Seite 1 von 1

BSDK

Verfasst: 1. Mai 2010, 13:02
von Karpa
Hallo,

wir wurden mit der BSDK Diagnose nach einem halben Jahr eiskalt erwischt. Die ganze Zeit wussten wir nur, das die Drüse entzündet war bzw. sich neu entzündet hat. Bei einer Punktion vor einem halben Jahr wurden Nekrosestrassen im Kopf gefunden. Woher die Entzündung kam, war nicht klar, man vermutet, dass es von den Gallengängen herkommen musste. Sie (Anfang 60) bekam immer wieder neue Stents eingesetzt, wenn er verstopft war. Beim Wechsel der Stents war nur eine Stenose erkennbar. Man hatte sie im MRT untersucht gehabt und nichts auffälliges gefunden. Nun gab es nach Monaten wieder MRT und dabei erkannte man eine Raumforderung im Kopf und zusätzlich hatte man Material bei der ERCP gewonnen, das eindeutig war.
Man sagte uns, eine OP ginge nicht , wegen Verwachsungen im Bauchraum (nach vorangegangener DarmkrebsOP (R0) u. Sepsis) und der gerade abgeklungenen Pankreatitis. Nun bekommt sie Chemo und soll 12 Wochen warten, dann vielleicht. Warum kann sie nicht operiert werden, ich verstehe es nicht. Noch sind doch keine Metas zusehen. Ich kann mir nicht vorstellen, das sich die Verklebungen im Bauchraum von alleine lösen. Kennt sich jemand damit aus und kann uns einen Rat geben, warum diese furchtbar lange Wartezeit bei dieser aggressiven Krebsart von uns verlangt wird.


Traurige Grüße
von der Tochter

Re: BSDK

Verfasst: 1. Mai 2010, 17:20
von growingUp
Hallo,

dass Ihre Mutter so schwer erkrankt ist tut mir leid. Wirklich weiterhelfen kann ich Ihnen sicherlich auch nicht, möcht Ihnen aber den Rat geben, sich doch unbedingt mal wegen einer zweiten Meinung mit einem Pankreaszentrum in Verbindung zu setzen. Auf dieser Webseite unter AdpRegional finden Sie eine Liste von Fachkliniken.

Ich hoffe für Ihre Mutter das Beste und wünsche noch einen schönen 1. Mai

Grüße

Re: BSDK

Verfasst: 1. Mai 2010, 17:23
von Reinhard
Hallo,
dass Du traurig bist, kann ich verstehen. Es mag ja auch sein, dass der Tumor z.Zt. nicht operabel ist. Es wäre jedoch interessant und wichtig, von wem diese Aussage gemacht wurde. Die Pankreaschirurgie gehört zu den schwersten Eingriffen in der Chirurgie und ist im besonderen Maße vom Können des Arztes abhängig. Was der eine nicht macht, wird in anderen Häusern zwischenzeitlich gemacht. Habe gerade wieder einen Vortrag gehört, in dem u.a. auch die Letalität und Komplikationen nach derartiger Eingriffe in verschiedenen Häusern unter Berücksichtigung der Anzahl der jährlichen Operationen beleuchtet wurde. Die Häuser, die sehr viel Operationen im Jahr durchführen, lagen natürlich im günstigen Bereich. Wobei "viel" auch relativ ist und über die zwischenzeitlich mindesten zwanzig geforderten Operationen bei weitem hinausgehen. (Nur als Beispiel, Prof. Uhl in Bochum soll mehrere hundert derartige Op´s machen.) Auch an anderen Orten (z.B. Heidelberg, Hamburg, Hannover, Hildesheim, München usw.) sitzen hervorragen Pankreaschirurgen. Man muss nur wissen wo! Daher bitten wir immer um Angabe des Wohnortes, damit man sich evt. mit dem dortigen Regionalgruppenleiter in Verbindung setzen kann oder sofort schneller helfen kann.
Nochmal, damit keine Missverständnisse aufkommen, die jetzige Behandlung kann richtig sein, nur bei einem derartigen folgenschweren Krankheitsbild würde ich mir immer eine zweite Meinung einholen, es sei denn, ich wüsste, mein Arzt gehört zu den Top-Fachleuten in Deutschland.
Bis dann und alles Liebe und Gute für Euch !