Hallo in die Runde, bei meiner Mutter (74 Jahre) wurde vor ein paar Wochen ein Tumor am Gallengang festgestellt. Deswegen musste am 11.09.26 eine Whippel Op durchgeführt werden in der die Galle, Ein Teil der Bauchspeicheldrüse, Magen. Darm und Leber entfernt wurde.
Meine Mutter hatte starke Schmerzen und ist erst nach einer Woche von der Intensivstation auf die Normale verlegt worden. Kurz danach hatte sie Probleme mit ihrem Magen. Sie hat in der Nacht viel dunklen Schleim (vermutlich altes Blut) erbrochen. Zum Glück musste nicht nochmal operiert werden.
Nach insgesamt 16 Tagen wurde sie nach Hause entlassen.
Sie versucht aktiv zu bleiben, kommt aber schnell an ihre körperlichen Grenzen. Deswegen läuft sie momentan am Rollator. Sie hat auch viel mit starker Übelkeit zu kämpfen.
Sie sollte sich eigentlich einen Port setzen lassen. Hat diesen Eingriff aber erstmal abgesagt. Unter anderem weil in ihrem jetzigen Zustand keine chemo möglich wäre.
Sie wollte eigentlich generell keine Chemotherapie machen lassen.
Hat jemand hier Erfahrungen die meiner Mutter und mir Mut machen können? Die Heilung geht gefühlt soooo langsam voran. Meine Mutter war vor der OP so aktiv. Es tut mir weh sie so leiden zu sehen.
Viele Grüße von Susanne
Einer besorgten Tochter
Erfahrungen nach Whipple OP
-
Fred Feuerstein
- Beiträge: 15
- Registriert: 19. September 2025, 18:08
Re: Erfahrungen nach Whipple OP
Hallo, ich hatte Whipple vor über 1Jahr mit 78 Jahren.Wegen Komplikationen war ich über 60Tage im Krankenhaus. Direkt anschließend 4 Wochen Anschlussheilbehandlung (REHA). Das hat mir am meisten geholfen.
Keine Chemo eben wegen fehlender Kraft und Gewicht.
Es dauert etwa ein halbes Jahr, bis ich Besserung hatte. Zusätzliche Therapie: zum Psychologen und zur Physioterapie/Krankengymnastik.
Liebe Grüße Fred
Keine Chemo eben wegen fehlender Kraft und Gewicht.
Es dauert etwa ein halbes Jahr, bis ich Besserung hatte. Zusätzliche Therapie: zum Psychologen und zur Physioterapie/Krankengymnastik.
Liebe Grüße Fred
-
oOSanneOo
- Beiträge: 2
- Registriert: 9. Oktober 2026, 16:32
Re: Erfahrungen nach Whipple OP
Erstmal vielen Dank für die Rückmeldung. :-)
Es gibt mir Hoffnung, dass es auch im höheren Alter irgendwann eine Besserung des Gesamtzustands gibt.
Meine Mutter wollte eigentlich keine Chemo machen. Jetzt hat sie aber am 20.10. einen Beratungstermin in der Onkologie. Ich vermute dass man ihr dort genügend Angst machen wird, dass sie eine Chemo machen lässt. :-(
In dem aktuellen Zustand kann ich mir nicht vorstellen dass eine Chemo hilfreich wäre.
Ich würde eine Reha gut finden für meine Mutter, man sagte ihr dass es erst möglich ist wenn ihre Therapie beendet ist. Also nach der Entscheidung Chemo oder nicht.
Es gibt mir Hoffnung, dass es auch im höheren Alter irgendwann eine Besserung des Gesamtzustands gibt.
Meine Mutter wollte eigentlich keine Chemo machen. Jetzt hat sie aber am 20.10. einen Beratungstermin in der Onkologie. Ich vermute dass man ihr dort genügend Angst machen wird, dass sie eine Chemo machen lässt. :-(
In dem aktuellen Zustand kann ich mir nicht vorstellen dass eine Chemo hilfreich wäre.
Ich würde eine Reha gut finden für meine Mutter, man sagte ihr dass es erst möglich ist wenn ihre Therapie beendet ist. Also nach der Entscheidung Chemo oder nicht.
-
Fred Feuerstein
- Beiträge: 15
- Registriert: 19. September 2025, 18:08
Re: Erfahrungen nach Whipple OP
Hallo, danke für die Antwort. Chemo ist schwierig und nur individuell zu entscheiden. Man kann auch nach der ersten Serie abbrechen. Dann bekommt man vielleicht das orale Medikament Daraxonrasib, hoffentlich bald in D/EU zugelassen. Eine REHA würde ich unbedingt zeitnah beantragen. Eigentlich wäre eine AHB direkt nach dem Krankenhaus gut gewesen, der Umstieg direkt nach Hause ist schwer.
Alles Gute für Deine Mutter, liebe Grüße Fred
Alles Gute für Deine Mutter, liebe Grüße Fred