BSK-Operation bei 86jährigem (etwas gebrechlichen) Mann ?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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slumchen
Beiträge: 4
Registriert: 27. Juni 2010, 15:48

Re: BSK-Operation bei 86jährigem (etwas gebrechlichen) Mann ?

Beitrag von slumchen »

Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen Beiträge. Ich denke - wie Norbert - dass es nämlich am besten wäre, wenn mein Schwiegervater noch eine möglichst llange schmerzfreie und "gute" Zeit hätte, anstatt sich mit den Folgen einer solchen OP herumzuquälen (wenn ich das aber meinem Mann sage, schaut er ganz komisch).
Das Gespräch mit den Ärzten findet nun morgen statt (2 seiner Kinder werden dabei sein - ich kann und soll mich da nicht einmischen) und ich hoffe sehr, dass die Ärzte sachlich und klar die Vor- und Nachteile der OP darstellen und nicht aus Profitdenken alles verharmlosen. Mein Schwiegervater neigt schon dazu, dem Rat der Ärzte zu vertrauen.
Aber falls nun keine OP gemacht wird und mein Schwiegervater keine Chemo will - wie lange wird es ihm wohl noch einigermaßen gut gehen? Wie ist die Lebenserwartung (falls tatsächlich noch keine Metastasen da sind) ?
Wird die Metastasenbildung durch die Chemo gehemmt? Ich kenne mich da gar nicht aus. Wie oft muss man denn zur Chemotherapie ins Krankenhaus?
Danke für Eure Beiträge!
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yasmin75
Beiträge: 1020
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Re: BSK-Operation bei 86jährigem (etwas gebrechlichen) Mann ?

Beitrag von yasmin75 »

ja,natürlich verstehe ich auch eure Ansichtweise,aber wenn keine Metastasen vorhanden sind und der Schwiegervater, wie beschrieben jetzt doch dazu neigt den Ärzten zu glauben,sollte man wirklich geziet oft und zwar sehr oft das gespräch mit ihm aufsuchen.
So einfach ist das ganze nicht wo man sagen kann,er ist alt und die Op würde er nicht verkraften,vielleicht sollte man auch einen Psychologen hinzu ziehen.Ich finde immer noch egal welches Alter,das Lebens ist immer lebenswert und man sollte immer dafür Kämpfen.
uwe
Beiträge: 301
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Re: BSK-Operation bei 86jährigem (etwas gebrechlichen) Mann ?

Beitrag von uwe »

Hallo an alle,
ich finde Corinna hat rechtundauch malwieder die richtigen Worte gefunden.
Ich würde meinen Vater von der OP dringend abraten.
Aber eine rechtzeitig einsetzende Schmerztherapie kannman den letzten Lebensabschnitt noch sehr schön und würdevoll gestalte,
Das halte ich für sinnvoller als irgendwelche großen OP.
In Heidelberg wurde eine OP bei einem älteren Patienten mit mehreren anderen Krankheiten abgelehnt.

Alles Gute
uwe
slumchen
Beiträge: 4
Registriert: 27. Juni 2010, 15:48

Re: BSK-Operation bei 86jährigem (etwas gebrechlichen) Mann ?

Beitrag von slumchen »

Hallo,

mein PC war kaputt - sonst hätte ich schon früher nochmal geschrieben, um mitzuteilen, was letztendlich rauskam. Also, die Ärzte haben meinem Schwiegervater die OP mit allen Risiken geschildert und auch gesagt, dass man erst während der OP sehen kann, was alles "weggeschnitten" werden muss. Man hätte zwar schon einmal eine 91jährige operiert, die dann noch 5 Jahre gelebt hat, aber die Frau wäre damals in einem besseren Allgemeinzustand als mein Schwiegervater gewesen.
Mein Schwiegervater hat sich daraufhin gegen die OP entschieden (was ich auch am besten so finde). Nun ist er zuhause - leider hat er kaum Appetit (aber auch die Hitze kann da mit dran Schuld sein) und seine Kräfte lassen sehr nach. Aber wir hoffen, dass er noch eine möglichst lange, einigermaßen gute Zeit hat.
Vielleicht treten im Lauf der nächsten Wochen noch Fragen meinerseits an Euch im Forum auf - die werde ich dann unter einem neuen Thema stellen.

Liebe Grüße und Danke an Euch!
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