Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

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Alex3004
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Alex3004 » 11. Juli 2019, 21:42

Ja leider ist das der heimtückische am bdsk, das er so unscheinbar ist und sich hinter kleinsten Symptomem verstecken kann.
Bei euch in Österreich scheint das Gesundheitssystem besser zu sein wie bei uns, in so kurzen Abständen würde man bei uns nicht so viele MRT und noch ein CT bekommen.
Mein Arzt meinte wir können vielleicht mal im Halben Jahr noch mal gucken, sonst macht die Krankenkasse vielleicht Probleme.
Ich war bisher auch immer Kerngesund,erst seit diesem Jahr ist der Wurm drin. Schon mehr mals Erkältung und Grippe gehabt, eine kleine OP schon hinter mir usw.
Ich habe mal 65kg gewogen bei 1,70, dann zwischen durch runter auf 54 kg und seit kurzen auf 57 kg rauf. Die halte ich jetzt seit ca. 14 Tagen. Auch ein Grund warum sich die Ärzte keine Sorgen machen, weil die mir gesagt haben Zunehmen kann man bei Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht, man kann froh sein nach einem Gewichtsverlust das Gewicht dann zu halten und das klappt meistens nur mit hochkalorischer Nahrung.

In Österreich war ich als Kind sehr oft,hat mir immer sehr gut gefallen. 😊

Mina
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Mina » 11. Juli 2019, 21:56

Wow das ist sehr viel Gewicht was du verloren hast..und das ohne Sport oder Ernährungsumstellung?
Ich wünsch dir so das du endlich den Grund dafür findest!! Bin schon gespannt was die in Bochum sagen..

Alex3004
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Alex3004 » 11. Juli 2019, 22:02

Leider ja, ich will nicht bestreiten das da bestimmt auch 3-4 kg Stress waren und durch die kleine OP.
Aber als das mit dem Stuhl anfing, habe ruckzug von heute auf morgen 5 kg verloren.
Ich habe weder mehr Sport gemacht noch meine Ernährung geändert.

Vielen Dank, das ist lieb von dir.
Hoffe das Bochum mich zum Termin einlädt und die nach so vielen Untersuchungen nicht abwinken.

Mina
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Mina » 11. Juli 2019, 22:05

Ja kann auch was mit der OP zu tun haben aber soo viel Gewicht ist eher unwahrscheinlich..
Würde gerne noch Stundenlang mit dir schreiben aber ich glaube das Forum hat schon sehr viele Seiten und wir werden beobachtet 😂

Alex3004
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Alex3004 » 11. Juli 2019, 22:09

Ja da hast du recht und deswegen bekomme ich das mit dem Krebs nicht aus dem Kopf.

Das stimmt könnte ich mit dir auch, schön das einer zu hört. 😊
Aber das Forum ist natürlich nicht dafür gemacht, das stimmt.

wasistes
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von wasistes » 11. Juli 2019, 22:21

Ich glaube du steigerst dich da echt in was rein.
Lies mal meine Story ("Was soll ich tun?") bin übrigens 31.

Ich hatte:
-10 KG Gewichtsverlust in wenigen Monaten
-Mehrfach erniedrigte Elastase
-Konstante Zunahme der Leberwerte
-Stärkste Oberbauchschmerzen die jur mit Schmerzmittel erträglich waren
-Nachtschweiss
-Vergrösserte Lymphknoten, die auch in den Bildgebungen gesehen wurden
-Schwächeanfälle und Kreislaufprobleme
-Konstant erhöhte Temperatur über Monate
-Eisenmangel und Abnahme von Blutkörperchen (Anämie)
Quasi alle B Symptomatik


Dann wurden nach und nach auch Veränderungen anderen Bauchspeicheldrüse gesehen obwohl ich vorher sonst eig (vielleicht zum Teil auch wegen meiner Arztodysee) nur als Hypochonder oder Psycho beschimpft wurde.
Ich war dann in ner aussichtslosen Lage, dachte ich kämpferisch hierbum mein Leben, daher so ungf. in jedem Pankreaszentrum und so ziemlich bei jedem renomierten Top Spezialisten: Heidelberg, Bochum, Charite, LMU München, UKE, St. Joseph, Waldfriede, Asklepios Kliniken.
Hatte u.A. Termine bei Dr. Itzbiki, Roesch, Mayerle etc.
Dazu zahlreiche Gastros und Internisten.

Trotzdem war nicht mehr davon abzubringen, so fest war ich überzeugt Bauchspeicheldrüsenkrebs zu haben.

Letztendlich sitze ich hier, über 1 1/2 Jahre später und eig geht's mir inzwischen wieder verhältnismässig gut.
Also nichts mit Krebs, aber was mit der Drüse, aber ich lebe damit.

Also, schalt mal ein Gang runter und denk mal an deine Familie. Die braucht dich jetzt.
Genesung hat auch viel mit dem eigenen Körperbewusstsein zu tun.

Ich war übrigens im Kontakt hier mit einem jungen Betroffenen BSDK erkrankten, bei dem waren die Symptome nämlich deutlich spezifischer als bei uns, die sind nämlich unspezifisch und passen zu ner Reihe Erkrankungen, von ner viralen Hepatitis, zu Morbus Crohn, zu SIBO oder beg. chronischer Pankreatitis um nur ein paar zu nennen.
Seine Beschwerden waren übrigens ne starke Gelbfärbung der Augen und des Körpers und ne Striktur am Ende des Duktus Hepaticus.
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Alex3004
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Alex3004 » 11. Juli 2019, 22:29

Danke für deine ehrliche Rückmeldung, wasistes. Ich will hier auch wirklich niemanden zu nah treten.
Wenn ich deine Symptome lese und was du schon durch gemacht hast, ist meine "Geschichte" natürlich gar nichts und sicherlich hast du in vielen Punkten recht.

Was die Symptome angeht, haben wir aber auch bei Mina gelesen das es nicht unbedingt so eindeutig sein muss.
Aber natürlich hast du mit vielem recht, da widerspreche ich dir nicht.

Danke für deine direkte Rückmeldung.👍

wasistes
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von wasistes » 11. Juli 2019, 22:39

Ich kann dir nur Raten, in den Händen eines Spezialisten zu bleiben dem du vertrauen kannst. Das Ärztehopping hat mur eig. nur Zeit und Geld gekostet. Aus welcher Ecke kommst du den?
Anlaufstelle wäre also erstmal ein sehr erfahrener Internist oder Gastroenterologe der dich aber (Achtung wichtig!) auch ernst nimmt und dann die entsprechenden Untersuchungen einleitet. Aktuell finde ich deutet eig wenig auf die Drüse hin. MRCP ist schon so ziemlich die beste Untersuchungsmethode, auf ähnlicher Liga wie eine Endosonographie durch einen fähigen Schaller.
Noch sicherer ist eig nur noch die Endo oder nur Sono mit Kontrastmittelinjektion.
In Bochun wird man vlt. noch ein Dünnschicht CT vorschlagen, aber ich kann dir jetzt schon garantieren, dass nichts von raus kommt was du befürchtest.
An deiner Stelle würde ich mich somatischen eher auf den Darm (Dünndarm) oder oberer Teil des Colons konzentrieren. Hast du Schmerzen und wenn ja, wo sind die lokalisiert?
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Alex3004
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von Alex3004 » 11. Juli 2019, 22:50

Ja das mit dem guten Gastro habe ich versucht und fühlte mich auch erst in guten Händen bis er anfing sich zu widersprechen.
Ich wohne sehr ländlich, was einen Spezialisten zu finden sehr schwierig macht.
Bochum, Dortmund sind die nächsten größeren Städte wo man Erfolg haben könnte.
Der Radiologe der das MRT und MRCP gemacht hat, hat einen guten Ruf. MRT war ha sogar mit Kontrastmittel und in zwei Aufnahmen mit T1 und T2 beim Pankreas, da hätte man was sehen müssen bei den Symptomen.

Den Darm schließt der Castro aus, erst bestand auch ein Verdacht auf Morbus-crohn, der wurde aber widerlegt. Das mit dem ernst nehmen ist so ein Problem, hatte natürlich auch in letzter Zeit etwa Stress und sobald manche Ärzte das hören ist das Urteil schon gefällt. Das ist leider ein großes Problem.
Schmerzen habe ich einen stechende, brennenden Schmerz meistens mittig bzw. Links im Oberbauch, selten auch im mittleren Bauchbereich. Die schmerzen sind mal stärker und mal leicht spürbar. Teilweise habe ich auch Rückenschmerzen, aber nicht ringförmig. Meistens ist es ein kurzes stechen links oberhalb der Schulterblätter.

wasistes
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Re: Benötige mal Hilfe in Sachen Bauchspeicheldrüse

Beitrag von wasistes » 11. Juli 2019, 22:55

Und unterschätze auf keinen Fall die Angst in dem Ganzen, sowie das daraus resultierende Körperempfinden. Ein sich selbst ständig verstärkender Kreislauf.
Ich habe die These, das viele Betroffene hier diese starke Angst und Ärztespirale nur entwickeln, weil sie am Anfang häufig eben doch wegen realer somatischer Beschwerden erst nicht ernst genommen oder vernünftig ärztlich konsultiert/begleitet werden. Aus dieser Hilflosigkeit und dem Gefühl nicht ernst genommen oder im Stich gelassen zu werden, trotz starker Symptomatik, fängt dann bei vielen die Internet Recherche an, Stories und Erfahrungsberichte werden gierig aufgelesen und dabei aber ausser Acht gelassen, wie die statistische Prävalenz tatsächlich aussieht. Aber so funktioniert die Angst und Ungewissheit eben.

Daher nicht die gleichen Fehler wie ich machen, sondern alles dran setzen gleich von Anfang an einen erfahrenen und vertrauensvollen guten Arzt suchen der einen durch das Gesundheitssystem leitet und die richtigen Schlüsse zieht und eventuell weitere Untersuchungen einleitet. Das kann übrigens schon beim Hausarzt anfangen.
Es gibt leider erschreckend wenig gute Ärzte, bzw. als Kassenpatient wirst du sowieso nur durchgereicht, wenn du nicht an einer Lehrbuch-Volkskrankheit leidest.
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