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Langzeiteinnahme PPI/Säureblocker

Verfasst: 6. Juli 2026, 14:30
von patientx
Hallo,

ich habe seit ca. 1.5 Jahren Bauchweh/Stechen/Spannung rechts mit niedriger Elastase und C-Gastrits (Antrum-betont), aber sonst außer Pankreaslipomatose keine Auffälligkeiten in Blut oder Bildgebung: https://www.bauchspeicheldruese-pankreas-forum.de/viewtopic.php?t=9390 . Es wurde auch mal Gallesludge in der Endosonografie gefunden, aber im MRT+Ultraschall hinterher dann nicht mehr.

Ich nehme seit über 20 Jahren PPI (aktuell Esomeprazol 20mg alle 1-2 Tage) wegen einer Hiatushernie.

Meine als Laie zusammenrecherchierte Vermutung ist, dass es durch den dauerhaft hohen PH-Wert im Magen zu einem Dünndarm/Gallereflux kommt, der einerseits die Magenschleimhaut schädigt und andererseits auch die Ausschüttung/Wirkung der Verdauungsenzyme im Dünndarm beeinträchtigt. Die Gastroenteorologen sagen dazu nicht wirklich etwas, man kann das wohl auch schlecht messen.
Einige hier im Forum in einer ähnlichen Konstellation scheinen Ursofalk zu nehmen, mein Gastroenteorologe meinte aber bei unauffälligen Leberwerten wäre das nicht sinnvoll.

Es kann natürlich auch etwas komplett anderes sein oder eine noch durch die Pankreaslipomatose maskierte Entzündung.


Hat sich mir diesem Thema zufällig mal jemand auseinandergesetzt, das mit seinem Arzt besprochen, oder sogar eigene Erfahrungswerte?


Danke für die Rückmeldungen.

Re: Langzeiteinnahme PPI/Säureblocker

Verfasst: 13. Juli 2026, 09:38
von -dmnk-
Hallo,

wahrscheinlich kannst du nicht ganz auf die PPI wegen der Hernie verzichten, aber gerade bei langfristiger Einnahme wäre es vielleicht wichtig die Blutwerte, die auch Einfluss auf die Verdauung haben können wie Vitamin B-Werte und Magnesium im Blick zu halten.

Ich selber weigere mich PPIs zu nehmen. Wegen der Gallenblasenentfernung habe ich auch Reflux, eine Gastritis C und ein beobachtungspflichtigen Barrett-Ösophagus.

Strategisch macht es für mich nicht Sinn PPIs zu nehmen bei einer vorliegenden schweren Pankreasinsuffizienz und wenig zuverlässig ausgeschütteten Gallensäure den einzigen Saft zu killen, der auch im direkten Zusammenspiel die Ausschüttung der Pankreassäfte (Enzyme & Hydrogencarbonat) anstößt zu reduzieren.

Ich will ja gut runtergebrochene Nahrung haben.

Re: Langzeiteinnahme PPI/Säureblocker

Verfasst: 17. Juli 2026, 21:42
von patientx
das ist halt genau die Abwägung die bei mir (zumindest bisher) zugunsten der PPI ausfiel.
Barrett ist ja eine direkte Krebsvorstufe die ich vermeiden will (ich habe Cardiazungen aber bisher ohne Zellumbildung) und Galle+Magensäure ist wohl ein besonders aggressives Gemisch, das man mit PPI zumindest teilweise unter Kontrolle halten kann.