Erfahrungsbericht: Bitte um Zweitmeinung
Verfasst: 9. April 2018, 09:16
Liebes Forum
Nach langem Mitlesen, möchte ich euch mal meine Geschichte erzählen. Für eine Zweit- oder Drittmeinung wäre ich dankbar, insbesondere auch von einem der mitlesenden Ärzte.
Zu mir:
- 34, m
- Normalgewicht/sportlich
- Keine weiteren Beschwerden, früher einmal stark Heuschnupfen
- Psychisch sehr stabil (wenn man das so sagen darf)
- Alkohol: Regelmässig/Gelegenheitsraucher. Konkreter: Ich hätte mich als Gelegenheitstrinker eingestuft, der sehr unregelmässig, aber gerne dann auch mehr trinkte. Geraucht habe ich immer nur zusammen mit Alkohol, das heisst max. 1 Mal die Woche.
Das Ganze fing letzten Juli an. Nachdem ein Kollege im engeren Freundeskreis verstorben ist, was mich ziemlich mitgenommen hat, haben wir ihn zusammen unter Freunden verabschiedet. An diesem Abend wurde (zu) viel getrunken, das Ganze war ziemlich schlimm. Am nächsten Morgen verkartert, aber nicht weiter schlimm. 3 Tage später, das einzig Auffällige wäre eventuell, dass ich am Vortag einen fettigen Kebabteller gegessen habe, hats mich auf einmal im Büro links unter der Rippe in der Herzregion gezwickt. Ich habe mich gewundert, da ich dieses Gefühl noch nie hatte, das Ganze war aber relativ schnell wieder verschwunden und ich habe mich nicht weiter darum gekümmert. Ab dieser Zeit hatte ich regelmässig ein Druckgefühl im linken Oberbauch. Ich ging zum HA, er meinte ich sähe ja gut aus etc. und hat vermutet, dass das Ganze muskulär wäre. Ich solle mir nichts grosses dabei denken. EKG wurde auch noch gemacht. Also habe ich weitergelebt wie bisher, natürlich auch ab und an Alkohol. Das Ganze wurde aber bis im Herbst eigentlich nicht schlimmer, einfach dieser komischer Druck oben im linken Bauch. Ging dann wieder zum Arzt und habe PPs erhalen, hat aber nichts gebracht. Das erste Mal Blutwerte, alles i.O. In der Zwischenzeit wurde der Druck stärker (was ev. auch psychisch bedingt war) und gegen Winter hat sich dann der Stuhl verändert - glaubte ich zumindest. Ich habe angefangen, mich stärker zu beobachten und war der Meinung, das Stuhlvolumen hätte zugenommen und habe abgenommen. Dann wurde Helicobacter gefunden und ich kriegte eine Antibiotika Kur. Danach gings mir schlimmer denn je, hatte Durchfall und der Druck war natürlich nicht weg. Blutwerte nach wie vor gut, zweimal Elastase auf meinen Anstoss hin i.O.
Das war Teil 1 Ende 2017. Das Ganze wurde mir zu bunt und ich habe mich ins Bauchzentrum Bern (wohne in der Schweiz) einweisen lassen. Dort erstmals MRT, US, Magen- und Darmspiegelung. Ohne Befund. Allergien (FI, LI, Gluten) negativ. In der Zwischenzeit gings mir eigentlich wieder etwas besser, einfach dieser Schmerz im linken Oberbauch (unter den Rippen) ist konstant geblieben. Er ist aber aushaltbar. Stuhl wechselhaft. Das einzig Auffällige an all meinen Untersuchungen war: leicht vergrösserte Milz, irgendwelche Allergene (IGG) und Dao auffällig im Blut, leicht erhöhtes Cholesterin. Ich hatte wie schon erwähnt früher stark Heuschnupfen. In der Zwischenzeit habe ich mit Daosin experimentiert wegen Histamin, dasselbe mit Creon, hat aber nix gebracht. Natürlich auch histamintolerant ernährt. An Gewicht habe ich wieder leicht zugelegt, bin aber der Meinung, dass ich mehr esse als früher und trotzdem dünner bin. Zum Essen: ich habe gemerkt, dass mir fettige Speisen nicht gut tun, dass ich v.a. am Folgetag dann leide. Auch Kaffee ist schlecht. Was mir guttut ist viel KH (Toast, Brot, Butterzopf, Nudeln, Kartoffeln), aber auch Süsses (Schokolade etc.), Bananen und Poulet. Am besten nicht zuviel auf einmal und regelmässig auf den Tag verteilt. Gemüse wiederum habe ich das Gefühl, dass das manchmal unverdaut durch mich durch geht und im Darm Beschwerde macht. Stuhl: sehr regelmässig (1-2mal am Tag), voluminös und hell, aber gut geformt, sinkt auch meistens). Was ich seit Beginn meiner Beschwerde habe ist nie Appetit. Ich esse einfach, weil ich essen muss. Auch meine Libido leidet. Teilweise hatte ich leichte Rückenschmerzen, aber das hatte ich glaub auch vorher mal. Ach ja, eine EUS wurde auch noch durchgeführt, dort hat man einen leichten Reflux festgestellt, sonst aber nix. Pankreas o.B. Blut und Stuhlelastase und CRP nach wie vor i.O.
Der Ärzte- und Spitalmarathon hat mir bisher nichts gebracht. Das einzige, was mich richtig stört ist dieser Oberbauchschmerz und das Gefühl, dass etwas mit mir nicht stimmt. Auch weiss ich nicht auf den Sommer hin, ob ich jetzt mal ein Bier trinken darf oder nicht, habe im letzten halben Jahr keinen Alkohol mehr getrunken, prophylaktisch.
An die Spezialisten hier drin: was kann ich denn noch machen? Kann es sein, dass ich einfach einen "Reizmagen" und halt einen "Reizdarm" habe und die Beschwerden daher kommen? Soll ich diese Histaminschiene weiterverfolgen? Aber das würde in meinen Augen keinen konstanten Druckschmerz unter der linken Rippe verursachen, sondern andere Beschwerden.
Bitte entschuldigt, dass der Text so lange geworden ist. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.
Schöne Grüsse aus der Schweiz
Sony
Nach langem Mitlesen, möchte ich euch mal meine Geschichte erzählen. Für eine Zweit- oder Drittmeinung wäre ich dankbar, insbesondere auch von einem der mitlesenden Ärzte.
Zu mir:
- 34, m
- Normalgewicht/sportlich
- Keine weiteren Beschwerden, früher einmal stark Heuschnupfen
- Psychisch sehr stabil (wenn man das so sagen darf)
- Alkohol: Regelmässig/Gelegenheitsraucher. Konkreter: Ich hätte mich als Gelegenheitstrinker eingestuft, der sehr unregelmässig, aber gerne dann auch mehr trinkte. Geraucht habe ich immer nur zusammen mit Alkohol, das heisst max. 1 Mal die Woche.
Das Ganze fing letzten Juli an. Nachdem ein Kollege im engeren Freundeskreis verstorben ist, was mich ziemlich mitgenommen hat, haben wir ihn zusammen unter Freunden verabschiedet. An diesem Abend wurde (zu) viel getrunken, das Ganze war ziemlich schlimm. Am nächsten Morgen verkartert, aber nicht weiter schlimm. 3 Tage später, das einzig Auffällige wäre eventuell, dass ich am Vortag einen fettigen Kebabteller gegessen habe, hats mich auf einmal im Büro links unter der Rippe in der Herzregion gezwickt. Ich habe mich gewundert, da ich dieses Gefühl noch nie hatte, das Ganze war aber relativ schnell wieder verschwunden und ich habe mich nicht weiter darum gekümmert. Ab dieser Zeit hatte ich regelmässig ein Druckgefühl im linken Oberbauch. Ich ging zum HA, er meinte ich sähe ja gut aus etc. und hat vermutet, dass das Ganze muskulär wäre. Ich solle mir nichts grosses dabei denken. EKG wurde auch noch gemacht. Also habe ich weitergelebt wie bisher, natürlich auch ab und an Alkohol. Das Ganze wurde aber bis im Herbst eigentlich nicht schlimmer, einfach dieser komischer Druck oben im linken Bauch. Ging dann wieder zum Arzt und habe PPs erhalen, hat aber nichts gebracht. Das erste Mal Blutwerte, alles i.O. In der Zwischenzeit wurde der Druck stärker (was ev. auch psychisch bedingt war) und gegen Winter hat sich dann der Stuhl verändert - glaubte ich zumindest. Ich habe angefangen, mich stärker zu beobachten und war der Meinung, das Stuhlvolumen hätte zugenommen und habe abgenommen. Dann wurde Helicobacter gefunden und ich kriegte eine Antibiotika Kur. Danach gings mir schlimmer denn je, hatte Durchfall und der Druck war natürlich nicht weg. Blutwerte nach wie vor gut, zweimal Elastase auf meinen Anstoss hin i.O.
Das war Teil 1 Ende 2017. Das Ganze wurde mir zu bunt und ich habe mich ins Bauchzentrum Bern (wohne in der Schweiz) einweisen lassen. Dort erstmals MRT, US, Magen- und Darmspiegelung. Ohne Befund. Allergien (FI, LI, Gluten) negativ. In der Zwischenzeit gings mir eigentlich wieder etwas besser, einfach dieser Schmerz im linken Oberbauch (unter den Rippen) ist konstant geblieben. Er ist aber aushaltbar. Stuhl wechselhaft. Das einzig Auffällige an all meinen Untersuchungen war: leicht vergrösserte Milz, irgendwelche Allergene (IGG) und Dao auffällig im Blut, leicht erhöhtes Cholesterin. Ich hatte wie schon erwähnt früher stark Heuschnupfen. In der Zwischenzeit habe ich mit Daosin experimentiert wegen Histamin, dasselbe mit Creon, hat aber nix gebracht. Natürlich auch histamintolerant ernährt. An Gewicht habe ich wieder leicht zugelegt, bin aber der Meinung, dass ich mehr esse als früher und trotzdem dünner bin. Zum Essen: ich habe gemerkt, dass mir fettige Speisen nicht gut tun, dass ich v.a. am Folgetag dann leide. Auch Kaffee ist schlecht. Was mir guttut ist viel KH (Toast, Brot, Butterzopf, Nudeln, Kartoffeln), aber auch Süsses (Schokolade etc.), Bananen und Poulet. Am besten nicht zuviel auf einmal und regelmässig auf den Tag verteilt. Gemüse wiederum habe ich das Gefühl, dass das manchmal unverdaut durch mich durch geht und im Darm Beschwerde macht. Stuhl: sehr regelmässig (1-2mal am Tag), voluminös und hell, aber gut geformt, sinkt auch meistens). Was ich seit Beginn meiner Beschwerde habe ist nie Appetit. Ich esse einfach, weil ich essen muss. Auch meine Libido leidet. Teilweise hatte ich leichte Rückenschmerzen, aber das hatte ich glaub auch vorher mal. Ach ja, eine EUS wurde auch noch durchgeführt, dort hat man einen leichten Reflux festgestellt, sonst aber nix. Pankreas o.B. Blut und Stuhlelastase und CRP nach wie vor i.O.
Der Ärzte- und Spitalmarathon hat mir bisher nichts gebracht. Das einzige, was mich richtig stört ist dieser Oberbauchschmerz und das Gefühl, dass etwas mit mir nicht stimmt. Auch weiss ich nicht auf den Sommer hin, ob ich jetzt mal ein Bier trinken darf oder nicht, habe im letzten halben Jahr keinen Alkohol mehr getrunken, prophylaktisch.
An die Spezialisten hier drin: was kann ich denn noch machen? Kann es sein, dass ich einfach einen "Reizmagen" und halt einen "Reizdarm" habe und die Beschwerden daher kommen? Soll ich diese Histaminschiene weiterverfolgen? Aber das würde in meinen Augen keinen konstanten Druckschmerz unter der linken Rippe verursachen, sondern andere Beschwerden.
Bitte entschuldigt, dass der Text so lange geworden ist. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.
Schöne Grüsse aus der Schweiz
Sony