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Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 29. Oktober 2009, 18:45
von Reinhard
Corinna B. hat geschrieben:. Aber im nach hinein dauert bei mir ein Infekt ohne Antibiotika eine Woche und ohne Antibiotika7 Tage, da hat sich nichts geändert. Aber es hat sich auch nicht geändert das ich dann viel Holunderbeer - oder Fliederbeersaft, wie das auch heißt trinke, Lindenblütentee - eben Großmutters Programm durchziehe, selbst gegen Fieber helfen bei mir noch Wadenwickel. Und an Medis nehme ich dann auch schon mal Paracetamol, Nasentropfen und manchmal Hustentropfen, meistens aber eher Zwiebelsaft.
Ich weiß ja nicht was krankheitshalber noch auf mich zukommt, aber ich möchte schon, das dann die Antibiotika ohne große Probleme wirken ohne das erst noch gesucht werden muss gegen was alles mein Körper schon resistent ist.
Aber ich denke dein HA wird dich sicherlich gut beraten.

Danke für Deinen nützlichen Beitrag.
Nur wenn die Dinger (Bakterien) zu Dir kommen, dann haben sie schon jede Menge von den Antibiotika der zweiten Wahl und sogar der erstem Wahl (Tamiflu) auf dem Puckel, dass sie in Deinem zarten Körper auch nicht mehr wirken. da sie auf die Antibiotika, die Du gerade extra nicht nimmst, längst resistent sind.
Leider denken eben nicht alle so wie Du. Bin voll Deiner Meinung, nur es nutzt uns nichts. Kenne einen Arzt in einer Klinik, der Tamiflu nur auf Grund eines vagen Verdachtes bei einer schlichten Erkältung (wurde auch nicht mehr) verordnet hat.
Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 29. Oktober 2009, 22:39
von heinz05
Wegen der häufigen Fieberschübe war ich im Sommer 3 Tage im Krankenhaus. CT, MRT, X-malige Blutuntersuchungen brachten kein Ergebnis. Der Prof sagte mir dann dass es eventuell an Bakterien liegen kann die vom Darm in die Gallengänge gelangen. Ich bekam für 6 Wochen Antibiotikum verordnet. In dieser Zeit war dann Ruhe.
Was mich wundert, dass man bei der heutigen Technik keine genauen Diagnosen erstellen kann.
Auch der Hausarzt hält sich ehr zurück. Immunschwäche wegen der Milz alles mögliche hört man. Nur nichts genaues.
Ich bemühe mich um eine Kur, vieleicht bringt das Besserung.
Gruß Heinz
Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 14. Februar 2010, 14:40
von heinz05
Hallo,
nach weiterhin regelmäßigen Erkrankungen mit leichten Fieberschüben war ich wieder im Krankenhaus.
Die Untersuchungen haben ergeben dass soweit alles OK ist. Die Ursache sind Entzündungen der Gallenwege aufgrund aufsteigender Bakterien. Folge der Veränderungen nach Whipple OP. Diesmal habe ich zusätzlich noch Schmerzen an einem Lymphkonten.
Bekomme jetzt wieder Antibiotika.
Ich habe nachgerechnet, in den letzten 12 Monaten war ich jetzt ca 15 x erkrankt. Da ich noch voll berufstätig bin frage ich mich wie das weitergehen soll, wie lange mein Arbeitgeber da noch mitmacht ?
Viele Grüße
Heinz
Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 14. Februar 2010, 17:05
von Ingo
Quäl' dich nicht weiter 'rum und stell' nen Rentenantrag. Ich könnte gar nicht mehr arbeiten mit all meinen Beschwerden und dauernden Erkrankungen nach der Whippe-OP. Ich bin echt froh, dass ich nicht mehr arbeiten muss, obwohl ich meinen Beruf und meinen Job geliebt habe. Ich hab' jetzt die Rente dauerhaft durch und das ist auch gut so, denn ich weiss nicht wie lange das nach zwei Krebserkrankungen mit mir gut geht. Also scheiss' auf's Arbeiten.
Gruß
Ingo
Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 14. Februar 2010, 22:22
von tula
Hallo Heinz,
diese heftigen Fieberschübe hatte auch mein Mann, zwar nicht so oft wie Du, aber immerhin, sie haben ihm auch sehr zugesetzt. Einen Klinikaufenthalt, aus diesem Grund, hat es aber nie gegeben.
Bei meinem Mann wurde eine Blutuntersuchung gemacht und der Auslöser für diese Schübe waren, so der Arzt, zweifelsfrei Kolibakterien. Der fehlende Schließmuskel (Papille) war leider nicht so gut nachkonstruiert worden, da konnten die Bakterien schon mal leicht nach oben kommen. Dann wehrt sich der Körper mit schlimmsten Schüttelfrost und Fieber. Das Fieber stieg immer bis über 40 Grad. Mein Mann hat dann sofort Ciprobay 250 mg genommen. Nie mehr als eine Packung, das waren 10 Tabletten. Mit dieser Stärke und Menge kam er klar. Es gab bei diesen Schüben auch mal Pausen von drei Monaten. Das war aber eher selten. Sechs bis acht mal im Jahr hat es ihn leider erwischt.
Lt. unserem Doc muss das Blut noch wärend dem Schub abgenommen werden. Nur dann kann man zweifelsfrei nachweisen, um welche Bakterien es sich handelt.
Was letztlich die Schübe ausgelöst hat, wurde nie so richtig festgestellt. Am ehesten war wohl unsere Beobachtung, wenn mein Mann sich körperlich sehr angestrengt hat, dann kam auch meistens das Fieber. Besonders nach langem und ausdauernden Schwimmen passierte es. Zusammenhänge mit der Nahrung konnten wir nicht feststellen.
Wenn Du einen körperlich anstrengenden Job hast, dann könnte es da eine Erklärung geben und Du solltest vielleicht mal über Ingos Rat nachdenken.
Ich wünsche Dir alles Gute.
LG
Ulla
Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 15. Februar 2010, 11:05
von Lutz Otto
Hallo Heinz,
deine geschilderten Symptome kommen mir sehr, sehr bekannt vor.
Vor fast drei Jahren wurde bei mir eine chronische Cholangitis diagnostiziert.
Seither habe ich immer wiederkehrende Fieberschübe mit Schüttelfrost zu beklagen, welche meist nach starken körperlichen Anstrengungen auftreten. Habe dafür stets Novalgin-Tabletten für Fieber, aber auch ständig ein " Notfallantibiotikum für 7 Tage" zu Hause auf Vorrat.
Die Dauer der " Schübe" beträgt nach erfolgreicher Novalgin-Therapie meist 1-2 Tage. Antibiotikum wirklich nur im Notfall.
Sollte das bei dir ähnlich sein, kann ich deine " Ängste " - wie wird es in Zukunft mit meiner Arbeit - durchaus nachvollziehen.
LG Lutz
Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 15. Februar 2010, 11:20
von uwe
Hallo Heinz, Ingo, Lutz,
ich habe bei mir die gleichen Symtome festgestellt.
Ich kann auch einen Zusammenhang zwischen körperl. Belastung und Schmerzen erkennen.
Eine Diagnuse wurde da bisher nicht gestellt....
Immer wenn ich nach so einem Schub beim Hausarzt war waren die Blutwerte ok.
Ansonsten behandel ich mich genauso wie Lutz.
Schönen Tag
uwe
Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 21. Februar 2010, 11:54
von heinz05
Danke für die Resonanz,
ich war eine Woche mit meiner Frau verreist, Erholungsurlaub. Es geht mir gut. Am Montag gehts zur Arbeit.
Falls die Fieberschübe allerdings so weitergehen werde ich über den Rat von Ingo mir ernsthaft Gedanken machen müssen.
Viele Grüße
Heinz
Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 22. Februar 2010, 16:58
von Michaela
Ein freundliches

an alle,
ich bin selbst klassisch gewippelt seit August 2008 und habe akut die obern beschriebenen Fieber und Schüttelfrostschübe erlitten.
Derzeit wird dem durch Endosonigrafie und CT auf den Leib gerückt.Dank Ciprofloxaxin ist der CA 19-9 Wert von knapp 3000 auf 120 runter und die Schübe blieben aus.Allerdings nahm ich das Antibiotikum auch die letzten 27 Tage. Da ich keine Galle und keinen Gallengang mehr habe,muß ich also mit diesen Schüben in Zukunft leben???
Re: Whipple-OP Leben danach III
Verfasst: 24. Februar 2010, 11:56
von Norbert
Hallo Michaela,
ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Weiß man denn bei dir was entzündet war, wenn du keinen Gallengang mehr hast ?
Es ist eher untypisch so lange ein Antibiotikum einzunehmen.
Die Frage ob du in Zukunft weiter damit leben musst, wird dir hier keiner beantworten können. Da heißt es wohl abwarten, ob´s wieder kommt.
Bei deiner nächsten Frage bitte einen eigenen Thread eröffnen, das ist einfach besser.
LG
Norbert