Vom Reflux zum Enzymmangel

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Hagemax
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von Hagemax » 24. Mai 2022, 11:09

Hallo Turnschuh,
ein niedriger Vitamin D Spiegel ist in unseren
Breitengraden nichts ungewöhliches. Ich würde
Dir empfehlen mit Vit D Tabletten zusammen
mit Vit K zu ergänzen. 2000er Einheiten pro Tag.
Die anderen Vitamine sind recht teuer aber kann
sicherlich nicht schaden diese auch einmal zu testen falls die Mangelsympthome hast.
vg

turnschuh
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von turnschuh » 1. Juni 2022, 08:29

Hallo,

also ich nehme jetzt seit ca. 13 Tage Kreon 35.000 jeweils 1-5 zum essen. Außer das sich der Stuhl subjektiv verbessert hat und nicht mehr so übel riecht merke ich aber nicht das mein Körper wieder mehr Fett aufnehmen würde, ich zunehme oder sich etwas an den Schmerzen ändert. Meine Haut wird auch immer trockener.

Ich esse 5-6 mal am Tag, jeweils kleine Portionen, mehr oder weniger Abwechslungsreich ohne Milchprodukte.
Habe aber immer noch das Problem das ich an manchen Tagen Abends dann zu viel im Bauch habe (Magen, Darm, wo genau kann nicht nicht sagen) und es anfängt zu schmerzen. Dann verliere ich wieder den Hunger für 1-2 Tage und mühsam erarbeiteten Gramm sind wieder weg.

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3664645
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von 3664645 » 1. Juni 2022, 13:14

Hallo,

du musst Geduld haben. Gewichtszunahme dauert einfach seine Zeit. Ich versuche das schon fast zwei Jahren und mit mäßigem Erfolg.

Was isst du denn? Gibt es dir genügend Kalorien ohne den Darm überzureizen? Also mir hat die Methode häufig zu essen eher nicht geholfen, zumindest nicht als starre Regel. Hatte dann das Gefühl Darm muss viel mehr arbeiten und war eher irrtiert. Ich esse z.B. zwei Mahlzeiten, die mich sattmachen in einem Zeitfenster von etwa 5 Stunden. Vorher und dazwischen seltenst und danach gar nichts mehr. Versuche deinen Rhytmus zu finden.

Supplementierst du die fettlöslichen Vitamine?
Beste Grüße Dominik

turnschuh
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von turnschuh » 3. Juni 2022, 09:22

Hallo,

anbei ein Beispiele:

1. Müsli mit Hafermilch
2. Scheibe Brot mit Honig
3. Kartoffeln mit Ei
4. Hafershake (Hafermilch, Haferflocken, Honig, Ingwer, Leinsamen)
5. Reis mit Gemüse

Vitamin D habe ich verschrieben bekommen, ansonsten noch nichts, da auch noch nicht getestet wurde ob noch irgendwo ein Mangel besteht. Eine weitere Blutabnahme verkrafte ich aktuell nicht.

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3664645
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von 3664645 » 4. Juni 2022, 07:52

Hallo,

zum Zunehmen sind die genannten Mahlzeiten echt gut, aber in Teilen zu schwer verdaulich mit Pankreasproblemen.
Vielleicht auch ein Bisschen zu viele Ballaststoffe. Insbesondere die ungekochten Cerealien.

Bei dem Vitamin D ist es wichtig auch Vitamin K einzunehmen. Du kannst als chronischer Patient ohne Sorge 5000 iE täglich nehmen.
Außerdem ist auch die Verwertung von B12 eine andere bei EPI, da solltest du auch nachfüllen. Vor allem, wenn es um das Thema Schmerz und Verdauung geht. Eine Überdosis kann hier nicht passieren, da überflüssiges ausgeschieden. Bei Vitamin A musst du vorsichtig sein, aber du kannst auch die Vorstufe von Betacarotin nehmen auch da wird das Überflüssige vom Körper ausgeschieden.
Beste Grüße Dominik

turnschuh
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von turnschuh » 19. Juni 2022, 10:10

Hallo Zusammen,

anbei ein kleines update von meiner Seite. Ich hatte leider wieder einen starken Rückfall der Gastritis/Reflux obwohl ich eigentlich nicht wirklich etwas gegessen habe das dies verursachen könnte. Dadurch bin ich vom Gewicht wieder abgestürzt, auch die Stühle wurden wieder schlechter, trotz doppelter Kreon dosis.

Ich musste dann die PPI Therapie wieder beginnen, was allerdings auch hinsichtlich der Wirksamkein von Kreon wohl angebracht war. Dh. aktuell nehme ich Kreon 35.000 plus Pantoprazol 40mg. Ich erhoffe mir dadurch etwas mehr wirksamkeit, langsam trocknen meine Hände schon total aus.
Erst vor kurzem bin ich darauf gestoßen das (u.a) die Bauchspeicheldrüse auch für die Produktion von Gastrin, welches die Magensäure steuert(?) zuständig ist, dh. das würde auf jedenfall in mein Beschwerdebild passen.

Danke für den Tipp bzgl. Balassststoffe, es gibt tatsächlich die Empfehlung viel Kohlenhydrate, Eiweiß und wenig Ballaststoffe (was auch sinn macht wenn man 5-8 mal am Tag essen soll und nur kleine Portionen).
Was mir auch noch Probleme bereitet (vorallem bei der Einname von PPI) sind Lebensmittel die blähend wirkend. Fleisch, Milch, Eier gehen ja schon lange nicht mehr aufgrund der damit verbundenen Schmerzen.
Was bleibt da noch viel übrig zum essen? Gibt es irgendwo eine Liste mit Bildern oder ähnliche Unterlagen bzgl. einer Pankreas ernährung?

Ansonsten habe ich auch noch herrausgefunden das ich sehr oft unterzuckert bin. Vorallem wenn ich etwas mit viel Zucker esse, stürzt mein Blutzucker 1-2std nach dem Essen total ab und ich habe Kopfschmerzen, Müdigkeit, Sehschwächen.

Anbei noch die Rückmeldung einer Pankreas Klinik, für mich leider nicht sehr hilfreich:
Die Unterlagen wurden von uns durchgesehen, die MRT-Aufnahmen vom 11.05.2022 gemeinsam mit unseren radiologischen Kollegen. Hierbei zeigt sich keine Auffälligkeit im abgebildeten Abdomen, insbesondere ist das Pankreas normal, ohne Hinweis auf einen Tumor, eine Entzündung oder Gangunregelmäßigkeit. Der Pankreasschwanz erscheint etwas kräftiger als das restliche Parenchym, am Ehesten altersentsprechend.
Der Patient beschreibt in einem 4-seitigen Begleitbrief Beschwerden seit Ende eines Kroatienurlaubes im August vergangenen Jahres. Im September unauffällige Laborparameter (Lipase, Amylase nicht bestimmt). Gastroskopisch im September 2021 die Diagnose einer Refluxösophagitis und einer chronischen Typ-C-Gastritis. Die Einnahme von Pantoprazol wurde auf eigenes Bestreben nach 4 Monaten abgesetzt. Auch eine ausgedehnte Ernährungsumstellung führte zu keiner Besserung der Beschwerden, verständlicherweise jedoch zu einer weiteren Gewichtsabnahme auf aktuell 48 kg/168 cm. Im Mai dieses Jahres erfolgte eine weitere Abklärung mit erneuter Magenspiegelung, Darmspiegelung sowie MRT des Abdomens. Die Bestimmung der Stuhlelastase zeigte deutlich erniedrigte Werte. Sofern diese aus festem Stuhl entnommen wurde, liegt eine exokrine Pankreasinsuffizienz vor, ohne dass sich hierzu ein bildmorphologisches Korrelat zeigt.


Wir empfehlen die Einnahme von Pankreasenzymen auf tierischer Basis (z. B. Kreon). Nortase (pflanzlich), wie vom Patienten derzeit auf eigenes Bestreben eingenommen, ist hier üblicherweise nicht zielführend. Die Dosierung muss individuell herausgefunden werden, üblicherweise richtet man sich hierbei nach dem Auftreten von Durchfällen, die von dem Patienten jedoch nicht beschrieben werden. Somit ist die Gewichtsabnahme vermutlich am Ehesten auf die geänderten Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen, sollten aber ggf stationär
·abgeklärt werden bei aktuell 48kg/Körpergröße 168cm!.
zusammengefasst ergibt kein Anhalt für eine bildmorphologische Pankreaserkrankung. Sollte die konsequente Behandlung der exokrinen Pankreasinsuffizienz nicht zu einer deutlichen Gewichtszunahme führen, bitten wir um weitere heimatnahe Abklärung, ggf. Führen eines Ernährungstagebuchs etc. bzw. um rechtzeitige stationäre Abklärung/parenterale Ernährung, falls
notwendig.

KleinerSchrank
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von KleinerSchrank » 19. Juni 2022, 10:30

Hallo,
du solltest deine Elastase noch 3 mal im Stuhl messen lassen um wirklich abzuklären, ob du eine exokrine insuffizienz hast. Eine EINMALIGE MESSUNG reicht nicht aus! Dann wieder bitte hier melden.

turnschuh
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von turnschuh » 19. Juni 2022, 10:36

Hallo,

danke für die Info, ich hatte die Werte zweimal prüfen lassen einmal 25 und einmalg 43. Ein drittes mal habe ich noch vor in ca 3 Wochen. Das sind jedoch nicht die einzigen Beschwerden. Ich habe zusätzliche noch übelriechende, schwimmende Stuhlgänge wenn ich etwas Fett (z.B. Brot mit Butter) zu mir nehme und starke schmerzen bei zu viel Essen oder Fettreichem essen (z.B. Etwas Lachs oder etwas grillfleisch zum Reis/Brot).

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3664645
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von 3664645 » 19. Juni 2022, 11:05

Hallo,

das mit den Zuckerschwankungen habe ich auch oft bei den Hafermahlzeiten, aber nicht immer. Da gilt es wirklich auszuprobieren, wie viel und wie oft.

Refluxbeschwerden können bei Magensäuremangel und -überschuss entstehen. Mit den PPIs tust du dir echt keinen Gefallen. Versuche mal natürliche Mittel zu nehmen.
Beste Grüße Dominik

KleinerSchrank
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von KleinerSchrank » 19. Juni 2022, 13:09

Hallo,
wurdest du schon auf Zöliakie untersucht? Okay woher kommt den die EPI laut Pankreaszentrum. SIe sagen, deine Pankreas funktioniert nicht mehr richtig da sie auch zustimmen, dass du eine EPI hast. Anderseits haben sie auch keine Lösung.

Probiere Nortase das hilft viel besser als Pangrol und Kreon insbesondere wenn die EPI so stark ist.

Deine Lipase im Blut war auch schon mal höher als der Referenzbereich oder?

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