"Narbenzug" oder doch intraneurale invasion (BSDK)

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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davidiana78
Beiträge: 3
Registriert: 3. Februar 2021, 17:47

"Narbenzug" oder doch intraneurale invasion (BSDK)

Beitrag von davidiana78 » 3. Februar 2021, 18:00

Liebe Forenmitglieder,
ich bitte um Eure Einschätzung:
mein Mann wurde im Vorjahr (Mai 20) wegen BSDK am Übergang Körper/Schwanz operiert und mit R1 (aber immerhin ohne Metastasen) entlassen.
Seit Herbst hat er nun immer wieder nachts (ziemlich genau gegen 3 Uhr in der Früh) Schmerzen rechts an der Flanke / am Rücken. Die Schmerzen sind dann nur mit Opiaten in den Griff zu bekommen.
Der behandelnde Arzt meint, dass sei "Narbenzug", weil sich in der Nacht der Bauch entspannt und sich das Narbengewebe (er hatte eine Pankreas-link-Resektion mit Entfernung der Milz und Galle) dehnt.
Ich finde jedoch den Ort der Schmerzen (rechts) seltsam. Kann es möglich sein, dass die Schmerzen mit einer neuralen Invasion zu tun haben? Die Histologie hat nach der OP eine peri- und intraneurale Invasion ergeben.

Hat jemand Erfahrungen mit soetwas?
Vielen Dank und noch einen schönen Abend.
Davi

Madhouse
Beiträge: 15
Registriert: 16. Oktober 2020, 14:49

Re: "Narbenzug" oder doch intraneurale invasion (BSDK)

Beitrag von Madhouse » 11. Februar 2021, 21:12

Hallo Davi....,
bin selbst 06/19 nach whipple operiert worden R0.
Ab 08/19 Folfirinox 12x alle 14 Tage bis 02/20 - das alles ist auf den Tag 1 Jahr her, mit der Chemo.
Lange Zeit habe ich Schmerzmittel gebraucht, teils 30mg Oxicodon, wegen der starken Bauchschmerzen.
Teilweise hatte ich schon morgens Sorge vor den kommenden Schmerzen (und ich bin diesbezüglich erwiesener maßen kein "Weichei")...
Ich habe das nicht verstanden. Woher kommen diese Schmerzen, gerade auch nachts wenn der Bauch entspannt ist und ich nichts mehr gegessen hatte abends. (???)....
Der Onkologe meines Vertrauens bot dann eine Darmspiegelung an.

Gesagt getan, nichts auffälliges festgestellt 11/20, inzwischen geht es ohne jegliche Schmerzmittel meist ganz gut....
Was ich damit sagen will, es braucht alles seine Zeit. Eine große Sache die ganze Op, heilung, aber auch all die hiermit verbundenen Belastungen wie Ängste vor dem Rezidiv.

Die Zeiten sind nun gerade auch nicht mit derartiger Ablenkung gespickt, das man vor lachen vergisst krank zu sein und keine Zeit hierfür hat.
Alles erdenklich gute, mit herzlichen Dank wie Gruß allen hier
Tosh

davidiana78
Beiträge: 3
Registriert: 3. Februar 2021, 17:47

Re: "Narbenzug" oder doch intraneurale invasion (BSDK)

Beitrag von davidiana78 » 6. April 2021, 14:50

Hallo Tosh,

vielen Dank für die Antwort und Deinen postiven Zuspruch.
Hier ein kurzes Update:
Die Schmerzen sind immer mehr geworden (inzwischen muss er Hydal nehmen und hat zusätzlich noch ein Mittel für Schmerzen in der Nacht). Der CA 19-9 ist inzwischen wieder auf 100 gestiegen (war vor 2 Jahren auf über 1200 und vor einem Jahr, nach Chemo, Bestrahlung und Chemo auf 2) und er hat in den letzten 3 Wochen 4 kg abgenommen.

Für ihn ist es jetzt klar, dass der Krebs zurück ist.
Morgen hat er einen Termin mit dem Chirurgen und wird dann voraussichtlich am Freitag mit der Chemo (Gemcitabine) beginnen.
Kann mir jemand sagen, ob mit der Chemo die Schmerzen zurückgehen? Also inzischen ist das Leben ziemlich anstrengend: keine einzige durchgeschlafene Nacht...

Liebe Grüße und Dir noch alles Gute!
Davi

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