Nehme nie wieder Pangrol !

Dieser Bereich ist für Beiträge reserviert, deren Thematik nicht unmittelbar mit der Bauchspeicheldrüse im Zusammenhang stehen muss. Oft spielen aber andere Faktoren in diese Erkrankung hinein, über die hier frei diskutiert werden kann.
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AndyGi
Beiträge: 1
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Nehme nie wieder Pangrol !

Beitrag von AndyGi » 6. Oktober 2017, 19:03

Hallo,
ich habe lange überlegt ob ich dies hier schreibe, doch ich denke man sollte informieren.

Bisher nahm ich immer Kreon25000. Letztes mal bekam ich Pangrol 25000 weil wahrscheinlich billiger. Ich bekam Auschlag und schlimmsten Juckreiz und die Nächte wurden zur Hölle deswegen. Seitdem ich nun wieder das Kreon nehme ist alles weg und es geht mir blendend.

Jetzt kommst aber! Ich habe die Wirkstoffe beider Produkte verglichen, dabei stellte ich fest das in Pangrol einige Wirkstoffe mehr sind als in Kreon. Aber der Hammer ist, in Pangrol ist Chilnolingelb, ein Stoff zum färben und auch stark im Verdacht Krebserregend zu sein und unter anderem in den USA schon längst verboten.

BEDENKLICHE INHALTSSTOFFE (Quelle http://www.alternativ-gesund-leben.de)
E104 Chinolingelb giftig und krebserregend, in den USA verboten, in der EU kein Problem?

5. FEBRUAR 2015 MARCO 5 KOMMENTARE
Der Farbstoff Chinolingelb mit E Nummer 104, ist seit längerer Zeit in den USA und Japan, auf Grund von dringendem Verdacht krebserregend zu sein in allen Lebensmitteln verboten.

In der EU und somit Deutschland ist Chinolingelb kein Problem und wird teilweise sogar in Speisen speziell für Kinder verwendet.

Ich finde dies ein Skandal zumal die meisten von uns nicht nur eine Tablette am Tag nehmen und damit auch keine geringe Dosis.

Für mich ganz klar nie wieder Pangrol!!!!!

angel29280
Beiträge: 740
Registriert: 27. Januar 2016, 12:47

Re: Nehme nie wieder Pangrol !

Beitrag von angel29280 » 7. Oktober 2017, 20:41

:hallo: Andy,

vielen Dank für den aufschlussreichen Beitrag!

Ich selbst meide weitgehend alle E-Nummer, da ich Multiallergiker bin. Bei Chinolingelb oder auch anderen künstlichen Farbstoffen reagiere ich auch mit Ausschlag und Juckreiz oder Flushsymptomatik.

Was dir passiert ist, ist mir mal mit Pantozol (PPI) passiert leider. Es ist wirklich traurig, aber die Sachen wo am billigsten sind, ist die meiste Chemie drin. :evil:
Liebe Grüsse eure Angel

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Lutz Otto
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Re: Nehme nie wieder Pangrol !

Beitrag von Lutz Otto » 13. Oktober 2017, 14:01

Liebe Forum-Mitglieder,
sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wie auch Sie, hat der AdP – Vorstand den Beitrag zum Enzympräparat -Pangrol- von „AndyGi“ zur Kenntnis genommen.
Da wir hier im Forum mögliche Hinweise von Betroffenen sehr ernst nehmen, haben wir die Leiterin des Krebsinformationsdienstes, Frau Dr. Weg-Remmers, welche auch Mitglied des AdP-Wissenschaftlichen Beirats ist gebeten, uns verwertbare Informationen zum genannten Beitrag zukommen zu lassen. Diese Informationen sind belegbar und stellen keine alleinige Meinung unserseits dar. Wie auch schon in der Vergangenheit, empfinden wir es auch heute als unsere Pflicht, mögliche „Irrtümer oder Falschmeldungen“ zu prüfen. Anbei möchten wir Ihnen nun folgende Informationen zur Verfügung stellen:





..................vielen Dank für Ihre E-Mail -Anfrage.

Im Rahmen eines Forumsbeitrages, den Sie gerne kommentieren möchten, haben Sie um Informationen zum Krebsrisiko durch Chinolingelb gebeten, welches in Pangrol 25.000 enthalten ist.



Zur Substanz:

Chinolingelb ist ein Azo-Farbstoff. Laut der Stoff-Datenbank (GESTIS) des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ist Chinolingelb (CAS-Nr. 8004-92-0; E 105: D&C No. 10) ein Gemisch aus verschiedenen Natriumsalzen schwefeliger Säuren (mindestens 80 % Dinatriumdisulfonat, höchstens 15 % Natriummonosulfonat und höchstens 7 % Trinatriumtrisulfonat von 2-(2-Chinolyl)indan-1,3-dion). Im beruflichen Umfeld ist Chinolingelb nicht als gefährlicher Stoff eingestuft.



Zulassungsstatus:

- Chinolingelb ist in Europa als Zusatzstoff für bestimmte Lebensmittel zugelassen bzw. . Im Jahr 2009 wurde eine maximale tägliche Aufnahmemenge (ADI) von 0,5 mg/kg Körpergewicht definiert.

- Als Farbstoff für Arzneimittel ist Chinolingelb sowohl in Europa als auch auch in den USA zugelassen . Im entsprechenden Abschnitt der Datenbank der in den USA zugelassenen Farbzusatzstoffe heißt es für Chinolingelb: „..kann (grundsätzlich) sicher in Mengen, die der aktuellen guten Herstellungspraxis entsprechen, genutzt werden, um Medikamente zu färben.“



Zu möglichen gesundheitlichen Gefahren:

- Bei entsprechend disponierten Menschen kann Chinolingelb zu allergischen Symptomen führen. Diskutiert wird ein Zusammenhang mit Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefiziten bei Kindern.

- Hinweise auf ein Krebsrisiko beim Menschen wurden bisher nicht gesehen. Entsprechend wurde Chinolingelb nicht als krebserregend eingestuft - in und außerhalb Europas (siehe auch: https://www.efsa.europa.eu/de/efsajournal/pub/1329 und http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2 ... .1329/epdf).



Wie andere Zusatzstoffe unterliegt Chinolingelb in Europa einer kontinuierlichen Überwachung im Rahmen von REACH, der Europäischen Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe



Zum Schluss ein weiterer Hinweis, das für Sie ggf. ebenfalls interessant sein könnte:

In Bezug auf das Pankreaenzympräparat „Pangrol“ sei noch angemerkt, dass Pangrol 25.000 laut Fachinformation in der Tat Chinolingelb enthält. Die Formulierung mit 40.000 Einheiten enthält dagegen kein Chinolingelb.


Herzliche Grüße

Für den AdP - Vorstand

Lutz Otto

Tomas von Hindenburg
Beiträge: 191
Registriert: 19. Oktober 2018, 09:37

Re: Nehme nie wieder Pangrol !

Beitrag von Tomas von Hindenburg » 19. November 2019, 17:04

Guten Tag,

der Beitrag ist schon älter, ich weiß.
Aber warum macht man das? Ich selber komme mit Pangrol sehr gut zurecht, mit Kreon natürlich auch.
Ich frage mich aber warum macht man das, warum sind die Medikamente nicht 1:1 identisch? Warum wird Chinolingelb zugefügt und warum vielleicht in anderen Präparaten wie Ozym oder Kreon nicht? Warum unterscheiden sich die Medikamente geringfügig, wobei das Ausschlaggebende ja natürlich identisch ist?

Viele Grüße
Tomas von Hindenburg
Bevor Sie bei sich selbst eine schwere Depression oder Antriebsschwäche diagnostizieren, stellen Sie sicher, dass Sie nicht komplett von Arschlöchern umgeben sind. — „Siegmund Freud“

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