Meine Mutter hat BSDK

an der Bauchspeicheldrüse erkrankten Menschen. Was bedeutet eine Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenerkrankung für das Umfeld der Patienten?
Hier können sich Angehörige und Freunde von Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenpatienten austauschen
und haben die Möglichkeit über andere Angehörige / Freunde Rat und Hilfe zu finden.
Samifa
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Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von Samifa » 26. Januar 2020, 22:21

Hallo zusammen,

Meine Mutter ist mit 60 Jahren an BSDK erkrankt.
Am 07.12.19 fuhr ich meine Mutter mit Gelbsucht ins Krankenhaus. 4 Tage zuvor feierten wir ihren 60ten Geburtstag, waren gemeinsam essen und es deutete nichts auf eine Erkrankung hin. Sie hatte zwar seit September 12 Kilo abgenommen, aber dieses nicht als Warnzeichen oder mit einer Erkrankung in Verbindung gebracht.
Im Krankenhaus angekommen wurden die ersten Routineuntersuchungen durchgeführt und es wurde zuerst von Gallensteinen gesprochen. Auch Diabetes wurde diagnostiziert. Am darauffolgenden Tag wurden weitere Untersuchungen vom Oberarzt gemacht und dieser äußerte den Verdacht auf einen Knoten auf der BSD. Am Montag folgte eine Gallengangspiegelung und ein MRT. 2 lange Tage vergingen und die schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Einen Tumor der Größe 2,9 x 2,3 cm im Korpus und Schwanzbereich und 2 Metastasen in der Leber 1,1 cm und 1,3 cm.
Es wurde uns gesagt das eine Operation nicht in Frage kommen würde.
Man wolle eine Palleative Behandlung mit einer Chemotherapie versuchen.
Da Weihnachten und Neujahr anstanden waren Die Ärzte der Meinung Mama soll die Feiertage Zuhause verbringen und im neuen Jahr mit der Chemotherapie beginnen.

Wie soll man schöne Weihnachten verbringen mit dem Gedanken das deiner Mutter nicht mehr zu helfen ist ?
Mit dem ständigen Gedanken das man seine Mutter verlieren wird...
Mir kommt es vor als würde meine Mutter mit jedem Tag seit der Diagnose mehr abbauen.
Nun hat sie am 20.01.20 ihre erste Chemo Sitzung hintersich gebracht. 2 Tage verbrachte sie bei meiner Schwester und wollte dann auf eigenen Wunsch, da es ihr gut geht und keine Nebenwirkungen auftraten zu sich alleine Nachhause. Wir stehen täglich in Kontakt und gestern schrieb sie das sie seit 2 Tagen starken Durchfall hätte. Heute fuhr ich zu ihr und bin erschrocken darüber wie sie aussah. So Mager, so eingefallen... einfach furchtbar schlecht. Ich sagte ihr wir müssen zum Arzt, aber ins Krankenhaus wollte sie nicht, aus Angst dort bleiben zu müssen. Auch als ich ihr angeboten habe mit zu mir zu kommen verneinte sie. Zwingen kann ich sie nicht.
Nun sitze ich hier und habe furchtbare Angst das alles doch so plötzlich geschehen könnte.
Ich fühle mich einfach so Hilflos. Ich kann nichts in meiner Macht stehendes tun um diesen Prozess zu beeinflussen.

Danke das ich die Möglichkeit habe hier mir etwas von der Seele zu schreiben.
Lg Sabrina

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HoKa
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Re: Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von HoKa » 27. Januar 2020, 15:42

Liebe Sabrina,

es tut mir sehr leid, dass deine Mama diese Sch...Diagnose bekommen hat, :cry:

Wenn sie eine palliative Chemo bekommt, ist sie dann nicht auch einem palliativen ambulanten Team zugeordnet?
Diese Teams sind sehr hilfreich, auch für die Angehörigen. Sie kommen regelmäßig zu Haus vorbei und unterstützen in allen möglichen Fragen,
Vielleicht kannst du Kontakt zu ihrer Ärztin/ Onkologin aufnehmen??

Ich wünsch euch viel Kraft,

LG
Kathrin
*Was auch immer gut für deine Seele ist: MACH ES!*

LebenundTod
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Re: Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von LebenundTod » 28. Januar 2020, 09:46

Liebe Sabrina,

Dein Bericht hat mich zutiefst berührt, ich musste wirklich weinen, denn es hat mich wieder so an meine Situation erinnert:
Ich habe exakt das Gleiche, nur dass es bei mir im Mai letzten Jahres passiert ist. Meine Mutter, 67, immer gut drauf, hatte abgenommen, sich aber nicht viel dabei gedacht, irgendwann hatte sie Bauchschmerzen, zig Untersuchungen, wobei ich auch noch die Wut darüber empfinde, dass ihr schon einige Zeit davor gesagt wurde, dass es nichts Besorgniserregendes sei!!!, wir saßen im Mai zusammen, haben gelacht, ich hatte mich auf meinen Urlaub im Ausland gefreut, wollte meine Mutter am nächsten Tag noch zum Krankenhaus fahren, habe es getan, wo sie sich einfach durchchecken lassen wollte. Jetzt muss ich dazu sagen, dass ich sie am Morgen, als ich sie ins Krankenhaus gefahren habe, gesagt habe: Komisch, bilde ich mir das ein? Du siehst so gelb aus...so, ich bin dann nach Zypern geflogen, alles war wunderschön, ich hatte den Mann meines Lebens gefunden, wir waren so glücklich...bis zu dem Tag, als ich von meiner Schwester erfuhr, dass meine Mama BSDK am Kopf im Endstadium hat. Inoperabel. Für mich ist die Welt zusammengebrochen. (ich weine die ganze Zeit beim Schreiben) , ich habe den ganzen Urlaub geweint. (Manchmal wiederholen sich die Dinge im Leben...im Jahr 2016 war ich im Urlaub und habe den Anruf bekommen, dass mein Papa tot ist, Herzinfarkt, umgefallen, einfach weg, insofern, so grausam es sich auch anhört, von meiner Mama kann ich mich wenigstens noch verabschieden.)
Als ich aus dem Urlaub zurück war, habe ich sofort meine Mama besucht und war so schockiert, vollkommen abgemagert, ausgezehrt, es hat mir das Herz zusammen geschnürt.)
Damit muss man dann erstmal umgehen....
Meine Mama hat sich dazu entschieden, keine Chemo zu machen. Wie sollte der Körper das mit knapp 40 Kilo noch aushalten? Außerdem wollte sie den Rest ihrer noch kurz bemessenen Zeit ohne die ganzen Nebenwirkungen und all dies so weit es geht, noch genießen.
Die Ärzte haben gesagt, die Zeit....jetzt ist es neun Monate später...und sie lebt immer noch!!! Meine Mama ist eine Kämpfernatur.
Was ich gelernt habe bis hierhin: wir dürfen über unsere Angst und unseren Schmerz nicht vergessen, miteinander zu lachen und fröhlich zu sein. Ich kann nur für mich sprechen, aber ich merke, dass es meiner Mama richtig gut tut, wenn wir uns scheckig lachen....es heißt ja nicht umsonst, dass Lachen gesund ist.Natürlich muss sie diese ekelhafte hochkalorische Nahrung trinken, wir haben sie einfach "Kotzbrühe" getauft und ich sage Zeit zum Kotzi saufen...diese ganzen kleinen Momente, in denen man den Menschen zum Lachen bringt, sind letzten Endes auch Momente, in denen er in der Endphase seines Lebens glücklich war....die Zeit zu nutzen und sich zu zeigen, wie sehr man sich liebt, das ist Abschied nehmen...sich im Leben noch alles zu sagen, was man irgendwann nicht mehr sagen kann (ich hätte meinem Vater damals noch gern noch soviel gesagt und konnte es nicht) , sich noch Ratschläge geben zu lassen, noch Wissen mitzunehmen, ich zum Beispiel schreibe mir noch alle leckeren Rezepte meiner Mama auf....ich persönlich, und das ist nur meine Meinung, finde nicht, dass man nur "das Beste daraus machen" kann, was kann man denn Gutes oder Bestes daraus machen, wenn die Mama stirbt???
Mir geht es auch so, ich habe furchtbare Angst, dass es auf einmal und ganz plötzlich ganz schnell geht, zumal meine Mama zeitlich schon den Prognosen getrotzt hat.
Wir haben da keinen Einfluss drauf. Und das ist diese Hilflosigkeit. Ich denke jeden Tag von morgens bis abends an und über meine Mama und habe so eine unerträgliche Angst davor, wenn sie stirbt, wie soll ich mein Leben ohne meine Mama haben? Meine Vetraute, meine Mama....ich reiße mich auch nicht zusammen, wenn ich weinen muss, lasse ich es raus. Es war schon so schlimm, als ich meinen Papa verloren habe....ich habe über zwei Jahre gebraucht, um das überhaupt erstmal anzunehmen, die Leute sagen, der Schmerz vergeht, tut er nicht, aber er verändert sich. Es wird besser, das Herz beruhigt sich irgendwann...
Mir hilft es sehr, den Gedanken anzunehmen und zu erlernen, dass Leben und Tod nunmal zusammenhängen....hier kann ich Dir ein wirklich gutes Buch empfehlen: Das tibetische Buch vom Leben und Sterben....
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen Kraft und Mut auf Deinem Weg und Deiner Mama umsomehr.
Der Tod ist nicht das Ende.
Wenn Dir so zumute ist, schreib mir gern....
Ganz liebe Grüße Ina

Sterntaler
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Re: Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von Sterntaler » 28. Januar 2020, 12:45

Liebe, verzweifelte Samifa,
bei mir kullerten auch ein paar Tränchen, als ich deinen Beitrag laß. Er hat mich an meine Situation erinnert. Ich verlor auch innerhalb von 2 Jahren 2 wichtige, liebe Menschen. Man ist noch nicht aus der einen Trauer und schon kommt der nächste Trauerfall. Ich konnte mich auch nicht von meinem Mann verabschieden. Er fiel um und war sofort tot. Bei der anderen lieben Person zog es sich länger hin. Alles Unausgesprochene konnte ich ihr noch sagen, mit ihr kuscheln, sogar manchmal lachen.
Ich habe beide im Herzen und rede täglich mit ihnen. Ja, ich lasse sie an meinem Leben teilhaben. Das tut mir gut.
Aber das Leben geht irgendwie weiter, es muss ja. Schließlich bin ich ja noch da und muss auf mich achten mit den vielen "Wehwehchen." Ich denke, alles hier auf Erden hat seinen Sinn. Der Tod auch.
Reden tut gut, Beten auch! Viel Kraft für deine Mama und dich. Vielleicht darf ich dich mal kurz umarmen, wenn du willst? Das tut auch gut. In dieser Situation ist man für jede kleine Aufmerksamkeit und ein bisschen Trost unsagbar dankbar, nicht wahr?

LebenundTod, "der Tod ist nicht das Ende", wie tröstend und hoffnungsvoll das klingt.
Ich lese zur Zeit und immer mal wieder das Buch von Bernard Jakoby (Dozent für Sterbeforschung) Die Brücke zum Licht. Es beruhigt meine noch trauernde Seele auf wunderbare Weise. Diese Art von Literatur ist nicht Jedermanns Sache, aber Jedem das Seine und wem es gefällt,

Ganz liebe Grüße,
Sterntaler

Samifa
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Re: Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von Samifa » 28. Januar 2020, 21:22

HoKa hat geschrieben:
27. Januar 2020, 15:42
Liebe Sabrina,

es tut mir sehr leid, dass deine Mama diese Sch...Diagnose bekommen hat, :cry:

Wenn sie eine palliative Chemo bekommt, ist sie dann nicht auch einem palliativen ambulanten Team zugeordnet?
Diese Teams sind sehr hilfreich, auch für die Angehörigen. Sie kommen regelmäßig zu Haus vorbei und unterstützen in allen möglichen Fragen,
Vielleicht kannst du Kontakt zu ihrer Ärztin/ Onkologin aufnehmen??

Ich wünsch euch viel Kraft,

LG
Kathrin
Hallo Kathrin,

Vielen Dank für deine Antwort.

Nein von einem palliativen ambulanten Team haben wir bisher noch nicht gehört. Ich habe bisher eh das Gefühl gehabt das mit uns zu wenig gesprochen und zu wenig informiert wurde :(
Aber ich werde mich da mal schlau machen bzw haben wir am Freitag wieder einen Termin zur Blutabnahme, da werde ich das mal ansprechen.

Lg Sabrina

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HoKa
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Re: Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von HoKa » 29. Januar 2020, 08:41

Liebe Ina, jetzt laufen auch mir die Tränen... deine Worte machen aber auch Mut.
Auch mein Papa ist auch an plötzlichem Herztod gestorben (mit 58, vor 18 Jahren) und bei meiner Mama haben sie vor einem Jahr Lungenkrebs mit Knochenmetastasen diagnostiziert (mit75) ... auch völlig aus dem Leben raus, sie war nie ernsthaft krank oder im Krankenahaus, hat nie geraucht... Sie erhält eine palliative Chemo seit einem Jahr und noch ein Jahr (wenn es die Lebensqualität zulässt)…Ihr geht es den Umständen enstprechend gut, wird super durch das Palliativteam betreut...
Sabrina, sprich unbedingt mit den Ärtzten von deiner Mama. darüber.

Ich wünsch euch und euren Mamas alles Gute und viel Kraft.
Sterntaler auch dir alles Liebe.
Liebe Grüße von Kathrin
*Was auch immer gut für deine Seele ist: MACH ES!*

Samifa
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Re: Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von Samifa » 2. Februar 2020, 17:38

Hallo Zusammen,

Ich wollte mal ein kurzes Update zu meiner Mutter geben... die letzte Woche war sehr schlimm. Die Nebenwirkungen von der Chemo zu heftig. Nur Durchfall und Spucken. Sie trank nichts und essen wolle sie auch nicht. Habe ihr schon aus der Apotheke Hochkalorische Trinknahrung besorgt damit ich sie irgendwie bei Kräften behalte. Aber so wie es oben rein geht kommt es leider schon wieder raus. Am Freitag hatten wir einen Termin im Krankenhaus zur Blutabnahme, Montag sollte es mit der Chemo weiter gehen. Ich habe ihr aber schon von vorne rein gesagt, so wie sie aussieht werden Die Ärzte das nicht mitmachen. Und so ist es nun auch... Chemo wurde für Montag ausgesetzt, man hatte sie erstmal an einen Tropf damit sie Flüssigkeit zu sich bekommt. Morgen sollen wir wieder kommen, für noch mehr Flüssigkeit. Der Arzt meinte man wird dann im Laufe der Woche entscheiden wie und ob es überhaupt mit der Chemo weiter geht.
Sie nimmt auch weiterhin nicht viel zu sich, die letzten Tage hat sie ein bisschen Banane gegessen, das wars aber auch schon wieder.

Mir tut es so schrecklich weh sie so zu sehen und nichts unternehmen zu können. Schmerzen hat sie keine, aber ihre Kräfte schwinden.

LG Sabrina

Sallysmum
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Re: Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von Sallysmum » 9. Februar 2020, 22:20

Hallo Sabrina,
ich kann total nachempfinden, wie es dir und deiner Mutter geht. Meine Mutter hat auch die 1.CT hinter sich und ist ziemlich geschwächt. Sie ist immer eine starke Frau eine Macherin gewesen, doch diese Krankheit und die Chemotherapie nehmen ihr die Kraft. Mein Vater sagte mir verzweifelt mehr als 2/3 Therapien steht sie nicht durch. Wir müssen stark sein, daher ist diese Plattform eine absolute Hilfe. Du kannst deine Gefühle formulieren und es wird reagiert ... von Leuten die genauso direkt oder indirekt betroffen sind. Deine Mutter ist sicher noch berufstätig gewesen... sehr wichtig sind die sozialen Kontakte auch außerhalb der Familie, wenn es ihr soweit gut geht.
Die sehr kalorienhaltigen Getränke ( es gibt auch Pudding- Warnung vor Schoko- ist wirklich eklig bitter) sind sehr wichtig, da es mit dem Appetit nicht so besonders ist. Am besten die Lieblings-Geschmacksrichtung herausbekommen und rein damit....
Viel Kraft dir und deiner Mutter, herzliche Grüße
Sally

Samifa
Beiträge: 6
Registriert: 26. Januar 2020, 21:45

Re: Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von Samifa » 20. Februar 2020, 08:37

Hallo zusammen,

Ich berichte mal wieder über den Verlauf...
Nach dem die erste Chemo überhaupt nicht gut verlief und wir erstmal pausiert haben war meine Mutter fest entschlossen trotzdem weiter zu machen. Am Montag fuhren wir zum Termin, schon da sagte sie mir ihre Beine wären so schwer. Im Krankenhaus angekommen, nach dem warten wurden wir aufgerufen. Auf dem weg zum Arzt ist meiner Mutter schon der Kreislauf in den Keller und sie ist umgekippt. Das war ein mega Schock für mich. Ich war in dem Moment mal wieder so hilflos 😢 zum Glück waren wir ja gleich in guten Händen, also wurde sie erstmal mit Flüssigkeit versorgt um wieder einigermaßen zu Kräften zu kommen. Irgendwann kam der Arzt auf mich zu und fragte was wir nun mit Mama machen? Ich sagte ich kann das doch nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden, wir müssen mit ihr sprechen. Er sagte ihr dann nochmal das sie diese Chemo nicht machen muss... aber sie will! Sie will nicht wahrhaben das es für sie das Ende bedeutet. Sie hat immer noch den Glauben das die Chemo ihr helfen wird. Also haben wir mit der Chemo weitergemacht.
Gestern mussten wir wieder ins Krankenhaus um die Pumpe entfernen zu lassen. Gehen ist bei meiner Mutter nicht mehr drinnen, mit dem Rollstuhl habe ich sie zur Station fahren müssen. Auf meinen Wunsch hin haben wir nochmal mit dem Arzt gesprochen, da sie auch sehr dicke Beine hat und auf Grund dessen nicht richtig laufen kann.
Dieser hat letztendlich zu uns gesagt das die Chemo keine Option mehr ist... also wird nicht mehr weiter gemacht.
Ich wusste zwar immer das es so sein wird, aber dennoch trafen mich diese Worte wieder wie ein schlag. Jetzt ist alles vorbei... ich weiß überhaupt nicht mehr wohin mit meinen Gedanken. Ich bin so unsagbar traurig und kann mich selbst jetzt noch nicht damit abfinden das meine Mutter gehen muss 😔 ich will das alles nicht wahrhaben, es ist einfach so ungerecht!

Lg

Samifa
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Re: Meine Mutter hat BSDK

Beitrag von Samifa » 20. Februar 2020, 08:38

Hallo zusammen,

Ich berichte mal wieder über den Verlauf...
Nach dem die erste Chemo überhaupt nicht gut verlief und wir erstmal pausiert haben war meine Mutter fest entschlossen trotzdem weiter zu machen. Am Montag fuhren wir zum Termin, schon da sagte sie mir ihre Beine wären so schwer. Im Krankenhaus angekommen, nach dem warten wurden wir aufgerufen. Auf dem weg zum Arzt ist meiner Mutter schon der Kreislauf in den Keller und sie ist umgekippt. Das war ein mega Schock für mich. Ich war in dem Moment mal wieder so hilflos 😢 zum Glück waren wir ja gleich in guten Händen, also wurde sie erstmal mit Flüssigkeit versorgt um wieder einigermaßen zu Kräften zu kommen. Irgendwann kam der Arzt auf mich zu und fragte was wir nun mit Mama machen? Ich sagte ich kann das doch nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden, wir müssen mit ihr sprechen. Er sagte ihr dann nochmal das sie diese Chemo nicht machen muss... aber sie will! Sie will nicht wahrhaben das es für sie das Ende bedeutet. Sie hat immer noch den Glauben das die Chemo ihr helfen wird. Also haben wir mit der Chemo weitergemacht.
Gestern mussten wir wieder ins Krankenhaus um die Pumpe entfernen zu lassen. Gehen ist bei meiner Mutter nicht mehr drinnen, mit dem Rollstuhl habe ich sie zur Station fahren müssen. Auf meinen Wunsch hin haben wir nochmal mit dem Arzt gesprochen, da sie auch sehr dicke Beine hat und auf Grund dessen nicht richtig laufen kann.
Dieser hat letztendlich zu uns gesagt das die Chemo keine Option mehr ist... also wird nicht mehr weiter gemacht.
Ich wusste zwar immer das es so sein wird, aber dennoch trafen mich diese Worte wieder wie ein schlag. Jetzt ist alles vorbei... ich weiß überhaupt nicht mehr wohin mit meinen Gedanken. Ich bin so unsagbar traurig und kann mich selbst jetzt noch nicht damit abfinden das meine Mutter gehen muss 😔 ich will das alles nicht wahrhaben, es ist einfach so ungerecht!

Lg

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