Hallo alle miteinander,
verglichen mit den meisten hier im Forum habe ich zurzeit eher ein Luxusproblem.
Letztes Jahr im Juli musste ich mich wegen eines IPMNs im Pankreaskopf einer pp-Whipple-OP unterziehen. Vor gut 2 Monaten dann nochmals eine Narbenbruch-OP über mich ergehen lassen. Ich bin seit 30 Jahren Ausdauersportlerin (Laufen und Fahrradfahren) und konnte nun erst wegen der Whipple-OP und dann seit Dezember wegen des Narbenbruchs keinen/kaum Sport machen. Seit einer Woche habe ich nun mein Fahrradtraining wieder begonnen (zurzeit ca. 50km täglich) was mir sowohl psychisch als auch physisch bisher gut bekommt (soweit ich dies nach 1 Woche beurteilen kann). Demnächst plane ich eine längere Tour quer durch Deutschland. Es dürften so zwischen 1000 - 1200km werden - ich sollte dazu sagen, dass ich sowas eigentlich regelmäßig mache - naja bis letztes Jahr eben. Auch wollte ich dieses Jahr wenn möglich noch einen Halbmarathon laufen.
Gibt es hier Leute die auch nach einer Whipple-OP etwas intensiver Ausdauersport treibt? Wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr gemacht und worauf sollte man nach einer Whipple-OP bei intensiver sportlicher Betätigung besonders achten?
Zur Info, ich habe die OP sehr gut weggesteckt und brauche derzeit keinerlei Enzyme oder sonstiges. Essen kann ich auch fast alles (halt nicht zu fett) und habe auch sonst kaum Probleme (sieht man von einer seit ca. 7Jahren bestehenden chron. Cholangitis/Hepatitis unbekannter Ursache ab).
Grüße und einen schönen Sonntag
Ausdauersport nach pp-Whipple-OP
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growingUp
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- Ingo
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Re: Ausdauersport nach pp-Whipple-OP
Du Glückliche, ich wollte, ich könnte das auch.
Bin neulich mal 15 km in der Ebene Fahrrad gefahren,
danach war ich zwei Tage total platt und fast bewegungsunfähig.
Gruß
Ingo
Bin neulich mal 15 km in der Ebene Fahrrad gefahren,
danach war ich zwei Tage total platt und fast bewegungsunfähig.
Gruß
Ingo
Lieber 'ne Canneloni als 'ne Wanne-Eickel !!!
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Stefan1
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Re: Ausdauersport nach pp-Whipple-OP
Also ich denke, da Du sehr gut im Training bist und Dir der Sport guttut, solltest diesen auch weiterhin beibehalten. Hoer auf Deinen Koerper, der wird Dir schon sagen, wann Du eine Pause brauchst. Ich selbst bin nicht operiert, habe aber eine sehr unangenehme und schmerzhafte chron.Pankreatitis. Aber ich mache auch extrem viel Ausdauersport. Ich schwimme jeden Tag 2000-3000m und gehe laufen und 1-2mal pro Woche 50-70km mit dem Mountainbike ins Gelaende. Komischerweise sind dies die Momente, in denen ich fast 100%ig schmerzfrei bin und es mir gut geht. Sport setzt erwiesenermassen Glueckshormone frei. Ich denke es gibt sehr viele Pankreas-operierte, die es bis heute nicht geschafft haben, mit dem Rauchen aufzuhoeren...das finde ich bei schlimmer als den Sport. UNd wenn Du Dich fuer einen HM fit fuehlst, dann lauf ihn...ich bin vergangenes Jahr mitgelaufen, war super.
Ein guter Freund von mir ist Narkosearzt, und er bestaetigte mir, dass sich Sportler und trainierte Patienten oftmals sehr viel schneller von grossen OPs und langen Narkosen erholen, auch auch hier ist Bewegung von Vorteil.
So, das war mein Wort zum SOnntag
Lg an alle, ich mache jetzt Feierabend (habe heute leider gearbeitet) nd gehe jetzt ne Runde schwimmen.
Stefan
Ein guter Freund von mir ist Narkosearzt, und er bestaetigte mir, dass sich Sportler und trainierte Patienten oftmals sehr viel schneller von grossen OPs und langen Narkosen erholen, auch auch hier ist Bewegung von Vorteil.
So, das war mein Wort zum SOnntag
Lg an alle, ich mache jetzt Feierabend (habe heute leider gearbeitet) nd gehe jetzt ne Runde schwimmen.
Stefan
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growingUp
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Re: Ausdauersport nach pp-Whipple-OP
Hallo Ingo, hallo Stefan,
@Ingo, ja, ich hatte wohl in zweierlei Hinsicht S..glück - zum einen, dass der Tumor noch rechtzeitig erkannt bzw. entfernt wurde und zum anderen, dass ich nach der OP fast keinerlei Beschwerden und Einschränkungen habe. Da ich ja hin und wieder hier im Forum lese weiß ich, dass es einem nach der OP auch wesentlich schlechter gehen kann.
@Stefan ich stimme Dir zu was Sport und Erholung nach einer OP betrifft, so war ich letztes Jahr eigentlich recht schnell wieder "fit". Im übrigen hat man nach jahrelangem Ausdauertraining auch ein Gefühl für den eigenen Körper und weiß wenn etwas nicht stimmt. Eben das trieb mich auch dazu eine 3te Meinung zu einer Zitat "harmlosen minizystischen Veränderung im Processus Uncinatus" einzuholen, da meine Kondition trotz Training immer mehr nachließ und ich mich nicht fit fühlte.
Bin übrigens heute auch am Arbeiten kann dies aber von Zuhause aus tun (ob das gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt). Ich kann ja dann mal berichten wie meine Radtour verlaufen ist.
Danke für die Antworten und nochmals einen schönen Sonntag
@Ingo, ja, ich hatte wohl in zweierlei Hinsicht S..glück - zum einen, dass der Tumor noch rechtzeitig erkannt bzw. entfernt wurde und zum anderen, dass ich nach der OP fast keinerlei Beschwerden und Einschränkungen habe. Da ich ja hin und wieder hier im Forum lese weiß ich, dass es einem nach der OP auch wesentlich schlechter gehen kann.
@Stefan ich stimme Dir zu was Sport und Erholung nach einer OP betrifft, so war ich letztes Jahr eigentlich recht schnell wieder "fit". Im übrigen hat man nach jahrelangem Ausdauertraining auch ein Gefühl für den eigenen Körper und weiß wenn etwas nicht stimmt. Eben das trieb mich auch dazu eine 3te Meinung zu einer Zitat "harmlosen minizystischen Veränderung im Processus Uncinatus" einzuholen, da meine Kondition trotz Training immer mehr nachließ und ich mich nicht fit fühlte.
Bin übrigens heute auch am Arbeiten kann dies aber von Zuhause aus tun (ob das gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt). Ich kann ja dann mal berichten wie meine Radtour verlaufen ist.
Danke für die Antworten und nochmals einen schönen Sonntag
-
Mike
- Beiträge: 5
- Registriert: 3. Juli 2010, 11:21
Re: Ausdauersport nach pp-Whipple-OP
schön zu sehen das es wirklich noch en paar leute gibt denen es einigermaßen gut geht na dieser op, baut echt auf.
hab jetzt vor kurzem nach einem halben jahr zwangspause wieder als dachdecker angefangen, und mache auch sport (wenn mich nicht mal gerade wieder ne cholangitis aus der Bahn wirft.)
(2-3/ woche krafttraining, 30-50 km laufen) kann es jedem nur empfehlen es zu versuchen.
Ich denke schlimmer kanns auch nimmer werden.
hab jetzt vor kurzem nach einem halben jahr zwangspause wieder als dachdecker angefangen, und mache auch sport (wenn mich nicht mal gerade wieder ne cholangitis aus der Bahn wirft.)
(2-3/ woche krafttraining, 30-50 km laufen) kann es jedem nur empfehlen es zu versuchen.
Ich denke schlimmer kanns auch nimmer werden.
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Corinna B.
- Beiträge: 732
- Registriert: 18. August 2008, 18:13
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Re: Ausdauersport nach pp-Whipple-OP
Hallo, ich denke es wird schon Einige geben, die sich nach der Operation "gut fühlen", aber ich denke mal das die keine Selbsthilfegruppe suchen.
Ich bin vor 2 Jahren mit ner Linksresektion operiert worden, in der Reha habe ich behutsam Sport verordnet bekommen, wieder zu Hause musste und muss ich bei Wind und Wetter mit meinem Hund spazieren gehen. Meine erste "Fahrradtour" waren 3km und ich war fertig. Aber ich bin dann jeden Tag erst mal ein bisschen weniger gefahren um dann aufzubauen. Man sollte sich nicht überfordern, sondern akzeptieren das man Grenzen hat, die sich aber eventuell verschieben lassen.
Seit einem halben Jahr mache ich 3-4mal die Woche "Muckibude" mit anschließendem schwimmen. Die "Bude" ist die Therapiebude vom Krankenhaus Heide, kein Schickimicki Laden. Dort sind Physiotherapeuten die " anlernen" und beobachten, ich glaube andere Krankenhäuser haben auch eine Physioabteilung mit Geräten, Laufbändern, Crosstrainer usw.
Die Maschinen machen mir richtig Spaß. Anfangs war es ein bisschen schwer, es kostete Überwindung aber meine Zuckerwerte und mein körperlicher Zustand haben sich sehr gebessert. Ich kann nur empfehlen zu versuchen sich regelmäßig zu bewegen, aber langsam anfangen und dann steigern.
Ich bin vor 2 Jahren mit ner Linksresektion operiert worden, in der Reha habe ich behutsam Sport verordnet bekommen, wieder zu Hause musste und muss ich bei Wind und Wetter mit meinem Hund spazieren gehen. Meine erste "Fahrradtour" waren 3km und ich war fertig. Aber ich bin dann jeden Tag erst mal ein bisschen weniger gefahren um dann aufzubauen. Man sollte sich nicht überfordern, sondern akzeptieren das man Grenzen hat, die sich aber eventuell verschieben lassen.
Seit einem halben Jahr mache ich 3-4mal die Woche "Muckibude" mit anschließendem schwimmen. Die "Bude" ist die Therapiebude vom Krankenhaus Heide, kein Schickimicki Laden. Dort sind Physiotherapeuten die " anlernen" und beobachten, ich glaube andere Krankenhäuser haben auch eine Physioabteilung mit Geräten, Laufbändern, Crosstrainer usw.
Die Maschinen machen mir richtig Spaß. Anfangs war es ein bisschen schwer, es kostete Überwindung aber meine Zuckerwerte und mein körperlicher Zustand haben sich sehr gebessert. Ich kann nur empfehlen zu versuchen sich regelmäßig zu bewegen, aber langsam anfangen und dann steigern.
Mit lieben Gruß
Corinna B.
Wenn dies unser letzter Tag auf Erden wäre, würden wir ihn dann nicht lieber mit Liebe statt mit Verurteilungen verbringen?
Corinna B.
Wenn dies unser letzter Tag auf Erden wäre, würden wir ihn dann nicht lieber mit Liebe statt mit Verurteilungen verbringen?