niedriger Elastasewert ausreichend für Diagnosestellung?

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Kopfgetriebe
Beiträge: 1
Registriert: 15. April 2019, 16:53

niedriger Elastasewert ausreichend für Diagnosestellung?

Beitrag von Kopfgetriebe » 15. April 2019, 17:05

Hallo,

ich hoffe ihr lacht mich nicht aus, aber...

Also, wegen Schmerzen auf der rechten Seite des Oberbauches bin ich zum Hausarzt, der machte ein Blutbild, alles soweit ok.

Ich dachte, es lägen vielleicht Gallensteine vor, aber auf dem Ultraschall war nichts zu sehen.

Dann wurde die Stuhlelastase getestet, einmal war der Wert 36 und dann 25.

Der Arzt stellte sofort die Diagnose "exokrine Pankreasinsuffizienz" u. veranlasste ein MRCP.

Dieses war glücklicherweise unauffällig, also ohne Befund.

Im Grunde habe ich auch keine der im Internet aufgeführten Symptome die bei der EP auftauchen, ich habe weder Völlgegefühl, noch Durchfall
oder Gewichtsverlust, nach dem Essen ist auch alles ok.

Im Grunde macht mir nur dieser Elastasewert sorgen, ich kann mir nicht erklären woher der niedrige Wert kommt, da ich nie Schmerzen in der Region hatte, kann denn eine EP auch auftreten ohne dass man jemals Probleme in dem Bereich hatte?

Der Arzt meinte dann, ich sei gesund u. das wars, den Elastasewert konnte er nicht erklären u. als ich ihn wg. einer Überweisung zu einer speziellen Pankreassprechstunde ansprach meinte er dass er mir diese nicht ausstellen würde weil "es ihm peinlich wäre"... O-TON!

d.h. also dass man sich "nur" wegen dieser niedrigen Werte nicht so anstellen soll, erklären kanns mir aber auch niemand.

Im Netz finde ich nur das übliche zum Elastasewert, kennt ihr euch damit besser aus?

Sagt dieser Wert für sich betrachtet denn schon soviel aus um diese Diagnose EP zu stellen? Ich kanns mir bald nicht vorstellen.

Grüße

Andi
Beiträge: 423
Registriert: 15. Februar 2011, 20:42

Re: niedriger Elastasewert ausreichend für Diagnosestellung?

Beitrag von Andi » 15. April 2019, 21:30

:hallo:
Hier wird niemand ausgelacht :zw:
Wenn deine Drüse nicht mehr genügend Verdauungsenzyme produziert spricht man von EP, das ist schon oke.
Ich schätze mal du bist sehr schlank.
Eine Ursache hat die EP schon, die Frage ist nur welche, warum produziert die Drüse keine Verdauungsenzyme mehr?,sobald du Beschwerden bekommst würde ich mich im Pankreaszentrum vorstellen und das abklären lassen.

Lg Andi

Tobix
Beiträge: 33
Registriert: 26. Dezember 2017, 12:35

Re: niedriger Elastasewert ausreichend für Diagnosestellung?

Beitrag von Tobix » 16. April 2019, 20:11

Kopfgetriebe hat geschrieben:
15. April 2019, 17:05
Hallo,

ich hoffe ihr lacht mich nicht aus, aber...

Also, wegen Schmerzen auf der rechten Seite des Oberbauches bin ich zum Hausarzt, der machte ein Blutbild, alles soweit ok.

Ich dachte, es lägen vielleicht Gallensteine vor, aber auf dem Ultraschall war nichts zu sehen.

Dann wurde die Stuhlelastase getestet, einmal war der Wert 36 und dann 25.

Der Arzt stellte sofort die Diagnose "exokrine Pankreasinsuffizienz" u. veranlasste ein MRCP.

Dieses war glücklicherweise unauffällig, also ohne Befund.

Im Grunde habe ich auch keine der im Internet aufgeführten Symptome die bei der EP auftauchen, ich habe weder Völlgegefühl, noch Durchfall
oder Gewichtsverlust, nach dem Essen ist auch alles ok.

Im Grunde macht mir nur dieser Elastasewert sorgen, ich kann mir nicht erklären woher der niedrige Wert kommt, da ich nie Schmerzen in der Region hatte, kann denn eine EP auch auftreten ohne dass man jemals Probleme in dem Bereich hatte?

Der Arzt meinte dann, ich sei gesund u. das wars, den Elastasewert konnte er nicht erklären u. als ich ihn wg. einer Überweisung zu einer speziellen Pankreassprechstunde ansprach meinte er dass er mir diese nicht ausstellen würde weil "es ihm peinlich wäre"... O-TON!

d.h. also dass man sich "nur" wegen dieser niedrigen Werte nicht so anstellen soll, erklären kanns mir aber auch niemand.

Im Netz finde ich nur das übliche zum Elastasewert, kennt ihr euch damit besser aus?

Sagt dieser Wert für sich betrachtet denn schon soviel aus um diese Diagnose EP zu stellen? Ich kanns mir bald nicht vorstellen.

Grüße
Bei mir ist es ähnlich. Meine Elastase dümpelt so bei 30-50 rum bei unauffälliger Endosonografie, MRCP und MRT Abdomen. Wurde jetzt auf Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB) behandelt, mal sehen was die nächste Elastasemessung ergibt. Steht noch aus. Kreon nehme ich auch zu den Mahlzeiten. Ansonsten geht es mir eigentlich gut, Schmerzen habe ich nicht. Nur Blähungen mal stärker, mal weniger stark. Mach dich nicht verrückt, wenn die Bildgebung ok war. Alles Gute!

Sanne23
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Re: niedriger Elastasewert ausreichend für Diagnosestellung?

Beitrag von Sanne23 » 19. April 2019, 14:16

Wie wird denn deine Dünndarmbakterienfehlfunktion behandelt ? Welche Beschwerden hast du .. Probleme mit Fruktose , Laktose , Gluten ... u wie wurde diese diagnostiziert.. meine Sibo ist bestätigt .. traue mich nur nicht an das Antibiotikum ran ..

Tobix
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Re: niedriger Elastasewert ausreichend für Diagnosestellung?

Beitrag von Tobix » 22. April 2019, 19:53

Sanne23 hat geschrieben:
19. April 2019, 14:16
Wie wird denn deine Dünndarmbakterienfehlfunktion behandelt ? Welche Beschwerden hast du .. Probleme mit Fruktose , Laktose , Gluten ... u wie wurde diese diagnostiziert.. meine Sibo ist bestätigt .. traue mich nur nicht an das Antibiotikum ran ..
Mit einem Atemtest wurde die DDFB diagnostiziert, ebenso meine Laktoseunverträglichkeit. Fruktose und Gluten vertrage ich aber. Die DDFB wurde mit 2x täglich XIFAXAN®
550 mg behandelt. Ging eigentlich. Das Gute an dem Antibiotikum ist ja, dass es nur im Darm seine Wirkung erzielt und nicht auf den Rest des Köpers bzw. in den Blutkreislauf in nennenswerten Dosen übergeht. Insofern kann man es durchaus mal ausprobieren. Insgesamt geht es mir ja schon besser. Stuhlgang wieder fester und ich esse auch normal, meide aber Schokolade, Süßigkeiten und alles was Laktose enthält.

Sanne23
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Re: niedriger Elastasewert ausreichend für Diagnosestellung?

Beitrag von Sanne23 » 6. Mai 2019, 13:28

Hallo Tobix - hab dank für deine Antwort... bin im Moment noch dabei komplett die Nahrung umzustellen .. weißt du denn mittlerweile wodurch deine Fehlbesiedlung gekommen ist ..wie schauts zwischenzeitlich mit deinen Elastasewerten aus ... meine sind von 22 auf knapp 240 gestiegen .. LG

Hagemax
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Re: niedriger Elastasewert ausreichend für Diagnosestellung?

Beitrag von Hagemax » 7. Mai 2019, 09:39

Aus eigener Erfahrung würde ich versuchen in ein Pankreaszentrum zu gehen und zur Sicherheit eine Endosono machen. Zur Not würde ich es selber zahlen.
vg

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