Verdacht auf Nebengang-IPMN - Was ist zu tun?

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LuckyMint
Beiträge: 1
Registriert: 22. Mai 2020, 17:20

Verdacht auf Nebengang-IPMN - Was ist zu tun?

Beitrag von LuckyMint » 22. Mai 2020, 17:39

Liebes Forum,

ich hoffe auf eure Erfahrungen und euer Wissen.
Bei meinem Vater (73) wurden während eines KH aufenthalts zufällig via Endosonographie drei zystisch unregelmäßige, ca. 5 - 9 mm große Läsionen entdeckt.
Dazu heißt es weiter im Arztbrief: "[...] lobuliertes Pankreasgewebe [...] Eine Verbindung zum Duc. wirsungianus lässt sich nicht sicher herstellen. Der Duc. hep. communis hat einem regelhaften Verlauf ohne Hinweis auf eine Raumforderung oder Konkrement. Diagnise: Verdacht auf Nebengang IPMN. - - > MRCP ambulant."
Eine Punktion wurde nicht vorgenommen.
Mein Vater ist im Alter Diabetiker geworden. Leidet unter keinen Schmerzen oder anderen pankreastypischen Beschwerden.
Ich habe mich bereits etwas belesen, worum es sich bei einem IPMN handelt. Ich würde mich aber sehr freuen hierzu eure Einschätzung und Meinung zu hören.
Außerdem bin ich nun auf der Suche nach Ärzten im Raum Leipzig, die sich mit diesem Thema auskennen und zudem ein MRCP durchführen. Könnt ihr mir Empfehlungen geben?
Ich bin dankbar für jeden Hinweis, Tipp und Ratschlag.
Mein Vater unterschätzt leider die Diagnose bzw. verdrängt sie. Nun hängt es an mir, geeignete Ärzte für ihn zu finden, damit er eine anständige Behandlung erfährt. Das KH in dem er lag, schien diesbezüglich leider wenig ambitioniert.


Viele Grüße

LuckyMint

Carlos
Beiträge: 41
Registriert: 8. Oktober 2014, 22:07

Re: Verdacht auf Nebengang-IPMN - Was ist zu tun?

Beitrag von Carlos » 23. Mai 2020, 02:29

Hallo, grundsätzlich besteht die Gefahr bei den IPMNs, dass sie irgendwann bösartig werden können. Hierbei ist die Wahr. Im Seitengang deutlich geringer als im Hauptgang. Insofern würde ich alle 6 Monate ein MRT machen oder die Drüse auch mal endoskopisch untersuchen lassen. Eine Punktion würde ich nur bei einem wirklich erfahrenen Endoakopiker machen lassen.
Die Alternativen sind eigentlich nur beobachten oder operieren. Operieren würde ich bei deinem Vater zur Zeit ganz sicher nicht. Es gibt bestimmt Chirurgen, die sofort zu einer OP raten würden. Ich habe diese OP hinter mir und es ist eine wahnsinnige Tortur, die man wirklich nur machen sollte, wenn es gar nicht anders geht. Solange keine Probleme durch Pankreatitis oder sonstiges vorhanden sind, wäre meine Empfehlung erst einmal nur beobachten.
Alles Gute und viele Grüsse
Rasmus

Emilia812
Beiträge: 74
Registriert: 27. November 2018, 10:34

Re: Verdacht auf Nebengang-IPMN - Was ist zu tun?

Beitrag von Emilia812 » 23. Mai 2020, 10:55

Hi guten Morgen,

auch ich hatte ein IPMN in 2007 was sich innerhalb eines Jahres nicht veränderte und dann aber ganz schnell stellte sich eine Veränderung innerhalb von 3 Monaten ein. Untesuchungen in regelmäßigen 'Abständen in einem Pankreaszentrum einhalten, unbedingt. Wie gesagt die Dinger können ganz schnell ohne Beschwerden bösartig werden. Ich hatte überhaupt keine Beschwerden und auch durch Zufall die Diagnose. Gott sei Dank hab ich das ernst genommen und das sollte dein Vater auch. Bei meiner Mutter wurde vor Jahren eine IPMN fegestellt, hat sich nie verändert. Heute ist sie 97 und immer noch keine Veränderung. Bei meiner Tante (Schwester meiner Mutter), die gleiche Diagnose und eine Veränderung!!!! Nachgehen ich bin heute 73 und ich hatte vor 2 Jahren eine erneute IPMN und nun die ganze BSD raus. Mir geht soweit gut und ich kann gut mit umgehen. Unbedingt der Sache nachgehen und im Auge behalten. Vor 2 Jahren hatte ich auch keine Beschwerden und den Befund.

LG Emilia812

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