8 mm Zyste

(zystische Pankreastumore und neuroendokrine Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse)

Mit diesem Diskussionsforum, das wir hier als weitere Säule des AdP- Forums zur Verfügung stellen, geben wir Ihnen die Gelegenheit, sich über Seltene Tumore an der Bauchspeicheldrüse untereinander und/oder im Bedarfsfall auch mit Herrn Prof. Dr. Marco Siech (marco.siech@ostalb-klinikum.de) bzw. Herrn Prof. Dr. Rainer Klapdor (Prof.Klapdor@t-online.de) auszutauschen. Beiträge, die keinen Bezug zu dieser besonderen Thematik haben, müssen wir leider ohne weitere Ankündigung entfernen bzw. verschieben.
Debbie
Beiträge: 15
Registriert: 20. Mai 2018, 09:39

8 mm Zyste

Beitrag von Debbie » 4. Juni 2018, 13:24

Guten Tag zusammen,

ich lese seit ein paar Wochen hier still mit und möchte allen recht herzlich danken, die hier so vielseitig helfen und unterstützen. Ein tolles Forum!

Heute hatte ich meine Endosonographie. Am Donnerstag folgt das MRT.

Estmal bin ich beruhigt, würde aber gerne eure Meinung dazu hören.

Beurteilung: blande kleine 8mm zystische RF am Corpus/Schwanzübergang. Diese ist glatt begrenzt ohne Wand und weist eine Assoziation zum Hauptgang auf. Keine soliden Anteile. Das Parenchym und der Gang sind im übrigen unauffällig.
Einen sicheren Anhalt für ein IPMN ergibt sich nicht,
NB Hämatin belegte Antrumläsionen.

Kontrolle in 1 Jahr erforderlich

Der Prof. meinte ich solle die Zyste jetzt erstmal vergessen, da wäre nix.

Jetzt habe ich hier sooft gelesen, daß man sich vergewissern soll bei einem Spezialisten. Wäre das auch bei einer kleinen Zyste von diesen besagen 8mm gegeben?
Der Gastrologe hatte beim normalen Ultraschall 6 mm gemessen, der Prof. meinte das die Endosono genauer wäre, die Zyste wäre jetzt nicht innerhalb von 3 Wochen gewachsen.

Wäre lieb wenn ihr mir hierzu Eure Meinung sagen könntet.
Ich bin übrigens 42 Jahre, habe Zwillinge und habe auch schon immer mit Zysten zu tun gehabt. Zwar nur in den Eierstöcken und in der Leber, aber vielleicht macht mein Körper einfach ab und an solche Dinger ??
Kann die Zyste sich noch "auflösen"?
Wenn ich das auch richtig interpretiere, dann konnte die Zyste jetzt auch nicht klassifiziert werden, oder?
Und, eine letzte Fragen :-) was heißt "Assoziation zum Hauptgang" ?

Vielen lieben Dank für ein wenig Aufklärung !!

Benutzeravatar
Alkazzar
Beiträge: 160
Registriert: 5. Oktober 2017, 16:24

Re: 8 mm Zyste

Beitrag von Alkazzar » 4. Juni 2018, 14:38

hat die Zyste denn bei dir schon Probleme ( Symptome) verursacht? oder was war der Auslöser für diese Untersuchungen?
Denn rein vom Befund her (Größe, Lage, "Konsistenz") ist die Zyste erstmal unbedenklich und sollte maximal auf lange Sicht überwacht werden. ( daher auch die Empfehlung in einem Jahr nochmals zu gucken ob eine Veränderung vorliegt)

Anders empfinde ich es wenn die Zyste bereits zu Einbußen der Lebensqualität führt.

Kann die Zyste sich noch "auflösen"? eher unwahrscheinlich. Sie kann aber in ihrem jetzigen zustand verbleiben und nicht weiter wachsen/ sich verändern.

was heißt "Assoziation zum Hauptgang" ?
Heisst auf gut deutsch das die Zyste nicht den Hauptgang des Pankreas blockiert/abdrückt.

Debbie
Beiträge: 15
Registriert: 20. Mai 2018, 09:39

Re: 8 mm Zyste

Beitrag von Debbie » 4. Juni 2018, 16:03

Vielen Dank schon mal für das Übersetzen :-)
Lt dem Gastrologen kann diese Zyste keine Beschwerden ausüben??
Zum Gastrologen bin ich gegangen, da ich seit ca 3 Jahren immer wieder mit meiner Galle zu tun habe. Blutwerte immer top, allerdings Grieß und ein Stein. Zuvor war es immer mal Übelkeit, aber seit ein paar Monaten habe ich einen konstanten Druck unter dem rechten Rippenbogen. Der ist mal stärker, mal schwächer und auch mal nicht da, aber täglich...... Bei der Ultraschall Untersuchung wurde die Zyste entdeckt und sollte weiter abgeklärt werden. Mein Hausarzt hat ständig Ultraschall gemacht, aber nie eine Zyste im Pankreas gefunden.
Beim Osteopathen bin ich 2 mal im Jahr wg. Der Galle. Er sagt die Bänder sind zu straff, kommt vom schiefen Becken....

Benutzeravatar
Alkazzar
Beiträge: 160
Registriert: 5. Oktober 2017, 16:24

Re: 8 mm Zyste

Beitrag von Alkazzar » 4. Juni 2018, 17:39

Debbie hat geschrieben:
4. Juni 2018, 16:03
Vielen Dank schon mal für das Übersetzen :-)
Lt dem Gastrologen kann diese Zyste keine Beschwerden ausüben??


im Normalfall sollte sie nicht nein, aber dein Oberbauchgefühl unter dem Rippenbogen ist schon etwas was in richtung BSD gehen kann.. aber damit kann man denke ich leben..
Debbie hat geschrieben:
4. Juni 2018, 16:03
Zuvor war es immer mal Übelkeit, aber seit ein paar Monaten habe ich einen konstanten Druck unter dem rechten Rippenbogen. Der ist mal stärker, mal schwächer und auch mal nicht da, aber täglich......


Übelkeit ist kein Symptom was von der BSD kommt. das Druckgefühl kann schon eher in die Richtung gehen..
Elastase könnte man bei dir mal noch bestimmen lassen um zu gucken ob die Zyste Auswirkung auf die endokrine Funktion hat.
Debbie hat geschrieben:
4. Juni 2018, 16:03
Bei der Ultraschall Untersuchung wurde die Zyste entdeckt und sollte weiter abgeklärt werden. Mein Hausarzt hat ständig Ultraschall gemacht, aber nie eine Zyste im Pankreas gefunden.


einen Zyste in der größe im Ultraschall zu sehen ist auch schwierig und kann schon fast als Zufallstreffer verbucht werden.
Debbie hat geschrieben:
4. Juni 2018, 16:03
Beim Osteopathen bin ich 2 mal im Jahr wg. Der Galle. Er sagt die Bänder sind zu straff, kommt vom schiefen Becken....
höre ich zum ersten mal das es da ein zusammenhang geben kann.. aber man lernt ja nie aus :D

Debbie
Beiträge: 15
Registriert: 20. Mai 2018, 09:39

Re: 8 mm Zyste

Beitrag von Debbie » 4. Juni 2018, 19:41

Die osteopathische Seite habe ich nach der Geburt der Zwillinge zu schätzen gelernt.... Was die Galle angeht, fühlt er die Spannung und den Druck. Von Geburt habe ich ein schiefes Becken, wie die meisten Menschen. Durch die Schwangerschaft ist das Becken zusätzlich nach vorne gekippt. Dadurch kommt es zu Verspannungen,.. Die man natürlich mit konsequenten Dehnübungen und ab und an ein paar fachmännischen Handgriffen gut hinbekommt :-) ich kann den Gang zu einem guten! Osteopathen immer nur wieder jeden ans Herz legen.

Falls ich noch was fragen darf... Kann eine kleine Zyste bereits kategorisiert werden? Der heutige Befund ergab ja, das es keinen sicheren Anhalt für Ipmn ergeben hat. Das heißt aber auch gleichzeitig das es nicht ausgeschlossen werden konnte, oder? Im Bericht steht noch, dass die zyste keine Wand hat... Ist das nicht ein Zeichen für eine pseudozyste?

Wg der elastase werde ich den gastrologen nochmals befragen, habe allerdings das Gefühl, das meine Ärzte meine Unruhe als "übertrieben" abtun...

Aufjedenfall war ich heute schon ein wenig beruhigter als noch gestern :-) habe auch eine "nette" aktuelle Studie über unauffällige zysten im Pankreas gefunden, die besagt, dass es durch die immer besser werdenen bildgebenden Verfahren zu immer mehr zufällig diagnostizieren Zysten kommt.. Diese Studie hat ein positives Ergebnis abgebildet :-)

Debbie
Beiträge: 15
Registriert: 20. Mai 2018, 09:39

Re: 8 mm Zyste

Beitrag von Debbie » 8. Juni 2018, 17:52

Hallo nochmals alle zusammen,

gestern war ich beim MRT. Es war ein recht junger Arzt aber sehr nett und engagiert.
Die Zystengröße ist immer noch diesselbe 7 x 4 x 4 mm, auch die Beschaffenheit total unauffällig. Lage Pankerasschwanz
Allerdings sagt das MRT das die Zyste nun einen klaren Kontakt zum Ductus pangreaticus hat.
Alles andere sieht gut aus.
Beim Nachgespräch empfahl er eine Kontrolle ebenfalls in einem Jahr, genauso wie der Prof bei der Endosono,
Den Bericht konnte ich heute abholen und nun schreibt er, daß er aufgrund neuerer Literatur eine Vorstellung in einem Pankreaszentrum empfiehlt, da der ein IPMN aufgrund der Lage nicht ausschließen kann und die Entartungsrate von bis zu 50 % beim Hauptgangstyp liegt.

Meine Frage: der Prof. der Endosono hat gesagt das es eine Nebengangzyste wäre, das MRT sagt Hauptgang - bzw. der Arzt der das MRT ausgelesen hat.
Wem kann man nun mehr Glauben schenken?

Leider habe ich die Auswertung erst heute erhalten, sodaß ich weder den Prof. noch meinen hiesigen Gastrologen erreichen konnte.
Könnt ihr mir hier einen Rat geben?

Quitte
Beiträge: 12
Registriert: 13. Dezember 2017, 17:30
Wohnort: 49xxx

Re: 8 mm Zyste

Beitrag von Quitte » 8. Juni 2018, 18:21

Hallo Debbie,
in deinem Befund von der Sono steht bereits auch, dass es eine Assoziation(Verknüpfung) zum
Hauptgang gibt.
Ich würde den Termin in einem Pankreaszentrum machen.
Wünsch dir alles Gute
Elke

Debbie
Beiträge: 15
Registriert: 20. Mai 2018, 09:39

Re: 8 mm Zyste

Beitrag von Debbie » 8. Juni 2018, 18:38

Danke Elke! Der Prof. Schrieb im Bericht das es sich um eine Nebengang zyste handelt. Irgendwie verstehe ich das nicht.
Den Termin werde ich aufjedenfall machen. Bin gerade ein wenig erschlagen, auch wenn es gutartig ist, aber die alleinige Vorstellung der OP macht mich sehr ängstlich.

Debbie
Beiträge: 15
Registriert: 20. Mai 2018, 09:39

Re: 8 mm Zyste

Beitrag von Debbie » 23. Juni 2018, 21:33

Hier ein kleines Update, nach Vorstellung in Heidelberg, hat man mich zur verlaufskontrolle in einem halben Jahr beraten. Eigentlich erst nach einem Jahr, da es sich aber um den Erstbefund handelt und man nicht weiß, ob die zyste schon Jahre lang da ist, oder erst seit einem Monat, wird nach einem halben Jahr die erste Kontrolle mittels mrcp und endosono gemacht. Zudem soll ich nun einmal eine darmspiegelung machen lassen. Hättet ihr das auch?
Derzeit habe ich kein ipmn, da die Ärztin meinte, das man von ipmn erst sprechen würde, wenn die zyste größer 1 cm wäre. Zudem hat Heidelberg entschieden, dass es eine Nebengangszyste ist :-)..... Bin im moment sehr erleichtert, muß mich aber irgendwie gedanklich damit anfreunden ab jetzt regelmäßig die Kontrollunzersuchungen machen zu lassen. Irgendwie schwingt dann immer angst mit.... Wie könnt ihr damit umgehen?

nathalie
Beiträge: 52
Registriert: 12. September 2013, 14:51

Re: 8 mm Zyste

Beitrag von nathalie » 27. Juni 2018, 17:31

hallo Debbie, wegen deiner Frage zur Grösse ob erst ab 1cm IPMN genannt wird: Bei mir wurde bei 6mm IPMN festgestellt, die zweite sogar mit 1mm. Und Heidelberg hat diese Diagnose IPMN in dieser Grösse bestätigt. lg

Antworten