CEA erhöht, CA 19-9 im Normbereich

an der Bauchspeicheldrüse erkrankten Menschen. Was bedeutet eine Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenerkrankung für das Umfeld der Patienten?
Hier können sich Angehörige und Freunde von Pankreas- / Bauchspeicheldrüsenpatienten austauschen
und haben die Möglichkeit über andere Angehörige / Freunde Rat und Hilfe zu finden.
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gosia
Beiträge: 2
Registriert: 29. Dezember 2018, 12:27

CEA erhöht, CA 19-9 im Normbereich

Beitrag von gosia » 29. Dezember 2018, 13:21

Hallo,

ich heiße Gosia und bin 33 Jahre alt. Bei meinem Vater (61, Nichtraucher, sportlich, keine Begleiterkrankungen) wurde vor kurzem der Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. An der Grenze zwischen Pankreas-Hauptkörper und –Schwanz, dessen Umfang auf 30 mm vergrößert ist, ist eine heterogene Struktur aus Weichteilgewebe 30x27mm sichtbar, es sei ein heterogen deutlicher Tumor mit Anzeichen des Tumorlyse-Syndroms. So steht es in der Beschreibung. Der Tumor sei (zurzeit?) nicht operierbar. Mein Papa hat bereits seit zwei Jahren leichte Beschwerden gehabt, ging immer wieder zum Arzt, nach mehreren Ultraschalluntersuchungen, die absolut nichts ergaben, gab es eine, die Veränderungen der Leber sichtbar machte. Anschließend folgte eine Computertomographie. Diese ergab den oben beschriebenen Befund, also dass mein Papa einen Bauchspeicheldrüsentumor und Lebermethastasen hat (mehrere kleine Herden). Die Krankheit sei bereits in einem fortgeschrittenen IV. Stadium. Die Lunge sei frei von Methastasen (CT-Untersuchung). Vor über einer Woche wurde bei meinem Papa ein Port unter die Haut eingepflanzt, am selben Tag wurde die Biopsie durchgeführt. Gestern, am 28.12., sollte die Chemo losgehen (Folfirinox, da Papa in einem super Zustand ist, kaum Schmerzen, leichte Probleme mit der Verdauung, die aber ganz weg sind, wenn Fett in der Ernährung reduziert wird). Gestern, am Tag der ersten geplanten Chemo, stellte sich fest, dass die Biopsie die Diagnose BDK nicht bestätigt hat. Nun könte man davon ausgehen, dass sie einfach nicht gelungen ist. Papas Onkologe meinte, das sei tatsächlich anzunehmen, allerdings wurden bei meinem Vater auch die Tumormarker bestimmt. Der u.a. für den BDK typische Marker CA 19-9 liegt absolut im Normbereicht (so die Aussage des Onkologen, den Wert hat er uns nicht mitgeteilt). Der Marker CEA ist erhöht. Da hat er den Wert 18 genannt. Nun hat der Arzt erntschieden, die Chemo zu verschieben. Sollte es sich um etwas anderes als um den BDK handeln, würde die Chemo nicht helfen. Wir haben einen neuen Termin für eine erneute Biopsie am 3.01. bekommen. Nun soll nicht mit der Nadel durch den Bauch "gestochen" werden, sondern über eine Art Magensonde, die ultrasonographische Aufnahmen machen kann. Man wird versuchen die tumorverdächtigten Zellen aus dem Bauchspeicheldrüsentumor vom Magen aus zu entnehmen... Bis dahin heißt es warten. Und warten heißt Stress. Wir haben den Arzt gefragt, wie wir mit den Ergebnissen umgehen sollten. Ist das ein Grund, mehr Hoffnung zu haben? Der Onkologe, der ein toller Spezialist ist und für den ich dem lieben Gott jeden Tag danke, meinte, er geht davon aus, dass Papa auf jeden Fall Krebs hat, weil die CEA-Werte erhöht sind. Auch die CT-Bilder zeigen etwas, was typisch nach einem Tumor mit Metastasen aussieht. Er hat dann gesagt, er habe eine Patientin, die Brustkrebs hat, dieser aber woanders sitzt. Sowas habe ich noch nie gehört. Wir haben so viel Hoffnung, dass irgeneine andere Diagnose kommt, die nicht so bitter ist, wie der BDK. Der Onkologe meinte, die Diagnose kann sicher sein, wenn die Zellen mikroskopisch untersucht werden. Ich schreibe nun hier im Forum, um euch nach euren Erfahrungen zu fragen. Kann das sein, dass der Marker CA 19-9 falsch ist? Dass man trotz super Werte BDK hat? Der Arzt schließt nichts aus, ist ja auch verständlich. In der Medizing gibt es kein "auf jeden Fall", "auf keinen Fall". Man kennt nur "höchstwahrscheinlich" etc. Es würde mich freuen, wenn ihr mir schreibt...

LG
Gosia

wasistes
Beiträge: 261
Registriert: 7. Februar 2018, 13:06

Re: CEA erhöht, CA 19-9 im Normbereich

Beitrag von wasistes » 29. Dezember 2018, 19:26

Hallo,
es könnte sich eventuell um einen Neuroendokrinen Tumor handeln, daher ist eine Biopsie mit Histologie sicher gut.
Dann wäre auch ein anderer Verlauf denkbar, als bei einem Adenokarzimon.
Generell scheint der Tumormarker ja nicht bei jedem Patienten gleichermassen anzuschlagen.
Drücke dir und deinem Vater jedenfalls alle Daumen für das Ergebnis.
The wheel of pain will make you stronger

gosia
Beiträge: 2
Registriert: 29. Dezember 2018, 12:27

Re: CEA erhöht, CA 19-9 im Normbereich

Beitrag von gosia » 2. Januar 2019, 12:31

Liebe/r "Wasistes",

danke für deine Antwort!

LG
Gosia

FrauNilson
Beiträge: 3
Registriert: 24. Februar 2019, 17:25

Re: CEA erhöht, CA 19-9 im Normbereich

Beitrag von FrauNilson » 24. Februar 2019, 18:32

Hallo Gosia,
wie ist es denn bei euch weiter gegangen?
Bei meinem Mann liegt der CA19-9 auch im Normalbereich und der CEA ist mit 8 grenzwertig erhöht. Allerdings hat bei ihm die Pathologie einer Bauchfellmetastase wohl ein Adenokarzinom bestätigt.
Liebe Grüße,
Frau Nilson

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