Seite 2 von 2
Re: Niedrige Elastase und wechselnde Symptome – hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Verfasst: 20. März 2025, 09:26
von ScheuesReh
Danke für die schnelle Rückmeldung!
Ja, ich komme wohl nicht um das MRCP herum. Meine Gastroenterologin hatte damals im Standard-Prozedere für den Herbst 2024 ein MRCP zur Galle und den Gallengängen vorgesehen. Ich habe daraus geschlossen, dass sie da eventuell einen Zusammenhang vermutet hat, auch wenn sie es nicht direkt gesagt hat.
Meine Symptome sind wirklich schwer einzuordnen. Ich habe immer weichen Stuhl, aber mal geformt, mal ungeformt. Dazu kam jetzt Durchfall, der auch mal mit festen Stücken durchmischt ist. Fettstuhl in dem Sinne mit starkem Ölfilm habe ich nicht gesehen, aber es gab hin und wieder einen dünnen Film auf dem Wasser, der aber auch von anderen Faktoren kommen könnte.
Das Merkwürdige ist: Manche Lebensmittel vertrage ich mal ohne Probleme, dann wieder nicht. Zum Beispiel Lachs: Ich habe ihn früher problemlos gegessen, dann gab es Phasen, in denen ich darauf sehr weichen Stuhl hatte, aber manchmal vertrage ich ihn auch wieder. Lyoner, Fleischwurst und andere fette Lebensmittel gehen absolut klar, dann wieder nicht – keine Ahnung, woran das liegt.
Beste Grüße!
Re: Niedrige Elastase und wechselnde Symptome – hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Verfasst: 20. März 2025, 10:57
von Andi
Hallo,
es ist manchmal ganz schwierig mit der Ernährung.
Mir ist es ziemlich egal, wie der Stuhlgang aussieht, entscheidender sind Beschwerden, wie Schmerzen, Übelkeit, Völlegefühl usw.
Es kommt oft auf die Menge an, die man ißt, mit Fett sollte man generell sehr vorsichtig sein.
Bei Lachs z.B.besteht schon ein Unterschied, ob Zuchtlachs oder Wildlachs, sind kleine Dinge und Kombination, die manchmal das Fass zum Überlaufen bringen.
Bei mir ist es wichtig regelmäßig zu essen, ein warmes selbst gekochtes Mittagessen, keine großen Portionen, und ja aufpassen mit Fetten, Zusatzstoffen, irgendwelche Konservierungsstoffe, sowas mag meine Drüse überhaupt nicht.
Letztendlich muss jeder selbst probieren, was halbwegs vertragen wird.
Liebe Grüße Andi
Re: Niedrige Elastase und wechselnde Symptome – hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Verfasst: 6. März 2026, 13:32
von carbonskeleton
Hey,
das was du Beschreibst passt sehr gut auf meine Erfahrung.
Seit 5 Jahren Durchfälle und wehcslende Stühle zwischen breiig und auch mal fest.
Elastase in allen Messungen immer schwankend niedrig zwischen 30-190 alles dabei.
Schwankende Schmerzen im gesamten Bauch.
Bei mir wurde schon viel untersucht. 3 Magen-Darm-Spiegelungen, 2 MRTs, 1 MRCP. Alles ohne Befund.
Ich nehme Pangrol, habe auch Kreon und und Nortase probiert. Ich kann nicht sagen, ob meine Symptome jemals besser dadurch waren oder ob es die normale Schwankung der Symptomstärke ist, die ich erlebe. Was mir häufig gesagt wurde, wenn eine echte EPI mein Problem wäre, hätten die Enzyme eine deutliche Verbesserung oder Symptomfreiheit gebracht. Ich war bei 3 Ärzten. Alle drei sagen mir deutlich ohne relevanten Gewichtsverlust und ohne deutliche Organveränderungen in MRT und MRCP ist nicht davon auszugehen, dass mein Pankreas die Ursache ist sondern eher eine Art Vegetative Dysregulation. Am Wahrscheinlichsten ist es, dass die Darmpassage durch eine gestörte Reizleitung zu schnell ist, Enzyme sich nicht gut mischen oder zum falschen Zeitpunkt im Dünndarm landen.
Wenn ich mir deine Erfahrung durchlese, würde ich das genauso bewerten. Keinen deutlichen Gewichtverlust + vorerst unauffällige Bildgebung und unsicherer Effekt von Nortase = EPI unwahrscheinlich bzw. nicht plausibel für die schwere deiner Symptome. Denn häufig macht eine EPI sich erst bemerkbar, wenn dein Organ deutlichen Schaden genommen hat. Das hätte man im Ultraschall dann schon gesehen oder dadurch, dass du massiv und schnell an Gewicht verloren hast. Wechselnde Stühle, mal fest, mal nicht fest sind untypisch. EPI progressiert und stagniert nicht.
Eins kann ich dir auch aus meinen 5 Jahren Erfahrung mit schwersten Symptomen mitgeben: Durchweg alle meine Fach-Ärzte konnten aus Erfahrung sagen, dass der Elastase-Wert super ungenau und anfällig auch für Dauerhafte Falschmessungen sind, bei bestehenden Darmunregelmäßigkeiten. Selbst ein 3 Mal erniedrigt gemessener Wert sagt nichts darüber aus, ob wirklich eine EPI vorliegt. Und je niedriger der Wert ist, bedeutet auch nicht, dass das Problem schwerwiegender ist.
Würde an deiner Stelle zur Sicherheit ein MRT mit MRCP machen lassen, dann weißt du es ganz genau und kannst dich auf Sympromlinderung fokussieren, ohne Angst zu haben, dass da etwas schlimmeres hintersteckt.
Mir hat zum Beispiel niedrig dosiertes Amitryptilin geholfen, die Schmerzen zu reduzieren.
LG