An alle Pankreaszysten:

(zystische Pankreastumore und neuroendokrine Tumore des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse)

Mit diesem Diskussionsforum, das wir hier als weitere Säule des AdP- Forums zur Verfügung stellen, geben wir Ihnen die Gelegenheit, sich über Seltene Tumore an der Bauchspeicheldrüse untereinander und/oder im Bedarfsfall auch mit Herrn Prof. Dr. Marco Siech (marco.siech@ostalb-klinikum.de) auszutauschen. Beiträge, die keinen Bezug zu dieser besonderen Thematik haben, müssen wir leider ohne weitere Ankündigung entfernen bzw. verschieben.
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Lonka
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 13. März 2021, 18:16

In meiner Nähe gibt es eine radiologische Praxis die ein Magnetom Aera von Siemens verwenden...da war ich auch schon letztes Jahr mit meinem Knie...die machen auch MRT Abdomen mit MCRP...ich werde dort meine halbjährlichen Kontrollen machen und dann mit dem Befund zur Auswertung in die Sprechstunde Charite Virchow gehen.
Danke das ihr mich hier darauf gebracht habt auf sowas zu achten.

Nick056
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Nick056 » 14. März 2021, 11:44

Hallo Lonka,

kannst du mir bitte die Radiologie nennen, die auch MRCP macht (wo dein Knie untersucht wurde), danke. Alternativ kann man das auch in Sana-Lichtenberg machen, nur ist mir nicth bekannt, welches Gerät sie dort haben.
LG

Lonka
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 14. März 2021, 15:10

Gerne...MVZ Magnet Alt Moabit... wenn Du das googelst dann findest Du die.

Nick056
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Nick056 » 14. März 2021, 17:35

Danke, ich werde sie schon finden. Und einen schönen Abend noch😊

Chuli
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Chuli » 22. März 2021, 18:32

Hallo zusammen, @alle mit Pankreaszysten,

haben euch die Ärzte eigentlich was spezielles in Sachen Ernährung mitgegeben bzw. gibt es Lebensmittel / Ernährungsmethoden / Supplements, die vielleicht verhindern können, das z.B. eine IPMN überhaupt entartet?

Irgendwie scheint man ja wenig über den Ursprung von IPMNs / Zysten im Pankreas generell zu wissen. Ich habe hierzu mehrfach bei meinen Ärzten nachgefragt und bekam nie wirklich eine eindeutige Antwort.

Auch bekam ich keine Hinweise bzgl., wie man das Zysten-Geschehen vielleicht durch Ernährung positiv beinflussen kann. Da mein Pankreas ansonsten ok ist & ich keine Beschwerden habe, hieß es nur - sie müssen nichts beachten oder in Bochum nur auf Nachfrage der allgemeine Hinweis, dass viele Kohlenhydrate nicht so gut sind für den Pankreas grundsätzlich. Bezog sich jetzt aber nicht speziell auf Zysten.

Habt ihr vielleicht andere Infos, Tipps etc., wie man hier entgegenwirken kann? Ich nehme schon länger zB Curcuma mit Ingwer, aber da steht hinter der Wirkung ja auch eher ein Fragezeichen...
Oder auch Infos zum Ursprung von Pankreaszysten (außer Pseudozysten), die ja zumeist erworben sind?

Danke & liebe Grüße

Chuli

wasistes
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von wasistes » 22. März 2021, 19:14

Guten Abend,

ich denke das Thema ist nicht wirklich erforscht aber mein Kenntnisstand zum Thema haben mir gezeigt das Antioxidantien und Spurenelemente nicht nur bei einer chronischen Pankreatitis helfen können, sondern wohlmöglich auch das Krebsrisiko reduzieren können. Der Grund hierfür ist, dass Chronische Entzündungsprozesse in Zellen zumindest bei einigen Krebsarten das Wachstum der Tumoren und ihre Ausbreitung im Körper beschleunigen:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krankheiten/krebserkrankungen/weitere-krebsinformationen/bauchspeicheldruesenkrebs
Wer über Lebensmittel viel antioxidatives Vitamin C, Vitamin E und Selen zu sich nimmt – so das Ergebnis der Studie, die im Juli 2012 im Fachmagazin Gut veröffentlicht wurde – kann sein Pankreaskrebsrisiko um zwei Drittel senken. Allein eine gute Selenversorgung (ebenfalls über die Ernährung) kann das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, bereits halbieren. Selen ist in hohen Mengen in Paranüssen und Kokosprodukten enthalten.

Auch liegen Studien vor, die Früchten aufgrund ihres Antioxidantiengehalts (Polyphenole) eine eindeutige präventive Wirkung und auch bei bestehendem Pankreaskrebs eine verlangsamende Wirkung auf das Tumorwachstum bescheinigen. Bei der Aroniabeere stellte man gar fest, dass sie die Wirkung einer Chemotherapie bei Pankreaskrebs verbessern kann.
Ich weiß aber nicht wie seriös die Quelle (Fachmagazin Gut) ist.

Weiterhin soll Sulforaphan (enthalten in Kreuzblütengewächsen wie Brokkoli einen Einfluss auf Tumorstammzellen auch beim Pankreaskarzinom haben:
https://www klinikum.uni-heidelberg.de/chirurgische-klinik-zentrum/allgemein-viszeral-und-transplantationschirurgie/forschung/pankreasforschung/sektion-pankreaskarzinomforschung/ag-molekulare-onkochirurgie/patienteninformationen

Zu guter Letzt, soll Aspirin (in geringer Dosierung) regelmäßig eingenommen das Entartungsrisiko von Krebsvorstufen reduzieren:
https://www aerztezeitung.de/Medizin/Was-bringt-ASS-zur-Krebspraevention-313550.html

Weiterhin liest man immer wieder, dass ketogene Ernährungsformen oder Intervallfasten Krebspräventiv wirken können. Allerdings ist die Studienlage hierzu auch nicht eindeutig.
Denke das sinnvollste ist eine ausgewogene Ernährung, viele kleine Portionen über den Tag verteilt, wenig Zucker, Verzicht auf Alkohol und ähnliches.
Bei Supplements aber auch Aspirin sollte man aber auch immer erwägen, ob es irgendwelche Wechselwirkungen gibt z.B. zu Medikamenten die man regulär einnimmt. Aspirin ist außerdem Blutverdünner, sprich auch hier sollte man aufpassen.

Chuli
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Chuli » 22. März 2021, 20:05

Lieber wasistes,

vielen lieben Dank schon mal für die vielen Anregungen.
Da werde ich mich jetzt mal einlesen.
Intervallfasten mache ich auch an 5/7 Tagen - ich fühle dadurch auf jeden Fall etwas fitter und habe deutlich weniger Appetit auf Kohlenhydrate.

LG & einen schönen Abend,

Chuli

Lonka
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 31. März 2021, 08:53

Ich habe jetzt einen Termin Mitte Juli für die Privatsprechstunde bei Uhl in Bochum ausgemacht...das ist 14 Tage euch dem MRT / MRCP.
Ich war ja nun in zwei Pancreascentren und so richtig kann mir keiner sagen was das ist.
Daher geht es jetzt dann nach Bochum.
Ich habe nochmal bei der Forschungsgruppe in Cambridge die am Palb 2 Gen forscht nachgefragt ob es News zum Palb2 gibt und die haben mich auf ihre Website verwiesen..dort steht das das Risiko bei einer Mutation am selbigen Gen bei ca. 1 Prozent liegt und noch darunter.Vorher hiess es immer 2-3 Prozent, gleich dem Risiko von BRCA 2 Mutationen.Ich kann desöfteren für einige Zeit die düstren Gedanken verdrängen aber heute Nacht habe ich wieder lange gegoogelt nach BSDK...und IPNM und Prognosen und und und....meine Schwester hatte ja vor 17 Jahren einen Tumor unklarer Genese am Kopf Pancreas....1 cm,gewippelt..im Schnellschnitt sah es böse aus in der dreimalig wiederholter Histologie gutartig und vom Gewebe her nicht zu bestimmen .Keine weitere Therapie mehr danach.Ob sie jetzt was hat weiß ich nicht weil sie nicht mehr zum Arzt geht und einen sehr obskuren gefährlichen Weg eingeschlagen hat.....ich sage nur GNM.Absolut beratungsresistent....

Chuli
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Chuli » 1. April 2021, 15:14

Hallo Lonka,

das ist doch eine gute Vorgehensweise. Es beruhigt einen einfach, wenn nochmal jemand anderes draufschaut.
Auch wenn bei mir Bochum letztendlich auch nur die Verdachtsdiagnose vom UKD bestätigt hat.

Die Zurückhaltung bzgl. OPs bei Zyssten ohne worrysome features / maligne Anhaltspunkte hat vielleicht ja auch damit zu tun, dass in der Vergangenheit zu schnell operiert wurde.
In manchen Artikeln klingt durch, dass es immer mehr Befunde dieser Art gibt, aber wenige Langzeitstudien.
Zudem wurden die Zysten ja früher auch eher bei Patienten mit BSD-Problemen gezielt gefunden als heute (mehr zufällige Diagnosen).
Irgendwo hatte ich auch mal gelesen, dass deshalb vielleicht auch die angenommenen Entartungsraten zu hoch sind.
Zumindest versuche ich mich mit diesem Ansätzen etwas zu beruhigen. Vor 15 Jahren hätten wir von unseren Zysten vermutlich nichts gewußt.

Übrigens stand im nachträglichen schriftlichen Befund von Bochum eine grössere Zystengrösse als Prof. Uhl vor Ort am Bildschirm gemessen hat und auch größer vs UKD. Gleichzeitig stand da keine Veränderung vs. Vorbefunde UKD.
Die Meßgrösse scheint also wirklich je nach Person etc. abzuweichen..

LG Chuli

Lonka
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Re: An alle Pankreaszysten:

Beitrag von Lonka » 2. April 2021, 10:23

Liebe @Chuli,

Danke für deine Sicht der Dinge und Deine Infos....ich bleibe dran...WIR packen das""""
Frohe Ostern Allen Foris hier...

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