Pankreaslinksresektion

(zystische Pankreastumore und neuroendokrine Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse)

Mit diesem Diskussionsforum, das wir hier als weitere Säule des AdP- Forums zur Verfügung stellen, geben wir Ihnen die Gelegenheit, sich über Seltene Tumore an der Bauchspeicheldrüse untereinander und/oder im Bedarfsfall auch mit Herrn Prof. Dr. Marco Siech (marco.siech@ostalb-klinikum.de) bzw. Herrn Prof. Dr. Rainer Klapdor (Prof.Klapdor@t-online.de) auszutauschen. Beiträge, die keinen Bezug zu dieser besonderen Thematik haben, müssen wir leider ohne weitere Ankündigung entfernen bzw. verschieben.
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Christian J aus Bochum
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Pankreaslinksresektion

Beitrag von Christian J aus Bochum » 9. Dezember 2018, 11:18

Hallo zusammen.
Ich bin Christian und komme aus Bochum. Nach einer langen Zeit im Krankenhaus hat man bei mir eine Pseudozyste gefunden. Die daraus entnommene Gewebeprobe ist zwar gutartig. Der Zustand der Gallenblsae und der Milz erfordern allerdings eine Operation. Die Gallenblase, die Milz und der Pankreasschwanz sollen raus.
Wer hat ein ähnliche Operation hinter sich und kann mir meine Angst bezüglich der Komplikationen nehmen? Wie lief es bei Euch?
Wie lange bleibt man ungefähr auf der Intensivstation? Klar kommt es immer auf das Alter und den Zustand des Patienten an..... :D
Wie lange bleibt man ca im Krankenhaus?
Ist eine snchliessende Reha vermeidbar ode rgehört das in dem Falle mit dazu? So in der Art wurde mir das gesagt.
Ich komme am morgigen Montag, den 10.12.2018 ins Krankenhaus, denke mal, daß ich Weihnachten wohl dann nicht zuhause bin?!
Ich würde mich über eure Erfahrungen sehr freuen!

Nicki
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Re: Pankreaslinksresektion

Beitrag von Nicki » 9. Dezember 2018, 17:13

Hallo Christian,

ich wünsche dir schonmal alles Gute für die kommende Zeit.
Bei mir wurde Ende Oktober ebenfalls die Milz, die Gallenblase und per Linksresektion ein Teil der Bauchspeicheldrüse wegen einer MCN entfernt. Zum Glück war es auch gutartig, was ich allerdings erst 2 Wochen nach der OP erfahren habe. Die OP selber und die erste Zeit danach ist kein Spaziergang, aber es war machbar. Wird bei dir mit Bauchschnitt operiert oder geht es minimalinvasiv? Bist du wegen der Splenektomie bereits geimpft worden?
Ich war einen Tag bzw. eigentlich nur eine Nacht auf der Intensivstation und konnte dann auf die Normalstation. Insgesamt war ich nur 10 Tage im Krankenhaus, hätte aber auch gut noch die 14 Tage, die mir angekündigt waren, voll machen können, zumindest wurde es mir so geraten, da die Blutwerte (Entzündungswerte noch sehr hoch) noch auffällig waren nach 10 Tagen. Ich wollte allerdings lieber zu Hause auf dem Sofa weiter gesund werden, das war für mich psychisch sehr wichtig und daher bin ich das Risiko eingegangen. Klammern und letzte Drainage wurden dann ambulant gezogen.
Gewöhnungsbedürftig fand ich die Sache mit den Schläuchen, was aber an meiner persönlichen Geschichte liegt. Schmerzhaft war eigentlich nur das Ziehen der letzten Drainage, weil der Arzt Mist gebaut hat. Sonst waren die Schmerzen sehr gut aushaltbar.
Eine Reha habe ich nicht gemacht, stattdessen habe ich hier zu Hause in Rücksprache mit meinem Hausarzt nach 4 Wochen mit Physiotherapie begonnen, um wieder fitt zu werden und die Muskeln wieder aufzubauen (und mache brav täglich meine Übungen ;) ). Das war für mich eine gute Lösung. Ich habe die Ruhe und das vertraute Umfeld nach der belastenden Zeit gebraucht. Im Januar will ich wieder arbeiten gehen (habe aber nur eine 50% Stelle). Körperlich geht es mir heute, fast 7 Wochen nach der OP, relativ gut, ich habe bisher keinen Zucker und auch keine Verdauungsprobleme, nehme keine Enzyme, dafür Kurkuma, da die Entzündungswerte immer noch leicht erhöht sind. Psychisch hatte ich länger zu knabbern, da mich die Diagnose voll aus dem Alltag gerissen hat (Zufallsbefund, hatte keine Beschwerden) und ich eine Weile gebraucht habe (und noch brauche), um das alles zu verarbeiten. Ich bin sehr dankbar, dass ich soviel Glück hatte.

Alles Gute und berichte doch gern weiter, wie es dir ergeht, ich freue mich über den Austausch mit Menschen mit ähnlichen Erfahrungen!
Liebe Grüße von Nicki

Christian J aus Bochum
Beiträge: 4
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Re: Pankreaslinksresektion

Beitrag von Christian J aus Bochum » 9. Dezember 2018, 21:25

Hallo Nikki. Danke für Deine Antwort.
Es wird ein großer Bauchschnitt vorgenommen. Anders scheint das nicht machbar.
Ich melde mich gerne wieder, sobald ich mich von der OP erholt habe.
Was hat das mit dem Kurkuma auf sich und wo bist du operiert worden?

Gruß, Chris

Nicki
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Re: Pankreaslinksresektion

Beitrag von Nicki » 10. Dezember 2018, 12:09

Hallo Chris,

Nochmal alles Gute, das wird schon!
Ich hatte auch einen Bauchschnitt, schaut nicht sehr hübsch aus, wird aber schon blasser.

Zum Thema Kurkuma gibt es im Forum einige Infos und Threads, einfach mal suchen :-) wirkt entzündungshemmend und ich wollte das mal versuchen, ob es einen positiven Effekt hat. Die nächsten Blutwerte werden da einen Hinweis geben...

Operiert wurde ich hier vor Ort in einem ganz "normalen" Krankenhaus, allerdings von einem sehr erfahrenen Chirurgen. Ich war sehr zufrieden!

Bis bald und viele Grüße,
Nicki

Christian J aus Bochum
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Re: Pankreaslinksresektion

Beitrag von Christian J aus Bochum » 4. Januar 2019, 19:00

So, da bin ich wieder. OP sehr gut überstanden. Keine Beschwerden, komplett schmerzfrei. Selbst nach Entfernung der Schmerzmittelzufuhr über die Pumpe habe ich nur zweimal Novalgin genommen.
Es hat sich, wie im Vorfeld schon thematisiert, eine Fistel gebildet. Diese wurde erfolgreich behandelt. Salem-Drainage liegt noch. Entlassung aufgrund der Fistel erst am 19. Tag nach der OP. Warte jetzt auf die Zusage der Reha, weil über die Feiertage keine Anträge bearbeitet wurden.
Kreon vertrage ich gut, muss aber noch die dazugehörige Schulung machen. Auch da, war wegen der Feiertage eine Schulung in der Klinik nicht möglich!

Nicki
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Re: Pankreaslinksresektion

Beitrag von Nicki » 6. Januar 2019, 19:58

Hallo Christian,

Schön, dass es den Umständen entsprechend aufwärts geht! Wünsche dir eine gute Reha!

Wie ist das denn bei dir mit dem Kreon, also woher weißt du, dass du das brauchst bzw wie wäre es ohne?

Alles Gute,
Nicki

Christian J aus Bochum
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Re: Pankreaslinksresektion

Beitrag von Christian J aus Bochum » 7. Januar 2019, 12:04

Es wird gerae eingestellt. Komischweise sind die Lipasewerte ohne Kreon niedriger als mit!

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