Vom Reflux zum Enzymmangel

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Jana
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von Jana » 19. Juni 2022, 19:29

turnschuh hat geschrieben:
19. Juni 2022, 10:10

Ansonsten habe ich auch noch herrausgefunden das ich sehr oft unterzuckert bin. Vorallem wenn ich etwas mit viel Zucker esse, stürzt mein Blutzucker 1-2std nach dem Essen total ab und ich habe Kopfschmerzen, Müdigkeit, Sehschwächen.
Hast du denn mal in der Situation auch deinen Blutzucker gemessen oder ist das nur eine Vermutung, dass die Symptome von einer Unterzuckerung kommen?

Es gibt die sogenannten alimentären Hypoglykämien. Dabei steigt der Blutzucker nach bestimmten Mahlzeiten erst zu stark an, der Körper schüttet dann daraufhin zu viel Insulin aus und man rutscht deswegen in eine Unterzuckerung. Es gibt Patienten, die später an Diabetes (überwiegend Typ2 Diabetes) erkranken und im Vorfeld von diesen alimentären Hypoglykämien berichten. Dann gibt es aber auch Patienten mit alimentären Hypoglykämien, die keinen Diabetes entwickeln.
Bei alimentären Hypoglykämien hilft es nur, dass man Mahlzeiten, die überwiegend aus schnellen Kohlenhydraten bestehen (wie Zuckerhaltiges, Kuchen, Brötchen, Reis, Nudeln) zu meiden und stattdessen falls möglich mehr Ballaststoffe zu sich nimmt. Zudem kann es auch helfen, die schnellen Kohlenhydrate mit anderen Lebensmitteln zu kombinieren, damit diese nicht mehr so schnell wirken können (also mit Gemüse, Eiweiß oder Fett). Letzteres scheidet bei Pankreasproblemen eher aus. Aber gut verträgliche Gemüsesorten gedünstet oder gekocht, fettarmes Eiweiß ggf. auch pflanzlich könntest du definitiv mal ausprobieren.

DOKASCH
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von DOKASCH » 20. Juni 2022, 09:30

Danke jana deine Antwort hilft oder erklärt mir gerade einiges. Ich habe ja auch oft das Problem dass mir der BZ innerhalb 2/3 Std. nach dem essen runter geht und ich dann sehr starken heißhunger bekomme und ich dann wieder das falsche esse. Es so zu lesen wie du es beschreibst gibt mir wieder Antrieb es besser zumachen.
Dorothea

turnschuh
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von turnschuh » 5. August 2022, 15:13

Hallo Zusammen,

ich melde mich nochmal nach zwei weiteren Untersuchungen:

1. Dünndarmfehlbesiedelung H2 Atemtest Glukose: Keine Auffälligkeiten
2. Magenentleerungsszintigrafie: Nach 45 Min 83% (Norm 21-64%), Nach 120 Min 36% (Norm 0-25%): Deutlich verzögerte Magenentleerung

Nun ist die Reihenfolge der Tests natürlich schlecht gewählt aber ich klammere die SIBO mal aus.
Jedenfall würde eine verzögerte Magenentleerung einige Symptome erklären, macht die Sache aber auch nicht gerade leichter. Ich vermute der niedrige Elastasewert kann damit nichts zu tun haben und das ist ein Thema das noch ontop drauf kommt?

Ansonsten habe ich aktuell auch noch sehr starke Beschwerden in den Nasennebenhöhlen.

Gewicht hat sich bisher keine Verbesserung gezeigt.

klausiklaus
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von klausiklaus » 6. August 2022, 07:09

Hallo Turnschuh, hast du die Magenschmerzen noch oben rechts (Leber, Galle)?
Wenn du zu viel Fett ist und oben rechts die Magenschmerzen hast, ist dein Stuhl dann von der Farbe zumindest normal oder manchmal zu hell (grau, wie wenn die Galle fehlt)?

turnschuh
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von turnschuh » 6. August 2022, 13:56

Hallo,

ja genau die schmerzen sind oben Rechts. Ich würde eher sagen hell. Grau war schon schonmal dabei. Wieso?

klausiklaus
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von klausiklaus » 6. August 2022, 16:12

Nur eine Vermutung, da meine derzeitigen Symptome (trotz anderer Grunderkrankung) sehr zu deinen passen.
Wie wenn der Kopf der Bauchspeicheldrüse kurzzeitig (einige Stunden) bei Überanspruchung im Sinne einer Pankreatitis anschwillt und dadurch die Galle/den Gallengang staut, was den Oberbauchschmerz verursacht.
Dann kommt ein bissal Nahrung eben ohne Gallensaft in Berühung, und wird zu acholischem/grauen Kot. Irgendwann hört die Schwellung wieder auf, der (ggfs. zu viele) Gallensaft kommt raus und sorgt dann neben einem süßlichen Gallenreflux für eine abführende Wirkung, die Nahrung kommt dann fast unverdaut raus (bspw. sieht man dann den Salat noch drin), weil der Dickdarm mit so viel Gallensaft nicht umgehen kann. Dann hab ich auch wieder danach 1 Tag zu hellen Stuhl bzw. "sehr bunt", weil dann ggfs. die Galle durch den Verlust zu wenig ist bei einem kleine Teil des Stuhls.

Ich habe das Krankheitsbild so aber nicht gefunden und frag das Anfang September meinen Gastrologen, ob das eine chronische Pankreatitis mit anderne Symptomen als in den letzten 30 Jahren ist. Bei mir fing es übrigens nach der 2. Covid Impfung an (Biontech; 3 Tage danach Übelkeit, Feiber und Übergeben für 6 Stunden, dann Ruhe und danach sehr, sehr oft Völlegefühl/Blähbauch und 2-3 Monate später dann neben Extrasystolen auch sehr starke Oberbauchschmerzen nach zu viel Fett.
Jedoch konnte das ein Arzt noch nicht bestätigen. Es gibt jedoch einige Berichte zu Pankreatiten nach Biontech Impfungen.

Wie gesagt alles nur eine Vermutung, da die Galle ja durch eine Pankreas gestaut werden kann.

turnschuh
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von turnschuh » 8. August 2022, 16:05

Das ist seltsam, ich hatte auch die zwei Biontech Impfungen in dem Zeitraum wo die Probleme los gingen.
Auf der anderen Seite, es gibt auch Berichte wo COVID das Pankreas angreift. Es könnte also beides der Auslöser sein?

klausiklaus
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von klausiklaus » 8. August 2022, 16:28

Klar, beides könnte der Auslöser sein. Das Immunsystem kann das ggfs als Virus erkennen und nen Mimikry machen. Sehr selten jedoch.

klausiklaus
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Re: Vom Reflux zum Enzymmangel

Beitrag von klausiklaus » 8. August 2022, 17:40

Wie gesagt hatte ich aber eher von akuten Pankreatiten gelesen, selten das (eher wahrscheinlichere) chronischere Verhalten bei uns, glaube nur 1 von den 200 aus der Studie von vor nem Jahr.

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