Ich muss das jetzt mal los werden...
Verfasst: 22. Mai 2026, 09:48
Hallo an alle, ich schreibe hier unter "Themen, die bewegen", weil ich da meine Geschichte mal los werden will:
Ich habe meinen "Leidensweg" ja schon geschildert. Und ich habe sogar noch das Thema "6 Monate nach meiner Whipple OP" geschrieben, weil es mir wirklich schon ganz gut ging.
Ich hatte von Februar 2025 bis Oktober 2025 einen furchtbaren Leidensweg mit immer neuen Pankreatitisschüben und 3 ERCPs, wo es mir danach wirklich nicht gut ging, hinter mir. Bei der ersten ERCP wurde der Stein im Hauptgang nicht gefunden (?!), dafür wurde mir mit dem Führungsdraht der Hauptgang aufgeschlitzt. Bei der zweiten ERCP wurde mir dann der Stein entfernt, aber nach neuen Schüben bekam ich dann eine dritte ERCP um zu sehen, ob vielleicht noch ein Stein im Hauptgang ist oder vielleicht ein Stent nötig wäre.
Dann folgte im Oktober 2025 die pyloruserhaltende Whipple- OP, seitdem sind die Amylase- und Lipasewerte in der Norm und ich habe zumindest wegen der Bauchspeicheldrüse keine Probleme mehr.
Wie gesagt, 6 Monate ging es mir gut, ich aß auch schon wieder alles und ging meinen normalen Alltag nach.
Ich war auch schon dabei, meine Pantoloc 20 auszuschleichen, doch da bekam ich jedesmal Magenschmerzen und so meinte meine Hausärztin, dass sie genug Patienten hat, die diese PPIs bis an ihr Lebensende nehmen müssen. Also habe ich sie natürlich weitergenommen. Bis ich auf einmal vor 2 oder 3 Wochen das erste mal wirklich starke Magenschmerzen bekam.
Diese wurden immer schlimmer und so schickte mich meine Hausärztin zur Magenspiegelung ins städtische Krankenhaus, da unser Gastroenterologe Wartezeiten von Monaten hat. Im KH kam ich innerhalb von ein paar Tagen schon dran.
Diagnose: Magenentzündung, Speiseröhrenentzündung und irgendeine Klappe schließt wegen eines kleinen Zwechfellbruchs nicht ganz.
Das Krankenhaus meinte dann, ich soll noch ein paar Wochen Sucrolan nehmen, Pantoloc 2x 40mg und Geduld haben.
Als ich entlassen wurde, merkte ich, dass mir ein paar Blutwerte fehlen wie Lipase, der GPT Wert und noch ein paar andere Werte.
Das man auf diese Werte besonders achtet, verstehen diejenigen, die mit der BSPD zu tun haben ja sicherlich.
Ich bin am nächsten Tag noch einmal ins KH und fragte, ob sie mir doch bitte noch einmal Blut für diese Werte abnehmen können, was sie auch - etwas komisch schauend- taten. Ich fahre nämlich auch demnächst auf REHA und da sollte ich die Werte auch abgeben.
Die Magenschmerzen sind nach wie vor noch da, der GPT Wert ist um die 40- also erhöht und so habe ich im Forum gelesen, dass einige von uns Ursofalk nehmen. Damit wurden die Magenentzündungen weniger und die Leberwerte sind auch gesunken.
Ich habe im KH nachgefragt, ob mir die Ärzte das nicht auch verschreiben wollen, doch der junge Arzt kannte das Medikament gar nicht.
So bin ich wieder zur Hausärztin, die das Medikament kennt, aber nicht verschreiben darf, weil sie keine Fachärztin für Gastro ist.
Ich habe mir dann den Gastroenterologen aus unserer Stadt rausgesucht und angerufen, ob er mich bitte für eine Frage einschieben könnte.
Mein BSPD- Chirurg hat die Ordination in Wien, ich müsste 90 km für diese Frage fahren - das will ich nebenbei erwähnen.
So und jetzt kommts: Ich bin dann also zu meinem Termin beim Gastroenterologen gefahren, die Ordi- Hilfe wollte zuerst noch meine Befunde, um sie den Arzt vorlegen zu können. Dann wurde ich aufgerufen. Er fragte mich in einem scharfen Ton was ich denn will und ich erklärte ihm, dass ich eine Magenentzündung habe und eigentlich nur wissen möchte, ob Ursofalk für mich in Frage kommen würde und dann habe ich geglaubt, er springt auf und frisst mich!
Er sagte zu mir, dass ich eine Person bin, die nach Krankheiten sucht und alle verrückt macht. Ich suche nur nach erhöhten Werten um mich selber fertig zu machen, obwohl diese ja nur etwas erhöht sind! Meine Gastritis- das werden ein paar Punkte sein im Magen und ich soll mich nicht so anstellen (Bilder hat er ja nicht), sondern brauche Geduld. Er ist jetzt der 4. Arzt und das muss die Krankenkasse ja bezahlen. Sein Kopf war schon ganz rot.
Ich habe dann sehr wohl zu ihm gesagt, dass ich keine Untersuchung will sondern nur die Frage beantwortet, ob ich die Ursofalk, die viele von uns nehmen, auch nehmen könnte. Und dass er auch nicht 90 km für so eine simple Frage fahren würde. Und die Hausärztin das nicht verschreiben darf.
Er ist dann schon ruhiger geworden und hat gesagt, dass er da eher dagegen ist, warum weiß ich nicht und dass ich die Pantoloc wieder auf 40 reduzieren soll, da es sein kann, dass mit davon dann übel wird.
Ich bin dann nach Hause gefahren, aber seitdem geht mir dieses Gespräch nicht mehr aus dem Kopf. Man wird hingestellt wie eine eingebildete Kranke, die sich das alles nur einbildet, um einen Arzt sekkieren zu können.
Ich esse seit ein paar Tagen nur Haferschleim und Haferkekse, aber das ist scheinbar egal.
Dieser Ordi- Besuch hat mir wieder deutlich gemacht, dass es sehr schwer ist, gute Ärzte zu finden, wo man nicht als Nummer sondern als Mensch gesehen wird.
Ich habe lange überlegt, ob ich diesem Arzt eine Mail schreiben soll oder nicht, habe es aber dann gelassen. Bin aber bis heute gekränkt über so eine Unterstellung.
So, ich habe mir dieses Thema jetzt von der Seele geschrieben und jetzt geht es mir ein bisschen besser.
Danke und liebe Grüße, Uschi
Ich habe meinen "Leidensweg" ja schon geschildert. Und ich habe sogar noch das Thema "6 Monate nach meiner Whipple OP" geschrieben, weil es mir wirklich schon ganz gut ging.
Ich hatte von Februar 2025 bis Oktober 2025 einen furchtbaren Leidensweg mit immer neuen Pankreatitisschüben und 3 ERCPs, wo es mir danach wirklich nicht gut ging, hinter mir. Bei der ersten ERCP wurde der Stein im Hauptgang nicht gefunden (?!), dafür wurde mir mit dem Führungsdraht der Hauptgang aufgeschlitzt. Bei der zweiten ERCP wurde mir dann der Stein entfernt, aber nach neuen Schüben bekam ich dann eine dritte ERCP um zu sehen, ob vielleicht noch ein Stein im Hauptgang ist oder vielleicht ein Stent nötig wäre.
Dann folgte im Oktober 2025 die pyloruserhaltende Whipple- OP, seitdem sind die Amylase- und Lipasewerte in der Norm und ich habe zumindest wegen der Bauchspeicheldrüse keine Probleme mehr.
Wie gesagt, 6 Monate ging es mir gut, ich aß auch schon wieder alles und ging meinen normalen Alltag nach.
Ich war auch schon dabei, meine Pantoloc 20 auszuschleichen, doch da bekam ich jedesmal Magenschmerzen und so meinte meine Hausärztin, dass sie genug Patienten hat, die diese PPIs bis an ihr Lebensende nehmen müssen. Also habe ich sie natürlich weitergenommen. Bis ich auf einmal vor 2 oder 3 Wochen das erste mal wirklich starke Magenschmerzen bekam.
Diese wurden immer schlimmer und so schickte mich meine Hausärztin zur Magenspiegelung ins städtische Krankenhaus, da unser Gastroenterologe Wartezeiten von Monaten hat. Im KH kam ich innerhalb von ein paar Tagen schon dran.
Diagnose: Magenentzündung, Speiseröhrenentzündung und irgendeine Klappe schließt wegen eines kleinen Zwechfellbruchs nicht ganz.
Das Krankenhaus meinte dann, ich soll noch ein paar Wochen Sucrolan nehmen, Pantoloc 2x 40mg und Geduld haben.
Als ich entlassen wurde, merkte ich, dass mir ein paar Blutwerte fehlen wie Lipase, der GPT Wert und noch ein paar andere Werte.
Das man auf diese Werte besonders achtet, verstehen diejenigen, die mit der BSPD zu tun haben ja sicherlich.
Ich bin am nächsten Tag noch einmal ins KH und fragte, ob sie mir doch bitte noch einmal Blut für diese Werte abnehmen können, was sie auch - etwas komisch schauend- taten. Ich fahre nämlich auch demnächst auf REHA und da sollte ich die Werte auch abgeben.
Die Magenschmerzen sind nach wie vor noch da, der GPT Wert ist um die 40- also erhöht und so habe ich im Forum gelesen, dass einige von uns Ursofalk nehmen. Damit wurden die Magenentzündungen weniger und die Leberwerte sind auch gesunken.
Ich habe im KH nachgefragt, ob mir die Ärzte das nicht auch verschreiben wollen, doch der junge Arzt kannte das Medikament gar nicht.
So bin ich wieder zur Hausärztin, die das Medikament kennt, aber nicht verschreiben darf, weil sie keine Fachärztin für Gastro ist.
Ich habe mir dann den Gastroenterologen aus unserer Stadt rausgesucht und angerufen, ob er mich bitte für eine Frage einschieben könnte.
Mein BSPD- Chirurg hat die Ordination in Wien, ich müsste 90 km für diese Frage fahren - das will ich nebenbei erwähnen.
So und jetzt kommts: Ich bin dann also zu meinem Termin beim Gastroenterologen gefahren, die Ordi- Hilfe wollte zuerst noch meine Befunde, um sie den Arzt vorlegen zu können. Dann wurde ich aufgerufen. Er fragte mich in einem scharfen Ton was ich denn will und ich erklärte ihm, dass ich eine Magenentzündung habe und eigentlich nur wissen möchte, ob Ursofalk für mich in Frage kommen würde und dann habe ich geglaubt, er springt auf und frisst mich!
Er sagte zu mir, dass ich eine Person bin, die nach Krankheiten sucht und alle verrückt macht. Ich suche nur nach erhöhten Werten um mich selber fertig zu machen, obwohl diese ja nur etwas erhöht sind! Meine Gastritis- das werden ein paar Punkte sein im Magen und ich soll mich nicht so anstellen (Bilder hat er ja nicht), sondern brauche Geduld. Er ist jetzt der 4. Arzt und das muss die Krankenkasse ja bezahlen. Sein Kopf war schon ganz rot.
Ich habe dann sehr wohl zu ihm gesagt, dass ich keine Untersuchung will sondern nur die Frage beantwortet, ob ich die Ursofalk, die viele von uns nehmen, auch nehmen könnte. Und dass er auch nicht 90 km für so eine simple Frage fahren würde. Und die Hausärztin das nicht verschreiben darf.
Er ist dann schon ruhiger geworden und hat gesagt, dass er da eher dagegen ist, warum weiß ich nicht und dass ich die Pantoloc wieder auf 40 reduzieren soll, da es sein kann, dass mit davon dann übel wird.
Ich bin dann nach Hause gefahren, aber seitdem geht mir dieses Gespräch nicht mehr aus dem Kopf. Man wird hingestellt wie eine eingebildete Kranke, die sich das alles nur einbildet, um einen Arzt sekkieren zu können.
Ich esse seit ein paar Tagen nur Haferschleim und Haferkekse, aber das ist scheinbar egal.
Dieser Ordi- Besuch hat mir wieder deutlich gemacht, dass es sehr schwer ist, gute Ärzte zu finden, wo man nicht als Nummer sondern als Mensch gesehen wird.
Ich habe lange überlegt, ob ich diesem Arzt eine Mail schreiben soll oder nicht, habe es aber dann gelassen. Bin aber bis heute gekränkt über so eine Unterstellung.
So, ich habe mir dieses Thema jetzt von der Seele geschrieben und jetzt geht es mir ein bisschen besser.
Danke und liebe Grüße, Uschi