HILFE..Grosse Angst davor Krebs zu haben

(zystische Pankreastumore und neuroendokrine Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse)

Mit diesem Diskussionsforum, das wir hier als weitere Säule des AdP- Forums zur Verfügung stellen, geben wir Ihnen die Gelegenheit, sich über Seltene Tumore an der Bauchspeicheldrüse untereinander und/oder im Bedarfsfall auch mit Herrn Prof. Dr. Marco Siech (marco.siech@ostalb-klinikum.de) auszutauschen. Beiträge, die keinen Bezug zu dieser besonderen Thematik haben, müssen wir leider ohne weitere Ankündigung entfernen bzw. verschieben.
Lonka
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Re: HILFE..Grosse Angst davor Krebs zu haben

Beitrag von Lonka » 25. Juni 2020, 22:19

Jetzt bereite ich mich auf meine OP Masektomie in sechs Wochen vor.

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Re: HILFE..Grosse Angst davor Krebs zu haben

Beitrag von Lonka » 9. September 2020, 19:07

ich habe mir eine zweite Meinung von Prof.Michael Heise Sana Klinikum Lichtenberg eingeholt....kann man unter dem Beitrag Pacreasyzsten nachlesen.Es wird jetzt eine Endosonographie gemacht und eine Punktierung versucht. Blutwerte wurden ebenfalls abgenommen.......ich kann nur sagen ganz anders als in der Charite....da hat man mich und meinen Befund nicht so ernst genommen.....das Gefühl hatte ich jedenfalls.Ich habe Riesenangst und es geht mir mittlerweile gar nicht gut....kann sein das das die Angst macht.Ich lasse nichts unversucht und hoffe doch das es nur eine Seriöse Zyste ist...und somit das Entartungsrisiko sehr sehr gering ist. :daumenh:

Lonka
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Re: HILFE..Grosse Angst davor Krebs zu haben

Beitrag von Lonka » 21. September 2020, 22:07

ich war heute zur Endosonographie bei Prof.Heise...er hat mir nach der Untersuchung gesagt das er sehr lange nach den Zysten gesucht hat...wenn er nicht gewusst hätte das ich deswegen komme wären sie im höchstwahrscheinlich durch die Lappen gegangen...weil sie so klein sind.Er meinte auch das sie wahrscheinlich auch schon im letzten Jahr da waren aber in der Endosonographie nicht entdeckt wurde da viel zu klein...es wurde ja die Endosono zum Ausschluss eines Tumors gemacht da ich PALB2 Mutationsträgerin bin.Er konnte die Zysten auch nicht punktierend viel zu klein.Und er konnte mir auch nicht sagen was es genau für Zysten sind.Nach dem dem Befund des MRT,so hat mir Prof.Heise erklärt könnte die Zyste einen Bezug zum Nebengang haben,das wäre möglich aber da man derzeit nicht genau weiß was das für Zysten sind kann er sich da nicht festlegen.
ich schreibe Euch mal was der über die Zysten geschrieben hat im Befund. Im Proc.Uncinatus neben der Mündung des D.pancreaticus in der Papillenregion stellt sich ein winziger mikrozystischer Prozess dar.max.4,5 mm, der aus kleinen Einzelzysten besteht.In der dorsalen Anlage des Pancreaskopfes befinden sich zwei weitere zartwandige Mikrozysten von 2,7 mm und 4,3 mm.Kein Nachweis einer soliden Pancreasläsion,kein Nachweis Tumor.Tumormarker und Pancreaswerte alle unauffällig.
Der Prof.meinte das ein Viertel aller Menschen solche Zysten im Pancreas haben... und ich dachte immer die sind selten.
Kontrolle MRT oder EUS in einem Jahr.
Das ist mir natürlich viel zu lange....ich werde das halbjährlich kontrollieren lassen.

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Re: HILFE..Grosse Angst davor Krebs zu haben

Beitrag von hope2020 » 11. Oktober 2020, 15:31

Dein letzter Beitrag beruhigt mich etwas, man steigert sich über google und co immer so sehr hinein... komme teils aus dem Nachdenken nicht raus. Aber erst der Befund gibt einem wohl die Gewissheit.

Lonka
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Re: HILFE..Grosse Angst davor Krebs zu haben

Beitrag von Lonka » 1. November 2020, 20:31

Ich bin derzeit nur am Zittern....ich habe Alles wirklich Alles über diese IPNM und über BSDK gelesen was ich im Netz finden konnte und ich bin einfach nur noch am Heulen...dadurch das ich eine pathogene Mutation des Gen Palb 2 trage habe ich ja schon mal ein erhöhtes Risiko, man schätzt zwischen 3-7 Prozent ein Pancrascarcinom zu entwickeln.Nun wurden im Juni diese noch sehr kleinen Zysten gefunden, am Pancraskopf und am Hakenfortsatz.Ich habe einfach nur noch nackte Angst!!!!!Am liebsten würde ich sofort eine OP machen lassen um diese Dinger raus zu haben.Meine Angst vor Krebs ist viel größer als die Angst vor einer OP.
Am Freitag habe ich ja nochmal einen Termin im Pancreascentrum Sana Klinikum.Ich hoffe die können mir sagen was ich noch machen kann ausser warten das die Dinger wachsen.Das halte ich nicht aus!!! Ich war eh schon jetzt ein Jahr lang in Psychotherapie wegen der Genmutation...meine Mutter und meine Cousine entwickelten dadurch aggressiven BK und sind daran verstorben.Daher habe ich mich masektomieren lassen beidseits mit gleichzeitigem Aufbau, um keinen BK zu bekommen.Jetzt droht die Gefahr aus der anderen Richtung.Es ist einfach nur Scheiße....Sorry.

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Re: HILFE..Grosse Angst davor Krebs zu haben

Beitrag von wasistes » 4. November 2020, 16:15

Hallo Lonka

bei meiner Mutter wurden auch mehrere sehr kleine Zysten im MRT gefunden, ohne Gangbezug.
Zittere daher auch gerade. Allerdings sollte es sich um IPMNs handeln, kann man die wohl statistisch gesehen recht verlässig nach Fukuoka Kriterien beurteilen.
Gefährlich sind dann insbesondere die IPMNs vom Hauptgang-Typ die eine sehr hohe Entartungstendez haben, die vom Nebengangtyp entarten mit einer deutlich geringeren Wahrscheinlichkeit und gehören engmaschig kontrolliert (3-6 Monate).
Was die Häufigkeit des Auftretens solcher Zysten angeht habe ich aber andere Zahlen gelesen:
Zystische Läsionen im und ums Pankreas werden in ca. 2 – 3% der Bevölkerung zufällig in einem Schnittbildverfahren entdeckt.
„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

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Re: HILFE..Grosse Angst davor Krebs zu haben

Beitrag von Lonka » 4. November 2020, 19:10

Ich habe am Freitag ja. nochmal einen Termin im Pancreascentrum.
Ich habe gestern den OP Bericht meiner Schwester von vor über 15 Jahren gelesen...es war kein NET, es war ein Tumor unklarer Genese mit ausufernden Rändern...im Schnellschnitt während der OP bösartig, daher wurde sie radikal operiert, in der Histologie jedoch war er nicht mehr bösartig.Die Histologie wurde danach noch in zwei anderen Labors untersucht um ganz sicher zu gehen, es blieb bei dem Ergebnis..nicht bösartig.Die Ärzte, sie wurde damals von Dr.Vogelsang in München operiert konnten diesen Tumor nicht Einordnen und wussten nicht was das für eine Art Tumor ist.Sie haben Proben sogar davon nach Amerika geschickt an die Mayo Clinic...und die haben geschrieben das es eine ganz seltene bisher nur 5mal weltweit vorkommende Entität sein.
Irgendwie krass....Der Tumor wurde durch Zufall beim US entdeckt und war 1 cm groß.Alle sind davon ausgegangen das er bösartig ist, sie war zu diesem Zeitpunkt 33 Jahre alt.

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Re: HILFE..Grosse Angst davor Krebs zu haben

Beitrag von Juli21 » 14. Februar 2021, 15:43

Lonka hat geschrieben:
23. Juni 2020, 17:39
so, der Arzt aus dem Pacreascentrum hat mich heute morgen angerufen...er hat sich die CD des MRT angeschaut zusammen mit dem Proff.Bahra und hat gesagt das das völlig unauffällig ausschaut und sehr sehr klein ist.Er würde da gar nix machen erstmal.Da ich aber so ein Angsthase bin und auch noch eine gewisse genetische Veranlagung trage soll ich in 6 Monaten nochmal zum MRT kommen um zu schauen ob die Zone größer geworden ist.es soll eine Seriöse Zystische Zone sein mit der typischen Wabenstruktur.Ich werde das so machen und weiter Berichten hier.....es muss nicht gleich immer Krebs sein, das habe ich mal wieder gelernt..anber man sollte immer aufmerksam sein und regelmässige Untersuchungen machen.
Ich wünsche ALLEN hier im Forum das Beste und viel Gesundheit.
Das freut mich sehr zu lesen, dass das Ergebnis positiv ausgefallen ist. Aber es ist immer gut, sich untersuchen zu lassen. Man weiss ja nie. Meine Mutter ist leider an Krebs verstorben. Einige Symptome waren zwar da, aber für uns nicht offensichtlich. Daher hat man ihn leider zu spät entdeckt. Aus diesem Grund lasse ich mich jedes Jahr regelmässig untersuchen, was ich vorher nie gemacht habe. Man selbst denkt ja immer: so lange man keine Schmerzen hat, wie es schon nichts geben und dann kann es oft genau das Gegenteil sein. Vor der jährlichen Untersuchung bin ich zwar immer recht nervös, aber bisher waren alle Werte gut.
Euch allen wünsche ich auch nur das Beste und bleibt gesund!

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