Keine wirklich gute Endosonografie

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Tomas von Hindenburg
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Keine wirklich gute Endosonografie

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 11. September 2019, 15:04

Liebe Forenmitglieder guten Tag,

ich hatte heute meine Endosonografie mit Gewebeprobeentnahme.
Das Ergebnis der Gewebeprobe habe ich natürlich noch nicht, dies sollte gerade aber auch zweitrangig sein.
Ich habe mit einer Verschlechterung der Lage gerechnet, jedoch sah meine Bauchspeicheldrüse vor einem Jahr tadellos in der Endosono aus. Und jetzt dies. Ich berichte einfach mal.

Kein Pleuraerguss, keine vergrößerten Lymphknoten.
In Duodenalposition unauffällige Papillenregion und regelrechte Mündung des Gallen- und Pankreasganges. Das Pankreasparenchym zeigt eine vermehrt honigwabenartig lobulierte Textur mit vielen hyperechogenen Foci, teils mit distaler Schallauslöschung. Der Pankreasgang ist mit <3 mm nicht erweitert, zeigt jedoch eine echoreiche Kontur. Mit dem Patienten wurde vorab eine FNA besprochen, diese wurde unter endosonographischer Sicht mit einer Feinnadel im Korpus durchgeführt. Die gewonnenen Ausstriche auffällig fetthaltig. Die einsehbaren Bereiche der Leber zeigen ein homogen verdichtetes Parenchymmuster ohne Hinweis auf Rundherde oder Cholestase. Endosonographisch zeigt sich eine unauffällige Gallenblase ohne Konkremente. Die linke Nebenniere ist zart.
Vena lienalis frei perfundiert ohne Anhalt auf Thrombose.

Beurteilung: Das Pankreas zeigt im chronologischen Verlauf einen zunehmenden, zunächst lipomatösen Umbau, jetzt zunehmend echoreiche Foci, die perspektivisch möglicherweise im weiteren Verlauf in einer chronisch kalzifizierenden Pankreatitis münden werden.

Mein Gott und wenn der Verlauf tatsächlich so schnell fortschreitend ist, wo werde ich in 5 Jahren stehen? Wahrscheinlich wird eine Operation im Laufe der Zeit unumgänglich werden. Es macht mir gerade wirklich starke Angst das alles...

Viele Grüße
Tomas
Bevor Sie bei sich selbst eine schwere Depression oder Antriebsschwäche diagnostizieren, stellen Sie sicher, dass Sie nicht komplett von Arschlöchern umgeben sind. — „Siegmund Freud“

Richie
Beiträge: 103
Registriert: 11. Oktober 2018, 08:51

Re: Keine wirklich gute Endosonografie

Beitrag von Richie » 11. September 2019, 16:36

Hallo Tomas!

Das sind natürlich keine gute Nachrichten, aber ich würde das trotzdem erstmal nicht überbewerten. Du hattest ja geschrieben, dass du diesmal woanders die Endosono hast durchführen lassen. Wie du selber ja mal geschrieben hast, und da hast du sicherlich recht, ist das ganze stark abhängig vom Untersucher...Vielleicht ist es gar nicht so schlimm wie er schreibt, vielleicht war es ja auch vor einem Jahr schon so und der Untersucher hat es eben anders beurteilt.

Zudem zur Beurteilung: Beurteilung: Das Pankreas zeigt im chronologischen Verlauf einen zunehmenden, zunächst lipomatösen Umbau, jetzt zunehmend echoreiche Foci, die perspektivisch möglicherweise im weiteren Verlauf in einer chronisch kalzifizierenden Pankreatitis münden werden.

1. Es muss ja nicht so kommen. Stichwort Supplements usw.
2. Wenn wir ehrlich sind, gehen wir doch alle davon aus, dass wir seit Jahren eine chronische P. haben. Wirklich neu ist das nicht.
3. Es ist wieder nicht das wovon wir alle mit Abstand am meisten Angst haben!!!!

Also Kopf hoch!

Grüße Richie

thphilipp
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Registriert: 2. November 2010, 07:17

Re: Keine wirklich gute Endosonografie

Beitrag von thphilipp » 11. September 2019, 18:06

Sag mal, hast Du eigentlich Symptome? Bin gerade im Urlaub und kann mir aktuell nicht alles durchlesen :)

Wenn das Punktat schon auffällig fetthaltig ist, vielleicht hast Du wirklich nur eine Lipomatose des Pankreas. Das ist nicht schlimm laut Literatur.

Hört sich doch alles so an! Was sagen denn CT oder MRCP?

Tomas von Hindenburg
Beiträge: 191
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Re: Keine wirklich gute Endosonografie

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 12. September 2019, 10:46

Guten Morgen,

Danke für Eure Posts.
Ich bin gestern sofort eingeschlafen. Nein es war der gleiche Untersucher Richie. Er sagte mir auch im Anschlussgespräch dass sich die Bauchspeicheldrüse verändert hätte und dass das ganze in einer Operation münden könnte. Man solle aber versuchen die Bauchspeicheldrüse so lange es nur geht im Körper zu lassen. Er sagte auch, noch würde es gehen und dass das ganze in einer chronischen Pankreatitis münden würde. Aber wenn ich es mir durchlese, dann liest es sich viel schlimmer als es im Gespräch erörtert wurde. Zumindest passt es aber zu meinen Schmerzen und der unerträglichen Übelkeit...
Fettstuhl habe ich ja schon lange. Soviel zu thphilipps Beitrag. In der Endosono vor einem Jahr war auch nur von einer Lipomatose die Rede. Ich denke schon dass es Richtung chr. Pankreatitis geht. Es passt ja auch zu meinen stärksten Schmerzen. Am liebsten würde ich noch eine Endosono bei einem anderen Arzt durchführen lassen. Aber damit werde ich wohl warten müssen, zumal der Untersucher auch einen sehr guten Ruf hat.
Ich finde es aber schon ein wenig merkwürdig, da ich vor ca. zwei Monaten ein CT hatte indem das Pankreas normwertig aussah. Aber da ist das CT dann doch sehr ungenau denke ich.

Viele Grüße
Tomas
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Oscar
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Registriert: 12. März 2019, 18:30

Re: Keine wirklich gute Endosonografie

Beitrag von Oscar » 14. September 2019, 20:54

Hallo Thomas
Es tut mit leid, das du so einen Mist durchmachen must, dennoch lass dir nochmal alles genau von deinem Arzt erklären, ich finde es grausam wenn man sich alles zusammenreimen muss und auch sehr belastend, deshalb verlange das sie dir alles erklären ich hoffe ganz doll auf ein nicht ganz so negatives Ergebnis. Bei mir ist auch bald ein Jahr rum und es steht wieder eine Endosono an. Hab schon bei dem Gedanken schwitzige Hände.

L. G.Oskar

Tomas von Hindenburg
Beiträge: 191
Registriert: 19. Oktober 2018, 09:37

Re: Keine wirklich gute Endosonografie

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 15. September 2019, 14:47

Guten Tag,

Danke Oscar!
Ja, ich habe schon eine E-Mail geschrieben, mal sehen was er antworten wird. Auch bin ich neugierig auf das Ergebnis im MRT, was allerdings erst gegen Ende des Jahres ansteht. Mal sehen inwieweit die Befunde miteinander korrelieren?
Was mich interessieren würde, ist, wie geht es eigentlich den Pankreatektomierten im großen und ganzen? Wie ist die Lebensqualität?
Ich stelle mir diese Frage, da der Arzt meinte, dass man das Organ dann irgendwann auch rausnehmen kann, dies allerdings der letzte Schritt wäre. Solch eine Aussage löst natürlich einiges aus. Und in meiner Situation überlege ich ob es besser ist die Schmerzen auszuhalten, die vermutlich im Laufe der Erkrankung noch schlimmer werden, oder ob es besser wäre sich irgendwann für die Operation zu entscheiden?
Was macht Ihr, die die unter starken Schmerzen leiden? Schafft Ihr es Euren Aufgaben nach zu gehen, macht Ihr Sport? Habt Ihr bessere und schlechtere Tage?

Viele Grüße
Tomas
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