An alle Pankreaszysten:

(zystische Pankreastumore und neuroendokrine Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse)

Mit diesem Diskussionsforum, das wir hier als weitere Säule des AdP- Forums zur Verfügung stellen, geben wir Ihnen die Gelegenheit, sich über Seltene Tumore an der Bauchspeicheldrüse untereinander und/oder im Bedarfsfall auch mit Herrn Prof. Dr. Marco Siech (marco.siech@ostalb-klinikum.de) auszutauschen. Beiträge, die keinen Bezug zu dieser besonderen Thematik haben, müssen wir leider ohne weitere Ankündigung entfernen bzw. verschieben.
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Lonka
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 22. Dezember 2020, 21:06

Am 11.01.2021 werde ich stationär aufgenommen in der Charite zur Endosonographie bei Dr.Jürgensen....wenn eine Punktion möglich ist soll diese dann auch erfolgen...ich weiß nicht ob man eine 2mm große Zyste punktieren kann.
Ich habe jetzt erstmal den Termin in Bochum abgesagt weil er sich mit dem Untersuchungstermin überschneidet.Ich werde einen neuen Termin machen wenn das nächste MRT gemacht wurde.Ich war jetzt schon bei 3 Pancreasspezialisten und alle haben mir das Gleiche gesagt....es könnte IPNM sein aber sicher ist es nicht.

Lonka
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 14. Januar 2021, 14:07

so war jetzt drei Tage stationär in der Charité zur Endosono BSD....der Gastro Dr.Benndorf schreibt in seinem Befund:
Kurzanamese: Pancreaspseudozyste....( er fragte ob ich jemals eine Pancreatitis gehabt habe und ich habe das verneint)
Indikation: Pancreaspsedozyste
Orientierende ÖGD vor EUS--Ösophagus ,Magen und Duodenmu unauffällig,Suffizienter Kardiaschluss in Inversion.
EUS: Homogenes etwas lipomatöses Pancreasparechym ohne signifikante Gangerweiterung ( kleiner 2 mm ) Im Corpus / Caudaübergang zeigt sich über eine Länge von 2 cm ein prominenter Seitenast ohne Zystische Erweiterung ( Möglicherweise Korrelat zum MRT Befund ).In der dorsalen Anlage des Pancreaskopfes lassen sich schemenhaft zwei Zystische Läsionen von 3,2 mal 2,2 mm und 3,2 mal 1,8 mm ausmachen.Ein Ganganschluss ist nicht nachweisbar.Keine peripankreatischen Lymphknoten darstellbar.
Abschliessend: Zwei sehr kleine Zystische Läsionen im Pancreaskopf.
Procedere : Verlaufskontrolle in zwei Jahren empfohlen.
Da ich aber eine genetische Mutation trage erfolgt bei mir die Kontrolle erstmal jährlich.
Ich bin schon mal ein bisschen beruhigter....bis her haben mir alle Ärzte in zwei Pancreascentren gesagt das mein Befund nicht krankhaftes hat.Ich hoffe das stimmt so...Wie ist Eure Meinung dazu????

Lonka
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 14. Januar 2021, 14:08

und es wären keine IPNM nach derzeitigen Stand hat der Arzt gemeint....dazu fehlt der Ganganschluss und die geringe Größe.

Lonka
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 20. Januar 2021, 22:58

Ich werde meine Untersuchungsergebnisse nicht mehr hier ausbreiten...von Anderen hört man nach ihren Fragen auch nichts mehr.
Werde nur noch mitlesen...Schade, das ein Austausch auch hier nicht zustande kommt.

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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Chuli » 20. Januar 2021, 23:05

Hallo Lonka,

schau mal, wir haben zuletzt aktuell hier berichtet. Einfach kompliziert mit den verschiendenen Threads..🙈

https://www.bauchspeicheldruese-pankrea ... 2&start=10

LG Chuli

Lonka
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 22. Januar 2021, 11:07

ok...habe ich gelesen..Danke für den Tip liebe @Chuli. :daumenh:

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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Chuli » 25. Januar 2021, 20:09

Hallo zusammen,

Hier mein Update auch für diesen Thread:
Ich war ja mittlerweile in Bochum, was jetzt aber erstmal keine großen neuen Erkenntnisse brachte.

Auch Prof. Uhl sieht DD: IPMN Seitenast oder Zystadenom. Woran er nicht glaubt aufgrund der Form, was aber aus seiner Sicht dennoch auszuschließen ist, ist ein Franztumor.

Auf keinen Fall Hauptgang und keine Risikofaktoren.
Er möchte Ende Februar bei sich auf dem MRT nochmal ein MRCP machen, da er wohl anders ‚schneiden‘ würde und das Gerät auch besser ist. Das mache ich ich dann auch. Er erhofft, sich, dass er dann noch einen besseren Blick ‚rauskizzeln‘ kann.

Sonst war der Eindruck sehr positiv, hat sich Zeit genommen und Fragen beantwortet.

Er sieht aktuell keien OP-Indikation, da nach aktuellem Stand keine Wachstumsdynamik (das kann sich natürlich noch ändern, da Entdeckung erst im Mai 20) und keine Worrysome Features oder Risikofaktoren.
Für ihn war auch relevant zu wissen, ob in Fam. BSD, Brust, Eierstock- oder darmkrebs vorkam - das korrespondiert anscheinend mit der Wahrscheinlichkeit, ob IPMNs sich maligne entwicken.

Er machte auch nicht den Anschein, als ob er Seitenast einfach so operieren würde ohne dass man eins der Kriterien trifft. Die Schwere der OP hat er auch ganz klar in die Wagschale geworfen.

Maria: waren das bei deinem Bruder denn Hauptgang oder Seitengang IPMNs? Oder überhaupt was für Zysten?

LG Chuli

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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 27. Januar 2021, 18:36

@Liebe Chuli...danke für die guten Infos...mir hilft das sehr.Ich werde wohl auch Bochum aufsuchen wenn sich was verändert in Größe oder Verhalten.In meiner Familie gibt es einen genetische Mutation PALB 2 , (bin selber betroffen Klasse 5, also pathogen ) Deshalb habe ich mich auch letztes Jahr Masektomieren lassen mit gleichzeitigen Aufbau Implantate.und auch eine Ovarektomie beidseits wurde gemacht.Die Mutation geht einher mit einem 3-6 % Risiko ein BSDK zu entwickeln..vergleichsweise wie bei BRCA2.Ich weiß seit 2 Jahren seit davon.

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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Nick056 » 15. Februar 2021, 15:41

Hallo zusammen,

ich habe mich eine Weile hier nicht gemeldet, da ich meine schwer kranke Mutter gepflegt habe, sie ist leider nach einer komplizierten Darm-OP verstorben.

Nun zurück zu meinen Zysten - nachdem in MRCP (Ende November, Charite) 5 Zysten (die grösste 8 mm) "ohne worrysom featurs" gesehen wurden, habe ich eine Endosono von Dr. Möller in Sana-Klinikum Lichtenberg machen lassen.

Der Befund ist alles andere als beruhigend:
- am Kopf sieht sie 3 Zysten (die grösste 7 mm), zwei von denen "eine kleine vermeintliche Verbindung zum Pankreasgang zeigen, somit es sich um IPMN von Seitenast-Typ handeln kann"
- am Korpus eine 10,8 x 5 mm mäanderförmige zystische Läsion
- am Schwanz 6 mm grosse Zyste.
Diagnose: Kleine zystische Läsionen bis max. 11 mm. Kein Nachweis von Warn- oder Hochrisikokriterien.

Ich war schon am nächsten Tag wieder bei ihr, da ich die Differenzen in der Grösse (Zyste im Korpus 6 mm in MRCP, in Endosono 10,8 mm) nicht verstehen konnte. Sie meinte, es seien unterschiedliche Messebenen als bei der MRCP,
danach hat sie aber gesagt, dass sie womöglich die 6-mm Zyste im Korpus übersehen hat, dafür bei der MRCP die grosse mäanderförmige Zyste irgendwie zum Kopf gezählt wurde. Eigentlich bin nun noch mehr verunsichert und verwirrt.

Nun habe ich versucht, einen Termin bei Dr. Malinka (wiederum in der Charite) zu vereinbaren, um vielleicht etwas Klarheit zu gewinnen. Ich habe zwar bereits für den 22.02 einen Termin, jedoch mit der Aussage, dass man bis zum Termin nicht genau weiss, welcher Arzt an diesem Tag da ist. Also muss ich kurz vorher anrufen, da ich zu dem anderen Arzt nicht will.

Ich danke für eure Geduld, das alles zu lesen. Hat jemand einen Rat für mich?

Liebe Grüsse
Nick056

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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 15. Februar 2021, 17:56

Oh Mann @Nick056...solche Aussagen machen einen fertig...ich verstehe das sehr gut.Ich würde auch auf den Termin bei Dr.Malinka bestehen...ein Tipp, er macht nur Montags Termine.Aber er schein kein Freund von vorschnellen OP zu sein....schon gar nicht bei Seitengang und ohne Risikofaktoren, das hat er mir gleich verklickert.Er meinte die meisten Zysten verändern sich nicht bösartig, das ist seine Erfahrung.Wenn Du nicht wie ich noch eine genetische Mutation trägst die mit einem Risiko für BSDK ( auch wenn es nur zwischen 3-6 % beträgt ) behaftet ist dann hast Du bessere Karten. Ich lasse jedes halbe Jahr ein MRT machen und alle 9 Monate eine Endosonographie...jedenfalls solange die beiden Zysten im Kopf noch unter 5mm sind.

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