Hat jemand schon Erfahrungen gemacht?

(zystische Pankreastumore und neuroendokrine Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse)

Mit diesem Diskussionsforum, das wir hier als weitere Säule des AdP- Forums zur Verfügung stellen, geben wir Ihnen die Gelegenheit, sich über Seltene Tumore an der Bauchspeicheldrüse untereinander und/oder im Bedarfsfall auch mit Herrn Prof. Dr. Marco Siech (marco.siech@ostalb-klinikum.de) bzw. Herrn Prof. Dr. Rainer Klapdor (Prof.Klapdor@t-online.de) auszutauschen. Beiträge, die keinen Bezug zu dieser besonderen Thematik haben, müssen wir leider ohne weitere Ankündigung entfernen bzw. verschieben.
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wheyjoo
Beiträge: 1
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Hat jemand schon Erfahrungen gemacht?

Beitrag von wheyjoo » 5. Januar 2018, 10:34

Hallo.
Ich habe mir einige Beiträge hier unter "Seltene Tumore der Bauchspeicheldrüse" bereits durchgelesen.
Da die meisten Themen schon eine Weile zurück liegen hoffe ich, dass dennoch jemand mit evtl. Erfahrungen auf mein Thema hier aufmerksam wird und vielleicht etwas aus Erfahrung sagen kann ..

Mitte November bin ich mit meiner Mama ins Krankenhaus gefahren, da sie starke Schmerzen im Oberbauch hatte und nach einigen Tagen gelb im Gesicht und in den Augen wurde.
Der Hausarzt hat beim Ultraschall wohl Gallensteine gesehen und uns sofort ins Krankenhaus geschickt.
Dann, im Krankenhaus sagte man uns das keine Gallensteine zu sehen wären.
Daraufhin wurden sämtliche Untersuchungen gemacht und es hat sich herausgestellt, dass die Gallenflüssigkeit nicht mehr richtig abfließen konnte.
Beim CT Abdomen wurde dann etwas im Kopf der BSD gesehen. (Proben waren nicht maligne, also gutartig)
Zudem stellte man bei einer Magenspiegelung fest, dass sie eine starke Magenschleimhautentzündung hat.
Nachdem ein Stent in den Gallengang gesetzt wurde ging es dir von Tag zu Tag besser.
Die letzten Wochen hatte sie keinerlei Beschwerden und bei den folgenden CTs wurde keine Veränderung festgestellt.
Am Anfang, beim ersten CT sagte man uns, dass die Ärzte den Verdacht auf eine Autoimmunpankreatitis hätten.
Im Falle eines Falles es wäre so, müsste sich die "Raumforderung" im Kopf verkleinern durch Cortison.
Dies war allerdings nicht der Fall.
Weder in der Leber, noch in der Galle oder sonst wo wurden Metasthasen entdeckt, sie wurde immer auf den Kopf gestellt und auch die Blutwerte sind alle in Ordnung.
Der Professor, bei welchem wir vor ca. 3 Wochen ein Gespräch hatten sagte uns es sei besser, eine Whipple OP durchzuführen, da die Ärzte nicht wissen wo sie dran sind.
Heute ist der Tag der OP und meine Mama wurde heute Morgen um 8 Uhr für die OP vorbereitet.
Somit wird die OP jetzt wohl laufen und ich warte auf den Anruf, wenn sie fertig ist.
Man kann sagen, dass es ca. 5 Tage dauern wird, bis die Proben komplett da sind jetzt nach der OP.
Dieses Ungewisse macht einen einfach fertig..

.. Und was das Thema mit der (Autoimmun) Pankreatitis betrifft
Ich habe im Internet von einem Fall gelesen, wo ein Mann ins Krankenhaus kam, mit einem schmerzlosen Ikterus, gutem AZ. Bei ihm wurde auch eine Whipple OP durchgeführt, allerdings stand dort, dass er Cortison bekommen hat, nachdem er operiert wurde und die Probe des Tumors ergeben hat, dass es sich um einen "Pseudotumor" handelte, der auf Grund dieser Pankreatitis zu stande kam..

Ich hoffe mir kann jemand helfen, vielleicht ist hier ja jemand, der die gleichen Erfahrungen gemacht hat..
Danke auf jeden Fall vorab für die Infos ....

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Alkazzar
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Re: Hat jemand schon Erfahrungen gemacht?

Beitrag von Alkazzar » 5. Januar 2018, 13:22

Autoimmun Pankreatitis kann meines Wissen nach mit einem Labortest geprüft werden, wurde bei mir auch gemacht..

Generell erinnert die "Laufbahn" deiner Mutter stark an meine.. Gleiche Anfangsverdacht mit Gallensteinen.. mehrfach per MRCP und Sono auf die suche nach Steinen gegangen um dann nach x Tagen Stationären Aufenthalt Gewebe an der Bauchspeicheldrüse zu finden das sich dann ganz am ende als ein Adenokarzinom herausgestellt hat obwohl vorige entnommene Gewebeproben gutartigen waren, daher ist im Zweifelsfall die Entscheidung für eine OP die sicherste Wahl da man wirklich erst wenn alles entfernt wurde und der Pathologe sich es unter dem Mikroskop anschaut man mit Gewissheit sagen kann ob es gutartig oder bösartig ist.

ich drück euch die daumen das deine mutter die OP gut übersteht.

thphilipp
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Re: Hat jemand schon Erfahrungen gemacht?

Beitrag von thphilipp » 8. Januar 2018, 15:31

Hallo,

wie geht es Deiner Mama jetzt? Hoffe sie hat alles gut überstanden?

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