Hallo,
mein Name ist Sebastian, ich bin 26 Jahre alt und habe über 2 Jahren ständig Probleme mit der Ernährung seit ich eine akute Pankreatitis hatte , es ist keine Besserung in Aussicht. Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen...
Angefangen hat es im Februar 2008, für mich aus heiterem Himmel bekam ich nach dem Abendessen extreme linksseite Bauch- und Rückenschmerzen, die auch über Nacht und am nächsten Tag andauerten, am nächsten Abend bin ich nach Absprache mit meinem Hausarzt in die Notaufnahme gefahren. Im Krankenhaus wurde nach den Blutwerten (Lipase 2500) ein CT gemacht und eine ödematöse Pankreatitis des Pankreasschwanzes festgestellt. Nach 2 Wochen ohne Nahrungsaufnahme und unter Antibiotika waren die Werte soweit in Ordnung, dass ich wieder etwas essen konnte, das war aber sehr schwierig, da ich von so gut wie allem wieder Schmerzen bekommen habe. 2 Wochen wurden verschiedenste Dinge ausprobiert unter zunehmenden Beschwerden (linksseitige Schmerzen, Druckgefühl, Aufstoßen, Blähungen, mal Durchfall, mal Verstopfung). Dann bekam ich für 1 Woche intravenöse Ernährung. Den darauf folgenden Kostaufbau habe ich zwar auch nur sehr begrenzt vertragen, aber am 17.04. wurde ich dann entlassen (es war mein Geburtstag). Ich hatte von 84kg 17kg verloren, war ich nicht weiter traurig drüber, war ohnehin zuviel (ich bin 1,74 groß/klein).
Ursachen für diese Entzündung hat man keine gefunden, es wurden 3 CTs, 3 MRTs, eine Endosonographie und eine Magenspiegelung gemacht, festgestellt wurden dabei nur eine leichte Magenschleimhautentzündung. Blut wurde negativ auf Infektionskrankheiten getestet. Am Alkohol kann es auch nicht liegen, denn ich habe sehr selten getrunken, das konnte man im Jahr an 2 Händen abzählen. Später war ich noch am Uniklinikum Münster, dort wurden alle bekannten genetische Ursachen ausgeschlossen.
Vom 17.04.08 an führte ich dann zu Hause den Kostaufbau fort, es ging sehr langsam voran, aber nach einem guten halben Jahr war ich dann beschwerdefrei. Trotzdem musste ich aber vorsichtig essen, denn zu große Portionen, oder bestimmte Nahrungsmittel (Paprika, Johannisbeeren) führten wieder zu den bekannten Symptomen, die ich aber schnell in den Griff bekam. Auch mal ein oder 2 Bier konnte ich wieder trinken.
Vor einem Jahr, im Juni 2009 war dann wieder alles vorbei, vielleicht lag es daran, dass ich auf einer Feier nen Liter Bier getrunken habe, soviel hatte ich vorher noch nicht getrunken nach der Entzündung... aber 1-2 Gläser lösten andererseits, wie erwähnt, gar keine Reaktion aus. Wie dem auch sei, ich vertrug nur noch Weißbrot, Zwieback, etwas Marmelade und gezuckerten Tee, das war meine Diät, alles andere verursachte wieder vermehrte linksseitige Schmerzen (Oberbauch und Rücken), viel Luft im Bauch, Aufstoßen, Blähungen. Ich besuchte ich mehrere Ärzte, hatte ein MRT, der Arzt stellte leichte verbliebene Reste der BSD-Entzündung von 08 fest, aber keine erneute Entzündung, eine Magen- und Darmspiegelung, Ergebnis: mittelgradige chronische Typ C Gastritis, seitdem nehme ich Pantoprazol ein, was aber auch nichts bringt. In dieser Zeit habe ich von 67 auf 60kg abgenommen.
Ende August 09 konnte ich meine Diät um Magerquark, Banane, Nudeln, Kartoffeln, Möhren, Hähnchenbrust erweitern, einen Monat später war es damit aber ohne ersichtlichen Grund wieder vorbei.
Von Oktober 09 - Ende Januar 10 ernährte ich mich wieder von Weißbrot, Zwieback, gezuckertem Tee, danach wog ich noch 52kg. Mein Hausarzt untersuchte die Pankreaselastase, der Wert war in Ordnung (> 500) und wir machten einen Laktose-Toleranz-Test, da ich darauf auch mit Beschwerden reagierte vermied ich 2 Wochen lang Laktose (Zwieback, Medikamente), das änderte aber auch nichts.
Im Februar ging es mir dann wieder etwas besser, ich konnte etwa 2 Monate so essen wie im August 09, zusätzlich machte ich mir Kohlenhydratshakes aus Bananensaft, Instantflocken, Traubenzucker um wieder an Gewicht zuzunehmen. In den 2 Monaten konnte ich 5kg zunehmen und wog wieder 57kg.
Mitte März war ich im Klinikum Bielefeld zur Untersuchung, es wurde ein MRCP gemacht, ob eventuell ein Pankreas divisum vorliegt, was aber nicht der Fall war. Ende März fand noch eine Endosonographie statt, wo aber auch nur "diskrete fibrotische Residuen" am BSD-Schwanz, sowie kleine Gallenblasenpolypen festgestellt wurden.
Kurz darauf ging es mir wieder sehr schlecht, ich bin seitdem wieder auf Weißbrot, Zwieback und Tee-Diät und mir geht es so schlecht, dass ich andere Dinge kaum noch versuche, etwas Magerquark hatte ich kürzlich probiert, aber das bekam mir noch nicht gut. Auch ist die Menge die ich essen kann sehr eingeschränkt, 1 Scheibe Brot geht, 2 sind zuviel auf einmal. Die 5kg, die ich zugenommen hatte bin ich schon wieder los, zuletzt kam noch Sodbrennen dazu...
Ich weiß nicht, was ich noch probieren soll, an wen ich mich wenden soll.
Probleme mit der Ernährung seit Pankreatitis vor 2 Jahren
-
Basti
- Beiträge: 2
- Registriert: 10. Juni 2010, 20:40
- Wohnort: Kirchlengern
-
uwe
- Beiträge: 301
- Registriert: 11. März 2008, 10:50
- Wohnort: Dorsten
Re: Probleme mit der Ernährung seit Pankreatitis vor 2 Jahren
Hallo Basti,
ja, werkann mirhelfen war deineFrage.
Ichdenke hier im Forum bist du auf die richtige Adresse gestoßen.
Um auch deine Probleme anzugehen würde ich dirvorschlagen ein Ernährungstagebuch zu führe.
Da gehört alles rein was man ißt und trinkt, incl der Reaktionen darauf, also Schmerzen und andere Unpäßlichkeiten.
Dieses hilft dann nach einiger Zeit zu erkennen was Probleme macht.
Als Diagnostische Maßnahmen wurde ja schon neMenge gemacht, ohne ein für dich akzeptabeles Ergebnis zu erzielen.
Das heißt meiner Meinung nach aber das du nicht locker lassen darfts bis die Ursache für deine Beschwerden
gefunden sind.
Sonst kann sehr " kaputtgehen" im Bach.
Ich weiß leide rwovon ich rede.
Ich habe mich auch Jahrelang gequält bis die Diagnose klar war... leider zu spät.
2 große OPs waren die Folge .
In Bielefeld gibt es aber einen hervorragenden Spezialisten der sich auch bestens mit dem Pankreas auskennt.
In dessen Hände würde ich mich begeben um endlich wieder mehr Lebensqualität zu kriegen.
Du kannst mich gerne anrufen, ich gebe dir dann die Tel. Nr. von dem Arzt.
Und vielleicht auch noch den einen oderanderen nützlichen Tip aus der Region.
Melde dich mal
Uwe Neumann, Regionalgruppe Bielefeld
Tel 0521 892874
ja, werkann mirhelfen war deineFrage.
Ichdenke hier im Forum bist du auf die richtige Adresse gestoßen.
Um auch deine Probleme anzugehen würde ich dirvorschlagen ein Ernährungstagebuch zu führe.
Da gehört alles rein was man ißt und trinkt, incl der Reaktionen darauf, also Schmerzen und andere Unpäßlichkeiten.
Dieses hilft dann nach einiger Zeit zu erkennen was Probleme macht.
Als Diagnostische Maßnahmen wurde ja schon neMenge gemacht, ohne ein für dich akzeptabeles Ergebnis zu erzielen.
Das heißt meiner Meinung nach aber das du nicht locker lassen darfts bis die Ursache für deine Beschwerden
gefunden sind.
Sonst kann sehr " kaputtgehen" im Bach.
Ich weiß leide rwovon ich rede.
Ich habe mich auch Jahrelang gequält bis die Diagnose klar war... leider zu spät.
2 große OPs waren die Folge .
In Bielefeld gibt es aber einen hervorragenden Spezialisten der sich auch bestens mit dem Pankreas auskennt.
In dessen Hände würde ich mich begeben um endlich wieder mehr Lebensqualität zu kriegen.
Du kannst mich gerne anrufen, ich gebe dir dann die Tel. Nr. von dem Arzt.
Und vielleicht auch noch den einen oderanderen nützlichen Tip aus der Region.
Melde dich mal
Uwe Neumann, Regionalgruppe Bielefeld
Tel 0521 892874
- Reinhard
- Beiträge: 656
- Registriert: 1. Mai 2008, 09:32
- Wohnort: Bückeburg
Re: Probleme mit der Ernährung seit Pankreatitis vor 2 Jahren
Hallo Basti,
ich sehe das so wie Uwe. Zunächst ist die Diagnose noch nicht gesichert. Das sollte unbedingt schnell erfolgen, denn nur dann kann erfolgreich eine Therapie durchgeführt werde. Und, Alkohol absolut nichts, nicht den kleinsten Tropfen. Du siehst ja selbst die Reaktion der Drüse darauf. Ernährungstagebuch ist wichtig, um herauszubekommen, was geht und was nicht. Folge dem was Uwe sagt, besuche auch mal die AdP Gruppe in Bielefeld.
ich sehe das so wie Uwe. Zunächst ist die Diagnose noch nicht gesichert. Das sollte unbedingt schnell erfolgen, denn nur dann kann erfolgreich eine Therapie durchgeführt werde. Und, Alkohol absolut nichts, nicht den kleinsten Tropfen. Du siehst ja selbst die Reaktion der Drüse darauf. Ernährungstagebuch ist wichtig, um herauszubekommen, was geht und was nicht. Folge dem was Uwe sagt, besuche auch mal die AdP Gruppe in Bielefeld.
Lieben Gruß
Reinhard
Reinhard
-
Basti
- Beiträge: 2
- Registriert: 10. Juni 2010, 20:40
- Wohnort: Kirchlengern
Re: Probleme mit der Ernährung seit Pankreatitis vor 2 Jahren
Hallo,
erstmal Danke für die Antworten.
ich habe mit Uwe telefoniert, bei dem Arzt, den er mir genannt hat, war ich zwar schon im März, aber ich werde mir nochmal einen Termin holen, denn es ist ja seitdem eher schlechter als besser geworden, mal sehen ob er noch weitere Ideen hat.
Ja, mit dem Alkohol, das werd ich komplett sein lassen, das hab ich mir gleich letztes Jahr vorgenommen.
MfG Sebastian
erstmal Danke für die Antworten.
ich habe mit Uwe telefoniert, bei dem Arzt, den er mir genannt hat, war ich zwar schon im März, aber ich werde mir nochmal einen Termin holen, denn es ist ja seitdem eher schlechter als besser geworden, mal sehen ob er noch weitere Ideen hat.
Ja, mit dem Alkohol, das werd ich komplett sein lassen, das hab ich mir gleich letztes Jahr vorgenommen.
MfG Sebastian
-
ReKa
- Beiträge: 32
- Registriert: 27. Oktober 2008, 14:09
Re: Probleme mit der Ernährung seit Pankreatitis vor 2 Jahren
Hallo Sebastian,
ähnliche Probleme sind mir als Regionalgruppenleiterin durchaus bekannt. Sehr wichtig ist erst einmal das absolute Vermeiden von Alkohol in jeglicher !! Form, wenn man eine chron. Pan. nicht ausschließen kann. Daher würde ich auch mit Apfelsaft sehr vorsichtig sein. Da liegen Sie wahrscheinlich richtig mit Ihrer Vermutung vom Juni 2009. Wenn Sie auf dieser Feier auch noch viel gegessen haben, war Ihre Drüse überreizt.
Eine chron. Pan. ohne zunächst ersichtliche Ursachen kommt durchaus vor, man spricht dann von unklarer Herkunft. Forschen Sie einmal, ob jemand in der Familie ähnliche Probleme hat oder hatte und ob Sie als Kind manchmal Verdauungsprobleme hatten.
Auch Ihre Reaktion nach dem Milchzuckertest sind mir bekannt. Sie schreiben nicht, ob eine Laktoseunverträglichkeit vorliegt und wie stark sie ist. Eine solche Unverträglichkeit kann sich durchaus entwickeln. Jedoch kommt es auf die Schwere an, um eine Empfehlung für das Vermeiden bestimmter Milchprodukte geben zu können.
Mit dem Kostaufbau bei chron. Pan. ist es nicht einfach, da es ganz individuelle Unverträglichkeiten gibt und zunächst einmal nur allgemeine Erfahrungswerte vermittelt werden können. Schon geringe Mengen können je nach Empfindlichkeit evtl. zu Problemen führen. Daher ist das Führen eines Ernährungstagebuches sehr wichtig, bis man seine unverträglichen Lebensmittel kennt . Es ist sehr wichtig, die Drüse so wenig wie möglich zu reizen. Fangen Sie beim Kostaufbau mit Lebensmitteln an, die Ihnen absolut noch nie Probleme bereitet haben und geben Sie jeweils nur einen neuen Bestandteil dazu, damit Sie genau wissen, was Sie nicht vertragen. Das gilt auch für die Zubereitungsart.
Bei Ihrem Alter ist es wirklich sehr wichtig die Ernährung in den Griff zu bekommen, um das Pankreas zu schonen.
Sie dürfen mich aber auch gerne anrufen unter 02628/2199.
Gute Besserung wünscht Ihnen
Renate Kaifer
Regionalgruppenleiterin Koblenz
ähnliche Probleme sind mir als Regionalgruppenleiterin durchaus bekannt. Sehr wichtig ist erst einmal das absolute Vermeiden von Alkohol in jeglicher !! Form, wenn man eine chron. Pan. nicht ausschließen kann. Daher würde ich auch mit Apfelsaft sehr vorsichtig sein. Da liegen Sie wahrscheinlich richtig mit Ihrer Vermutung vom Juni 2009. Wenn Sie auf dieser Feier auch noch viel gegessen haben, war Ihre Drüse überreizt.
Eine chron. Pan. ohne zunächst ersichtliche Ursachen kommt durchaus vor, man spricht dann von unklarer Herkunft. Forschen Sie einmal, ob jemand in der Familie ähnliche Probleme hat oder hatte und ob Sie als Kind manchmal Verdauungsprobleme hatten.
Auch Ihre Reaktion nach dem Milchzuckertest sind mir bekannt. Sie schreiben nicht, ob eine Laktoseunverträglichkeit vorliegt und wie stark sie ist. Eine solche Unverträglichkeit kann sich durchaus entwickeln. Jedoch kommt es auf die Schwere an, um eine Empfehlung für das Vermeiden bestimmter Milchprodukte geben zu können.
Mit dem Kostaufbau bei chron. Pan. ist es nicht einfach, da es ganz individuelle Unverträglichkeiten gibt und zunächst einmal nur allgemeine Erfahrungswerte vermittelt werden können. Schon geringe Mengen können je nach Empfindlichkeit evtl. zu Problemen führen. Daher ist das Führen eines Ernährungstagebuches sehr wichtig, bis man seine unverträglichen Lebensmittel kennt . Es ist sehr wichtig, die Drüse so wenig wie möglich zu reizen. Fangen Sie beim Kostaufbau mit Lebensmitteln an, die Ihnen absolut noch nie Probleme bereitet haben und geben Sie jeweils nur einen neuen Bestandteil dazu, damit Sie genau wissen, was Sie nicht vertragen. Das gilt auch für die Zubereitungsart.
Bei Ihrem Alter ist es wirklich sehr wichtig die Ernährung in den Griff zu bekommen, um das Pankreas zu schonen.
Sie dürfen mich aber auch gerne anrufen unter 02628/2199.
Gute Besserung wünscht Ihnen
Renate Kaifer
Regionalgruppenleiterin Koblenz