemberFox
Beiträge: 3
Registriert: 14. September 2018, 06:10

EPI - diagnostiziert und vom Arzt allein gelassen!!

Beitrag von NobemberFox » 14. September 2018, 15:00

Hallo Gemeinschaft,

ich bitte dringend um Rat! :?:

Mein Hausarzt hat vor ca. 4 Wochen die Diagnose exokrine Pankreasinsuffizienz oder besser gesagt
"Sie haben Fettstuhl ihre Bauchspeicheldrüse funktioniert nicht, Sie nehmen KREON das hilft bei der Verdauung von Fett, sonst fehlt Ihnen das"
Das war leider tatsächlich alles was er dazu gesagt hat.
Seine Mitarbeiterin ergänzte das mit "Wenn Sie eine Schweinshaxe essen nehmen Sie viele Pillen ein".

Nun möchte ich niemandem seine Kompetenzen streitig machen aber ich weiß momentan nicht wie ich damit umgehen soll.
Zumal man im Internet viele Infos bekommt, die darauf hinweisen, dass das ein ernst zu nehmender Umstand ist.

Die Sache ist nämlich die:
Ich vermute, dass ich seit mind. 5 Jahren Verdauungsstörungen habe. Zum Arzt ging ich nie, da ich schon 2 Mal ähnliche Erfahrungen gemacht habe und deshalb kein Vertrauen in Ärzte habe.

Folgende Fragen beschäftigen mich:
Wie mein Körper das so lange aushalten konnte, wenn ich doch scheinbar ein Mangel an welchen Nährstoffen auch immer habe?

Warum wird mir mitgeteilt, dass meine Blutwerte im Normbereich liegen ? Schließt die EPI Diagnose das nicht aus?
Mein Arzt hat bei einem weiteren Besuch wegen Beschwerden von Wassereinlagerungen in den Beinen, Schweißausbrüchen und "gefühlt" starkem Herzschlag gesagt: " Das ist wahrscheinlich eine Art allergische Reaktion Ihres Körpers." Wassertabletten gabs dann auch noch.

Dank Eurer Infos habe ich schon heraus gefunden, dass 1 Stuhlprobe nicht ausreicht.
Wäre nicht auch eine Ultraschall Untersuchung sinnig? Wie kann ich wissen, dass die Symptome nicht von Zysten oder sogar anderen Wucherungen kommen?

Wenn sich jemand von Euch einen Moment zum Lesen & Antworten nimmt, freue ich mich sehr.
VIELEN DANK
November

Hagemax
Beiträge: 61
Registriert: 24. Dezember 2016, 14:53

Re: EPI - diagnostiziert und vom Arzt allein gelassen!!

Beitrag von Hagemax » 14. September 2018, 21:53

Hallo,
das hört sich ja abenteuerlich an.
Ich würde dir empfehlen einen Ultraschall
machen zu lassen u die Pankreaselastase
im Stuhl messen zu lassen und das bei
einem guten Gastroenterologen. Der Arzt sollte sich beim Ultraschall schon Mühe geben da die BSD oft schwer zu sehen ist. Darüber
hinaus erst einmal Alkohol u Zucker meiden.
Im Blut ist es nicht immer ersichtlich,
wie bei mir wohl auch! Schweißausbrüche können auch von Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Histamin kommen.
No Panic!
vg hagemax

NobemberFox
Beiträge: 3
Registriert: 14. September 2018, 06:10

Re: EPI - diagnostiziert und vom Arzt allein gelassen!!

Beitrag von NobemberFox » 15. September 2018, 10:23

Hallo Hagemax,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ich habe Ende November einen Termin beim Gastroenterologen und hoffe, dass der Zeit findet mich richtig zu untersuchen.

Beste Grüße

Hagemax
Beiträge: 61
Registriert: 24. Dezember 2016, 14:53

Re: EPI - diagnostiziert und vom Arzt allein gelassen!!

Beitrag von Hagemax » 16. September 2018, 14:35

Hi das ist ja noch lange hin.
Die Stuhlprobe kannst du vielleicht schon vorher abgeben dann hast du früher ein ergebnis. zur not zahlst du es selbst, kostet ca 30 Euro.
Verstehe deinen Arzt überhaupt nicht, er hat doch keinerlei Untersuchungsergebisse die das bestätigen.
Du kannst ja mal Kreon zu den Mahlzeiten nehmen u schauen ob es nach einiger Zeit besser wird.

NobemberFox
Beiträge: 3
Registriert: 14. September 2018, 06:10

Re: EPI - diagnostiziert und vom Arzt allein gelassen!!

Beitrag von NobemberFox » 16. September 2018, 19:10

Hallo ,
ja genau das ist die Sache, die Verwirrung stiftet.
Ich war nie ein Arztgängerin deshalb war ich ggf zu defensiv.
Die Idee mit den Proben werde ich angehen und die Praxis fragen ob ich die schon einreichen kann, danke für den Tipp.

Dieses Forum gibt mir momentan wirklich einen Halt, da die Vorstellung der Bewahrheitung der Diagnose wirklich unangenehm ist.

An dieser Stelle möchte ich allen Betroffenen, welcher Erkrankung auch immer, meinen größten Respekt fürs Aus- und Durchhalten aussprechen. Ich kann viel von Menschen wie Euch lernen!

Wenn ich gewusst hätte, dass ich zum 30. Lebensjahr und nach nun12 Monaten rauchfrei sowas erleben muss hätte ich beim auspusten der Kerzen einen anderen Wunsch gemacht.

Danke an die Unterstützung!!

Beste Grüße
November

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