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Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 22. November 2017, 15:31
von Max
:hallo: gemeinsam!!!

Ich bitte Betroffene um Rat. Ich poste hier seit langer Zeit mal wieder und bitte Betroffene Pankreaserkrankte um eine Einschätzung.

Bei mir, männlich und 48 Jahre alt, wurde letztes Jahr eine Pankreasinsuffizienz anhand einer Stuhluntersuchung diagnostiziert. Es wurde die Stuhlelastase bestimmt, die zwei mal erniedrigt war. Einmal lag sie bei 100 und ein weiteres Mal bei 146. Zwei weitere Messungen lagen bei ca. 250.

Seit dieser Zeit, nehme ich hochdosiertes Pangrol 40.000er zu den Mahlzeiten. Also ca. 3-4 40.000er Kapseln zum Frühstück, 5-6 Kapseln zum Mittagessen und so weiter. Alles immer zum Essen. Nicht davor und nicht danach.

Das Ding ist, dass meine Beschwerden nicht besser werden. Ich leide an unheimlich viel ungeformten Stuhlgang jeden Morgen. Ganz unabhängig von den Mahlzeiten!

Nahrungsmittelunverträglichkeiten wurden ausgeschlossen.

Da mein Stuhl so viel und ungeformt ist, weiß ich nicht wirklich ob es Fettstuhl ist. Fett, das auf dem Wasser schwimmt, sehe ich nicht. Aber es schmiert schon in der Toilette. Ich weiß leider nicht was Fettstuhl ist.

Meine weiteren Symptome sind: sehr starke Blähungen, permanente Übelkeit (unabhängig von den Mahlzeiten, morgens am schlimmsten), Schmerzen habe ich nie!

Letzen Jahr im Dezember, wurde ich zur weiteren Abklärung in ein Pankreaszentrum geschickt. Dort wurde ein CT, ein MRCP, eine Sonographie, eine Endosonographie des Pankreas, eine Magen -und Darmspiegelung gemacht. Absolut alle Untersuchungen blieben ohne Befund. Schmales Gangsystem des Pankreas, heißt es. Auch alle Blutwerte sind ständig Top. Das einzige was festgestellt wurde, ist „reizlose Divertikulose“, reizlose Marisken.

Entlassen wurde ich aus dem Pankreaszentrum Essen mit dem Befund Reizmagen/Reizdarm. Pankreatitis/Tumor ausgeschlossen.

Das Ding ist, dass ich sehr stark an meinen oben aufgeführten Symptomen leide.

Meine größte Angst, wäre eine Pankreaserkrankung. Daher bitte ich, Euch Betroffene um eine Einschätzung.

Bitte antwortet mir. Das wäre ganz ganz toll!!!

Beste Grüße
Max

Re: Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 22. November 2017, 23:02
von Allende
Hallo Max,

du bist ja sehr gut untersucht wurden und morphologisch top gesund. Deine Symptome sprechen allerdings eine andere Sprache.
Ob du einen Fettstuhl hast, läßt sich mit einer Stuhluntersuchung klären. Macht allerdings nicht jedes Krankenhaus- Tübingen wäre eine Alternative, die bieten so was an. Wichtig ist aber, dass du davor die Enzyme absetzt und zwar etwas länger- eine Woche.
Hast du statt den Pangrol mal Kreon versucht? Vielleicht bist du da erfolgreicher.

Alles Gute!

Re: Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 23. November 2017, 11:27
von Max
:hallo: Allende.
Danke für Deine Antwort!
Hast du statt den Pangrol mal Kreon versucht? Vielleicht bist du da erfolgreicher.
Ja, habe ich. Ozym 40.000er, Kreon 40.000er, Panzytrat und Pangrol. Alle diese Mittel ändern nichts an meinen Symptomen.

Wie sollte denn der Stuhl genau aussehen, wenn man diese Mittel gut dosiert? Sieht er dann wieder ganz normal aus? Wie eine, sorry, Wurst?
Vielleicht kann mir ja noch jemand etwas hierzu schreiben und mir seine Einschätzung geben?
Ob du einen Fettstuhl hast, läßt sich mit einer Stuhluntersuchung klären. Macht allerdings nicht jedes Krankenhaus- Tübingen wäre eine Alternative, die bieten so was an.
Wie aussagefähig ist denn so ein Test? Warum haben meine Ärzte das nicht bereits veranlasst? Ich würde jetzt auch ungern nach Tübingen fahren. Das ist ja viel zu weit weg. Warum wurde das nicht im Pankreaszentrum Bochum gemacht?

Ich bin gerade einfach sehr verzweifelt. Meine Übelkeit ist ständig da. Unabhängig vom Essen. Stuhlgang habe ich, so wie immer, nur einmal am Tag. Morgens.
Da ist es dann auch egal was ich esse. Auch wenn ich ein fettiges Mettbrötchen mit viel Butter esse, ist es von der Symptomatik nicht anders als wenn ich nur Eintopf esse. Damit will ich sagen, dass ich nicht gleich zur Toilette muss. Sondern nur einmal am Tag. Nämlich morgens. Und dann sieht der Stuhl wirklich katastrophal aus. Schmerzen habe ich auch keine. Weder beim Essen, noch danach. Eigentlich habe ich nie Schmerzen. Ganz selten mal Magenkrämpfe. Aber einen Zusammenhang zum Essen, sehe ich einfach nicht.

Zusätzlich begleitet mich diese unerträgliche Übelkeit und starke Blähungen!

Ich bin natürlich voller Sorge und zittere schon stark vor Angst, denn es scheint kein Ende zu nehmen. Es geht schon fast ein Jahr so. Und meine Ärzte sind schon ziemlich ratlos. Ich komme da einfach nicht weiter.

Re: Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 23. November 2017, 14:44
von Max
Jetzt, wo ich gerade oben geschrieben habe dass ich keine Bauchschmerzen habe, habe ich diese doch ganz leicht. Ausgerechnet jetzt. Aber als ich letztes Jahr im Krankenhaus lag, als diese ganzen Untersuchungen gelaufen sind, hatte ich sogar starke Schmerzen im Oberbauch. Es hat sich ähnlich angefühlt. Aber alle Untersuchungen und Blutwerte, waren auch in der akuten Phase, völlig in der Norm!

Kann es trotzdem die Bauchspeicheldrüse sein???
Ich bin völlig verängstigt.

Re: Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 23. November 2017, 15:31
von Max
Und noch eine Frage habe ich.

Zum Zeitpunkt der Untersuchungen war alles o. B. (vor einem Jahr).

Aber wie sieht es denn jetzt aus?
Wächst denn denn beispielsweise so ein Pankreastumor nicht besonders schnell ??
Und, wenn dem so ist, dann müsste man ja ständig zur Vorsorge und Abklärung gehen. Nur leider macht das kein Mediziner mit !

Re: Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 23. November 2017, 16:37
von Allende
Zum Test- es ist halt eine schöne Sauerei und die erniedrigte Elastase reicht vielen KHs- ist auch billiger.
Meine Erfahrung ist, dass trotz ausreichender Menge Enzyme der Stuhl fast nie mehr ist wie früher, bei mir leider überhaupt nicht mehr- oft wie du beschrieben. Aber ehrlich, ich habe mich darüber sehr lange fertig gemacht, heute sch... ich drauf, versaut nur meine Lebensqualität.
Hast du eigentlich zu den Enzymen mal Magenschutztabletten genommen, vielleicht ist dein Milieu zu sauer für die Enzyme.
Zum Tumor kann man sagen, wenn du ihn bekommst und er sichtbar wird, hat er oft schon nicht sichtbar gestreut. Deshalb ist Leben ganz wichtig. Sollten deine Wiederholungsuntersuchungen auch ohne Befund sein, könntest du zwecks der Angst und der damit einhergehenden Zustände auch zeitweilige Hilfe durch Medikamente erfahren. Bei mir war das ganz gut, da ich durch die Todesangst nicht mehr funktioniert habe.

Alle Gute

Re: Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 23. November 2017, 17:33
von Max
Danke für die Antwort.
Da steckt viel Wahrheit drin. Insbesondere der Punkt, das Leben ganz wichtig ist!

Aber um dennoch noch einmal auf meine Ursprüngliche Frage zurück zu kommen,
sprechen die Symptome ausschließlich auf eine Pankreaserkrankung?
Kann man das ohne Zweifel so sagen? Oder besteht die Möglichkeit, das z.B. Empfindlichkeiten des Dünndarms dafür verantwortlich sind? Was hat es mit dem Reizdarm auf sich? Besteht diese Möglichkeit ? Oder schließt ihr das vollkommen aus? Also nach dem was ich lese, wenn ich es richtig interpretiere, dann gehst du Allende ausschließlich davon aus, dass es sich bei meiner Störung um ein Pankreasproblem handelt? Kann man das so stehen lassen?

Und weiß vielleicht noch jemand Rat???

Re: Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 24. November 2017, 12:59
von angel29280
:hallo: Wuhu Max,

du hattest folgendes geschrieben:
Meine größte Angst, wäre eine Pankreaserkrankung. Daher bitte ich, Euch Betroffene um eine Einschätzung.
Daher werden dir natürlich Pankreaserkrankte sagen, dass deine Probleme mit der Bauchspeicheldrüse zu tun haben. Und daher hatte ich auch bisher nichts dazu geschrieben, da ich aus schulmedizinischer Sicht keine Pankreaserkrankung habe.

Dennoch möchte ich dir aufgrund deines letzten Beitrages antworten, da ich einen Teil deiner Symptome gut kenne und 2 Jahre teils massive Probleme hatte, auch bei mir waren Blutuntersuchungen und Bildgebungen unauffällig.
Aber um dennoch noch einmal auf meine Ursprüngliche Frage zurück zu kommen, sprechen die Symptome ausschließlich auf eine Pankreaserkrankung? Kann man das ohne Zweifel so sagen? Oder besteht die Möglichkeit, das z.B. Empfindlichkeiten des Dünndarms dafür verantwortlich sind? Was hat es mit dem Reizdarm auf sich? Besteht diese Möglichkeit ? Oder schließt ihr das vollkommen aus?
Es ist schwer für Außenstehende zu beurteilen und raten bringt einen nicht weiter. Aber direkt gesagt, kann es alles und nichts sein, sprich es kann die Bauchspeicheldrüse sein, muss es aber nicht. Da zur Verdauung und co. auch Leber, Galle, Dünndarm und Dickdarm gehört u.a., kann auch hier ein Problem oder eine Kombination vorliegen. Es kann von Problemen mit der Galle (unenddeckte Steine die noch nicht verkalkt sind und somit nicht im Ultraschall sichtbar sind), über Dünndarmfehlbesiedlung bis zur Darmdysbiose mit oder ohne Pilzüberwucherung, über maskierte Unverträglichkeiten, die noch nicht getestet wurden und die man nicht so einfach raus findet...einfach vieles sein.Vom sog. Reizdarm/Reizmagen halte ich persönlich nichts mehr, für mich ist das von Ärzten nur eine Diagnose, wenn sie nicht mehr weiter wissen oder keine Lust mehr haben auf weitere Untersuchungen, die ihr Budget belasten. Es sollte eigentlich eine Ausschlussdiagnose sein am Ende der Untersuchungsschlange und wird in der Praxis oft einfach als Psychosomatische Störung ziemlich schnell den Patienten an den Kopf geworfen.

Ich möchte jetzt auch nicht zu sehr ins Detail gehen, da ich hier einige Beiträge schon dazu geschrieben hab im Forum und ich mich nicht ständig wiederholen möchte. Es ist nicht böse gemeint, aber bitte einfach, wenn es dich interessiert, in der Suchfunktion oder direkt über meinen Namen schauen.

Da geb ich Allende auf jeden Fall Recht diesbezüglich...
Zum Test- es ist halt eine schöne Sauerei und die erniedrigte Elastase reicht vielen KHs- ist auch billiger.
Es ist leider wirklich so und oft Standard...es muss die Ursache dafür gesucht werden! Mann hat es ja nicht ohne Grund so. Leider interessiert es viele Ärzte nicht, hauptsache es ist was gefunden worden und dann gibt es meist nur mässige Symptombekämpfung, das war´s.

Wie der Stuhl tatsächlich beschaffen ist mit Fette, Eiweisse, Bakterien und co. könnte man in einen Labor auch selbst testen lassen...allerdings auf eigene Kosten. Wenn du früh mit Durchfall und Verdauungsprobleme zu kämpfen hast, kannst du es mal mit indischen Flohsamenschalen oder Mineralerden, Zeolith, Bentoit, Medizinalkohle etc. probieren, halbe Stunde vor dem Mahlzeiten in Wasser aufgelöst.

Re: Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 24. November 2017, 13:12
von veritas
Hallo,

wie kommst du denn auf die Idee, dass es ein Pankreasproblem sein könnte, wenn ein Pankreaszentrum (!) das schon ausgeschlossen hat? Deine Symptome sind absolut nicht typisch und deine Blutwerte passen ja auch alle.
Die Bauchspeicheldrüse verursacht keine Übelkeit und mit einer BSD-Krankheit geht es einem in der Früh immer am allerbesten und es verschlimmert sich über den Tag hinweg.
Ich würde mich an deiner Stelle näher mit deiner Diagnose, also Reizdarm, auseinandersetzen und dir dazu raten, dass du dir einen Internisten suchst, dem du vertraust und die Sache mit ihm gemeinsam angehst.

Re: Handelt es sich um Probleme der Bauchspeicheldrüse???

Verfasst: 24. November 2017, 21:40
von Anonymus-003
Hallo Max, guten Abend!

ich würde Dich gerne ein wenig beruhigen.

Ich denke mal, dass Du Dir über Krebs keine Sorgen machen solltest! Ein Pankreaskarzinom, überlebt man unbehandelt ca 6 Monate!

Da Deine Beschwerden schon viel länger dauern, sind sie anderer Ursache. Denn bei Deinen ausführlichen Untersuchungen, hätte man es sicherlich entdeckt. Insbesondere da der Pankreas Tumor erst dann Beschwerden bereitet, wenn er weit vortgeschritten ist! Zudem haben die Patienten starke Schmerzen. Du dagegen hast jedoch überhaupt keine. Das ist super! 👍

Allende hat recht! Sich ständig den Kopf über seine „Krankheit“ zu zerbrechen, behindert Dich stark am Leben! Vielleicht solltest Du wirklich psychische Hilfe in Anspruch nehmen, sofern Du nicht selbst aus dem Teufelskreis herausfindest. Es ist nicht verwerflich!

Und was diesen Stuhltest anbelangt, ich persönlich halte da nicht viel von.
Was wäre denn die therapeutische Konsequenz, wenn dieser Stuhltest positiv wäre? Pankreasenzyme! Mehr nicht. Und diese scheinen Dir ja nicht zu helfen. Und das bei hoher Dosierung. Ich kann daraus nur schließen, dass Du keine Pankreasinsuffizienz hast! Und auch keine andere Pankreaserkrankung! Das kann man definitiv, nach all Deinen ausführlichen Untersuchungen ausschließen!
Was haben denn die „Spezialisten“ gesagt? Orientiere Dich an deren Meinung. An den Meinungen der Spezialisten die Dich untersucht haben. Und nicht an dem Forum mit seinen vielen Halbwahrheiten. Denn wir sind hier alle keine Ärzte!

Deine Beschwerden haben andere Ursachen, denke ich.