Entlassung aus KH

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Peery
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Entlassung aus KH

Beitrag von Peery » 22. Dezember 2018, 11:09

Ich würde gestern nach einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung und einen dreiwöchigen Aufenthalt im KH , entlassen. Ich habe immer noch erhebliche Schmerzen im Oberbauch . Antwort der Ärzte alle Blutwerte sind i.O.,CT auch und die Schmerzen könnten noch lange anhalten, im Übrigen würde ein Besuch beim Psychiater nicht Schäden( bilde mir alles nur ein).
Wie soll ich mich denn jetzt Verhalten ? Haben die Ärzte recht gehen die Schmerzen weg? Ehrlich gesagt habe ich ein bisschen Angst. Hat da jemand Erfahrung?
Vielleicht kann mir da jemand helfen?

Andi
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Re: Entlassung aus KH

Beitrag von Andi » 22. Dezember 2018, 13:11

Hallo,
Was war die Ursache der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung?
Lg Andi

Tomas von Hindenburg
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Re: Entlassung aus KH

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 22. Dezember 2018, 15:51

Guten Tag,

also ich kann nur von mir sprechen. Die Schmerzen gehen nicht weg, nur weil die Bauchspeicheldrüse wieder in der Bildgebung gut aussieht und alle Blutwerte in Ordnung sind. Ich hoffe bei Ihnen, dass die Schmerzen wieder weggehen. Das kann aber erst nach langer Dauer geschehen. Bei mir war es gut, dass ein Krankenhaus in dem ich lag, das Problem gut eingeschätzt hat und für mich einen Termin im hiesigen Schmerzzentrum vereinbart hat. Mit Schmerzen muss man nicht leben. Hier ist die Schulmedizin Gott sei Dank schon sehr weit, im Gegensatz zur Analyse der Bauchspeicheldrüse.
Psychotherapie ist auf jeden Fall hilfreich. Aber nicht um die Schmerzen in die psychosomatische Schublade zu packen, sondern als Unterstützung um mit der jetzigen Situation besser umzugehen.
Das ist meine Sicht der Situation.

Viele Grüße
Tomas von Hindenburg
Bevor Sie bei sich selbst eine schwere Depression oder Antriebsschwäche diagnostizieren, stellen Sie sicher, dass Sie nicht komplett von Arschlöchern umgeben sind. — „Siegmund Freud“

Aspiration
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Re: Entlassung aus KH

Beitrag von Aspiration » 22. Dezember 2018, 15:56

Es gibt Schmerzmittel, die die erste Zeit gut überbrücken sollten bis es wieder bergauf geht
Viele Grüße
Aspiration

veritas
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Re: Entlassung aus KH

Beitrag von veritas » 22. Dezember 2018, 22:25

Waren deine Blutwerte während deines ganzen Aufenthalts in Ordnung? Kommt die Diagnose der akuten Pankreatitis von dir oder von den Ärzten?

Peery
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Re: Entlassung aus KH

Beitrag von Peery » 27. Dezember 2018, 18:36

Die Ärzte haben anhand von CT eine akute Pankreatitis festgestellt die Entzündungswerte waren hoch. Danach würde ein Vergleichs CT ,eine Sonographie und mehrere Blutbilder gemacht und trotz Schmerzen entlassen.
Nun sind sieben Tage vergangen und ich habe immer noch erhebliche Schmerzen. Der Hausarzt wollte mich wieder einweisen,dass habe ich erst einmal abgelehnt. Momentan nehme ich Megamittel als Schmerzmittel und fühle mich hin und her geschoben und weiß nun nicht mehr genau wem ich denn nun Glauben schenken sollte . Die Angst vor schlimmeren ist unterschwellig immer mit von der Party

Aspiration
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Re: Entlassung aus KH

Beitrag von Aspiration » 28. Dezember 2018, 14:52

erstens: cool bleiben :daumenh: Stress ist wie Gift für die BSD.

Mich wundert noch immer, wieso du 3 Wochen im KH warst? wieso?

Das du mit Schmerzen entlassen wirst, ist völlig normal. Es gibt keinen Grund nur wegen Schmerzen im KH zu bleiben.
Was für Schmerzmittel nimmst du aktuell in welcher Dosis?

Wie sahen deine Blutwerte konkret denn aus?
Viele Grüße
Aspiration

Peery
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Re: Entlassung aus KH

Beitrag von Peery » 28. Dezember 2018, 15:11

Warum ich drei Wochen da drin war weiß ich nicht genau. Ich hatte den Eindruck das was ausgesessen werden sollte. Es ist viel mit der Nahrung probiert wurden. Überwiegend hing ich am Tropf und bekam 3x täglich eine Tasse Suppe. Zweimal bekam ich leichte Vollkost ,die ich nicht so gut vertragen habe. Immer wieder rechte Seite und dann langsam nach links Wandernd.
Wenn ich heute zu Hause esse kommt mir ständig Grieß,- oder Haferbreite wieder an und ich komme mir immer eine Zeitlang völlig aufgebläht vor.
Die Blutwerte haben sie leider nicht mitgeschickt. Es wurde immer gesagt keine Auffälligkeiten und keine Entzündungswerte.
An Medikamenten habe ich zur Zeit Novaminsulfon(Metamizol) 500 mg und Polamidon L .

Peery

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Aspiration
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Re: Entlassung aus KH

Beitrag von Aspiration » 28. Dezember 2018, 16:16

ohje... bist Du Privatpatient?

Ich habe bereits viel gelesen und viel getestet und kann nur sagen, es ist nicht gut auf Dauer einseitig und erst recht nur Suppen oder Sonstiges zu essen. Ansonsten wird der Weg zur Normalität immer schwieriger. Wahrscheinlich weil die BSD nicht mehr gewohnt ist. Ich bin jedoch kein Arzt. Ich habe jedoch selbst auf der Intensivstation relativ zeitnah vernünftiges Essen erhalten. Die KH sind hier jedoch sehr verschiedenen. Normal muss man am zweiten Tag schon eher um Brot betteln damit man es bekommt :lachen: Hier bestehe ich bis heute aber immer auf Weißbrot und kein Vollkorn. Letzteres ist einfach schwer verdaulich. Aufgrund meiner Diagnose ist es jedoch wahrscheinlich, dass ich nicht auf das Essen direkt reagiere.

Wie extrem ist ist das "völlig aufgebläht" sein? Ich habe das stets bei einer Entzündung. Während meiner schweren Phase hatte ich das ebenfalls über einen langen Zeitraum, wie als wäre ich schwanger (und nein, ich bin nämlich ein Mann - haha).

Besorge Dir auf jeden Fall die kompletten Unterlagen, Arztberichte, Laborwerte, usw. !!!

Novaminsulfon nutzte ich ebenfalls in Schmerzphasen, wirkt jedoch nur bis zu einem gewissen Grad, auch bei Erhöhung der Dosis. Mit Polamidon L hatte ich bisher noch keine Berührungspunkte bei der ambulanten Medikation.

Wie ist der Plan bei dir und deinem Hausarzt? Wie soll es weitergehen? Wurden seit der Entlassung erneut Blutwerte bestimmt?
Viele Grüße
Aspiration

Peery
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Re: Entlassung aus KH

Beitrag von Peery » 28. Dezember 2018, 16:46

Vielen Dank für die Antwort. Nein zum Glück bin kein Privatpatient.Bei der Medikation mit Metamizol ist wirklich nur begrenzte Wirkung da. Einen Plan gibt es noch nicht. Ich habe am 30.01.2019 Termin beim Hausarzt.

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