Hallo Nikki,
ich habe ebenfalls eine Whippl hinter mir, vor mehr als 2 Jahren.
Die verlief zwar gut und ich war sehr schnell wieder auf den Beinen, aber danach hat sich der Rest Pankreas so entzündet, dass ich eine zweite OP zur vollständigen Pankreatektomie hatte, die ich dann nicht so gut weggesteckt habe. Zwei solche OPs in wenigen Tagen sind dann doch etwas viel für den Körper.
Das Risiko ist da und real, dass es Komplikationen geben kann. Das blendet man gerne aus, und das ist auch gut und richtig. Denn was wäre die Alternative?
Es wurde hier schon geschrieben: Enzymeinnahme nach der OP muss man lernen und üben. Und die Ärzte sind da nicht die besten Ratgeber. Mir wurde erst nach über einem Jahr durch die Ernährungsberaterinnen in Bad Oexen der Umgang mit den Enzymen, die individuelle Dosierung und die Einnahmevarianten beigebracht. Sieh Dich für nach der OP nach einer Reha-Klinik um, die sich mit Pankreatektomie auskennt für die Anschlussheilbehandlung! (Bad Oexen kann ich da sehr empfehlen.)
Das Leben ohne Bauchspeicheldrüse ist nicht schlechter als mit ihr, nur ein wenig kompliziert am Anfang.
Gruß
Michael
Wer hat Whipple gut überstanden?
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Matti
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- Registriert: 20. Oktober 2026, 10:08
Re: Wer hat Whipple gut überstanden?
Hallo, möchte meine Erfahrung auch mitteilen für zukünftig betroffene,
bei mir ist die pyloruserhaltende Whipple-OP mit Leberkeilresektion 11 Monate her, 1 Tag nach OP gings von der Intensivstation (wo ich schon das erste mal wieder auf die Beine gestellt wurde) auf Normalstation, Schmerzen sind erträglich durch Rückenkatheder der ständig liefert, nach paar Tagen wird dann Rückenkatheder langsam runtergefahren und dann entfernt, weiter Schmerzmittel (Novalgin) intravenös), danach gehts mit Physio schon auf den Flur marschieren, kurz vor Entlassung bekam ich dann leider eine schwere Sepsis durch ein Gallenleck mit entsprechender Medikation, dagegen waren die postopertiven Schmerzen „nichts“) nach 4 Wochen gings dann nach Hause, ab dann täglich für 10 min Gehen aufm Laufband was ich dann auch zügig wieder steigern konnte, danach Reha in Bad Oexen (sehr zu empfehlen) und das ganze Jahr jetzt schon fleissig am wandern und (ebike)-radeln
War vorher jahrzehntelang Ausdauersportler, denke das hat mir doch sehr geholfen
Pankreatan zu den Mahlzeiten, ausser teilweise mächtigen Bauchgeräuschen ist es ok
Auch zu erwähnen dass man die grosse quer verlaufende Naht kaum sieht, hatte mich schon direkt nach dem aufwachen überrascht keine Fäden zu sehen, keinen Verband
Grüsse
bei mir ist die pyloruserhaltende Whipple-OP mit Leberkeilresektion 11 Monate her, 1 Tag nach OP gings von der Intensivstation (wo ich schon das erste mal wieder auf die Beine gestellt wurde) auf Normalstation, Schmerzen sind erträglich durch Rückenkatheder der ständig liefert, nach paar Tagen wird dann Rückenkatheder langsam runtergefahren und dann entfernt, weiter Schmerzmittel (Novalgin) intravenös), danach gehts mit Physio schon auf den Flur marschieren, kurz vor Entlassung bekam ich dann leider eine schwere Sepsis durch ein Gallenleck mit entsprechender Medikation, dagegen waren die postopertiven Schmerzen „nichts“) nach 4 Wochen gings dann nach Hause, ab dann täglich für 10 min Gehen aufm Laufband was ich dann auch zügig wieder steigern konnte, danach Reha in Bad Oexen (sehr zu empfehlen) und das ganze Jahr jetzt schon fleissig am wandern und (ebike)-radeln
War vorher jahrzehntelang Ausdauersportler, denke das hat mir doch sehr geholfen
Pankreatan zu den Mahlzeiten, ausser teilweise mächtigen Bauchgeräuschen ist es ok
Auch zu erwähnen dass man die grosse quer verlaufende Naht kaum sieht, hatte mich schon direkt nach dem aufwachen überrascht keine Fäden zu sehen, keinen Verband
Grüsse
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tbrandl78
- Beiträge: 4
- Registriert: 20. Oktober 2026, 06:26
Re: Wer hat Whipple gut überstanden?
Servus Matti, das mit dem Ausdauersport vorher sehe ich genauso, das zahlt sich halt aus. Bei mir war es ähnlich, erst nur die Runde ums Haus und dann Stück für Stück wieder im Bayerischen Wald unterwegs, a bissl mehr jede Woche. Die Bauchgeräusche kenn ich auch, das hat sich bei mir seid dem ersten halben Jahr mit kleineren Portionen und Pankreatan direkt zum Essen eingependelt. Das mit dem Gallenleck und der Sepsis ist schon heftig, aber gut das du es offen schreibst, weil man sollte wissen das sowas passieren kann. Hauptsache du bist wieder auf dem Rad.
Gruß Thomas
Gruß Thomas
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Matti
- Beiträge: 2
- Registriert: 20. Oktober 2026, 10:08
Re: Wer hat Whipple gut überstanden?
Es ist halt sehr wichtig diese schwere OP in einem Pankreaszentrum zu machen, evtl können andere Kliniken das auch durchführen, sollte aber eine der möglichen Komplikationen eintreten (wie bei mir) dann wird die Luft dort schnell dünn, in den Zentren sind aber dann alle entsprechenden Bereiche wie Radiologie/Gastronterologie/Chirurgie etc darauf eingestellt und wissen was dann zu tun ist
Bei mir wurde auch eine Pankreatogastrostomie durchgeführt, d.h. der Rest der Bauchspeicheldrüse wurde in den Magen eingenäht
Grüsse
Bei mir wurde auch eine Pankreatogastrostomie durchgeführt, d.h. der Rest der Bauchspeicheldrüse wurde in den Magen eingenäht
Grüsse