Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bei meinem Vater - wie geht es weiter?

an der Bauchspeicheldrüse erkrankten Menschen. Was bedeutet eine Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenerkrankung für das Umfeld der Patienten?
Hier können sich Angehörige und Freunde von Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenpatienten austauschen
und haben die Möglichkeit über andere Angehörige / Freunde Rat und Hilfe zu finden.
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jolsand
Beiträge: 1
Registriert: 13. Juni 2016, 12:11

Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bei meinem Vater - wie geht es weiter?

Beitrag von jolsand » 13. Juni 2016, 13:10

Hallo,

nachdem ich einige Beiträge gelesen habe, komme ich mir fast "unvorbereitet" vor, aber andererseits - wer bereitet einen schon auf diese Situation vor?!
Ich kann leider noch keine genauen Diagnosen benennen, keine Medikamente, keine spezifischen Schmerzen, die meinen Vater quälen. Das mag auch daran liegen, dass mein Vater in einem Krankenhaus liegt (Celle), in dem die Jagd nach einem zuständigen Arzt einem Spießrutenlauf ähnelt.
Was ich sagen kann ist, dass mein Vater (60) nach langfristigen Problemen mit Appetitlosigkeit, Übelkeit und Gewichtsabnahme nach verschiedenen Untersuchungen und einer Endosonografie jetzt operiert wurde (vor vier Tagen). Es handelte sich um eine Kausch-Whipple-Operation, bei dem das Pankreaskopfkarzinom entfernt werden sollte. Der letzte Satz besteht allerdings aus Informationen, die ich mir durch ein halbherziges Arztgespräch, verschiedene Internetseiten und die bruchstückchenhaften Kenntnissen meines Vaters zusammengebastelt habe.
Mein Vater wurde sehr im Dunkeln gelassen, vor der Operation wusste er nicht, ob die zuvor entnommenen Proben auf bös- oder gutartiges Geschehen schließen ließen. Und nach der Operation war es fast nicht möglich, einen Arzt zu erwischen, der uns Angehörigen Auskunft geben konnte. Erst über einen Tag später fing ich (meiner Hartnäckigkeit geschuldet) den zuständigen Arzt ab, der meinen Vater auch operiert hatte. Ich musste wirklich mehrmals nachhaken und wünschte fast, ich hätte es nicht getan, denn seitdem drehen sich meine Gedanken nur darum.
Meine Hoffnung ist nun, dass ich hier jemanden finde, der etwas Licht in das Dunkel bringen kann und mir sagen kann, wie es nun vermutlich weitergeht.
Also, der Arzt sagte, es habe sich um einen bösartigen Tumor gehandelt (das war uns allen - auch meinem Vater - bis dahin nicht klar)... und was ein Pankreaskarzinom bedeute, könne man ja überall lesen. Den Tumor habe er sehr "hart begrenzt" an den großen Blutgefäßen entlang wegschneiden können, denn die würden wir ja schließlich noch brauchen. Das Gute für meinen Vater sei, dass das "Ding" da jetzt erst einmal raus sei, aber dass die Prognose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht gut sei, bräuchte er mir ja nicht zu erzählen. Als ich dabei nachhakte, verwies er mich auf das Internet!!! Wahrscheinlich würde man meinem Vater nun zu einer Chemotherapie raten, aber man müsse natürlich noch die weiteren Ergebnisse abwarten. Er meinte noch, so drastisch würde er es meinem Vater nicht sagen wollen und es handle sich nicht um einen Zeitraum von drei Wochen oder drei Monaten, aber es seien keine Jahre mehr. ...
"Es sind keine Jahre mehr... Es sind keine Jahre mehr... keine Jahre mehr... keine Jahre mehr..." - diese Wörter bringen mich um meinen Verstand! Die Prognosen, die man sich im Internet erlesen kann tun ihr Übriges dazu. Meinem Vater war doch einfach nur schlecht... er war doch immer gesund! Wir brauchen ihn doch... noch sooo viele Jahre! Und er ist auch noch so mitten im Leben mit so vielen Plänen.
Werden jetzt noch einmal die Organe untersucht, in denen bei einem Pankreaskarzinom häufig Metastasen gebildet werden? Wenn ja - wie? Und wenn keine Metastasen zu finden sein sollten (bitte, bitte, bitte), hat mein Vater dann nicht noch die Chance auf "Jahre"? Der Arzt hat mir das so knallhart ins Gesicht geschmettert und so im Raume stehen lassen, als gäbe es da keine Frage mehr.
Meinem Vater habe ich natürlich nichts von dieser Prognose des Arztes gesagt und halte unsere Gespräche auch sonst optimistisch und möglichst unbelastet. Er erholt sich bisher wirklich gut von dieser schweren Operation, kam gleich am Tag danach auf eine normale Station. Da er keinerlei Vorerkrankungen (Herz oder Lunge) hat, nicht raucht, nicht trinkt, nicht übergewichtig ist, kann sein Körper das bisher ganz gut verkraften. Aber - wie gesagt - was nun passiert, kann oder will uns niemand sagen. Ich kann auch nicht immer dort sein, um einem Arzt aufzulauern und mein Vater fragt nicht nach, weil er Angst hat und es lieber nicht allzu genau wissen möchte.

Ich hoffe wirklich, dass mein Redeschwall nicht allzu verwirrend war und mir jemand antworten kann, wie die vermutliche weitere Vorgehensweise nach der OP sein könnte. Auf alle Fälle bedanke ich mich bei jedem, der sich die Mühe gemacht hat, bis hierher zu lesen... schon das Aufschreiben hat etwas geholfen.
Dankeschön

Schnecke2511
Beiträge: 1
Registriert: 18. Juni 2016, 05:58

Re: Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bei meinem Vater - wie geht es weiter?

Beitrag von Schnecke2511 » 18. Juni 2016, 06:26

Guten Morgen, das scheint ja ein ganz besonderer Arzt zu sein. Der hat den Knall noch nicht gehört, Geht garnicht wechsel bitte den Arzt ,lass deinen Vater nochmals untersuchen ,hat er Metastasen????. Fordere die Berichte und Ct Bilder an geh da weg.Such die einen kompetenten Arzt. Mein Mann hat auch BSDK mit Verwachsung auf die Leberarterie,haben uns in Stralsund beworben Prof, Birth sind angenommen, Wie geht es deinem Vater.???? Immer weiterkämpfen nie aufgeben,Wir haben schon 10 mon Chemo hinter uns, ist echt knallhart aber Tumor ist zum stillstand gekommen. Suche immer nach was neues . Lasst euch nicht unterkriegen.Eigentlich müsste er jetzt chemo bekommen.!!!!! Aber nimm die Akte und such dir ganz schnell einen profesionellen Arzt. Der wird euch helfen und aufklären. L:G

JKleeberg
Beiträge: 119
Registriert: 30. August 2008, 16:55

Re: Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs bei meinem Vater - wie geht es weiter?

Beitrag von JKleeberg » 18. Juni 2016, 10:38

Hallo und guten Tag, ich kann mich den Ausführungen von Schnecke nur und unbedingt anschliessen.
MfG J. Kleeberg

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