Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

(Krebs, Entzündung, Operation, Nachsorge, Verdauung, Ernährung, Diabetes, Reha, Recht ...)

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Sternschnuppchen
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Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von Sternschnuppchen »

yasmin75 hat geschrieben:Hallo,
ich beneide alle die es auf 6 Stunden packen,nach dem ich mein Problem mit meinen Gelenken geschildert hatte,das ich wenn ich schon 1 Stunde irgendetwas mache ich mich vor Schmerzen krümme,kahm auch heute mein Ergebnis.
( Ich habe Rheuma jetzt auch noch zusätzlich zu meinem Pankreas Leiden und die Einstellung erfolgt durch einen Spezialisten jetzt.

Liebe Yasemin,
die wenigstens von uns leiden "nur" an den Folgen der Whipple-Op o.ä., nehme ich mal an. Ich muss mich auch täglich durch meine Schmerzen quälen, denn ich habe noch zusätzlich Fibromyalgie (Weichteilrheuma), vorgebeugte Bandscheiben, die auf bestimmte Nerven drücken, was richtig gut tut.
Außerdem knabbere ich immer noch an verschiedenen Traumata herum, weswegen ich schon seit Jahren in psychotherapeutischer Behandlung bin. Ich versuche mein Leben so anzunehmen, wie es ist, und das möglichst Beste daraus zu machen. Hin und wieder falle ich immer wieder auf die Schnauze, zwinge mich aber, wieder aufzustehen. Das schaffst du schon, Yasemin. Du musst nur ganz fest daran glauben.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und schicke dir ein paar Sonnenstrahlen aus der Pfalz.

Gruß
Sternschnuppchen
Karl-Josef
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Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von Karl-Josef »

Hallo Sternschnuppchen,

ein wirklich interessantes Thema. Hatte im März 2007 die Whipple-OP, bin seitdem nicht mehr arbeiten gegangen, da war ich gerade 60 geworden. Ab dem 1. Mai 2010 bin ich Rentner. Bei mir ist der Energiebedarf auch sehr hoch. Ich esse morgens 2 Scheiben Brot mit Butter und Marmelde, meist brauch ich 2 Std. später schon wieder eine kleine Zwischenmahlzeit. Mittags esse ich gut und kräftig. Am Nachmittag muss ich dann auch zum Kaffee noch etwas essen und abends gibt es dann nochmals 2-3 Scheiben Brot mit Butter und gut belegt, anschließend Joghurt und Obst. Damit bin ich in der Familie weit vorne. Benötige im Schnitt 250-300.000 EH. Kreon am Tag und habe es immerhin geschafft, in einem halben Jahr 1 kg zu zunehmen.
Meine Frau arbeitet noch, so helfe ich natürlich im Haushalt, Fenster putzen, Haus putzen, einige Renovierungsarbeiten schaffe ich auch noch. Aber nach 2-3 Stunden muss ich mich auch erst ausruhen, bevor ich dann weiter machen kann. Ich bin dann nicht müde, aber platt. An meiner Stimme, die dann etwas piepsig wird, merke ich, jetzt wird es Zeit sich aus zu ruhen.
Ich spiele noch Boule, auch wettkampfmäßig, aber auch da muss ich nach 2-3 Std. eine Pause einlegen.

Weiß denn jemand, warum bei uns die Kräfte so schnell schwinden und trotzdem der Energiebedarf so hoch ist?

Schönen Gruß und angenehmen Tag

Karl-Josef
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yasmin75
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Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von yasmin75 »

Hallo Sternschnuppchen,
im Prinzip hast du ja Recht,aufrappeln werde ich mich auf jeden Fall,das Problem ist halt mit mir selber,ich bin erst 34 und mein Körper hat irgendwie alles was es an Krankheiten zu Erben gibt,gesammelt und ich wollte nach der OP und Genesungsphase mal Ruhe haben,ist nicht drin.Jetzt wollen die Ärzte schauen ob schon Deformationen am Knochengerüst vorhanden sind,dann noch mal zusätzliche Medis wo auch Kortison mit dabei sein wird also zur Zeit zieht es mich halt psychisch extrem runter.
Einen Therapeuten habe ich schon seit fast 6 Jahren und wenn dieser gut ist tut dieser auch gut,das finde ich auch gut das du auch einen hast,weil nicht jeder kann ohne prfessionelle Hilfe mit diesen Krankheiten gut umgehen.




LG
Yasemin
Sternschnuppchen
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Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von Sternschnuppchen »

Sonnenblume hat geschrieben:Jetzt bin ich doch ein bisschen erleichtert, zu lesen, dass es Euch auch nicht anders geht und das es eben nach einer Whipple kräftemässig nicht mehr so geht wie vorher...

Ich habe gerade meine berufliche Wiedereingliederung abgeschlossen und arbeite seit Montag wieder Vollzeit.
Es schlaucht mich nach wie vor unheimlich und oft schaffe ich es nach der Arbeit nur noch zu kochen und die wichtigsten Dinge des Alltags zu erledigen und dann ist mein Akku komplett leer...

Einen schönen Abend Euch allen,
Silke

Hallo Silke,
so, wie du schreibst, scheinst du aber noch gut drauf zu sein im Vergleich zu "uns", denn sonst könntest du doch diese Leistung nicht mehr bringen. Wir machen doch schon viel früher schlapp.
Mach weiter so!

Gruß
Sternschnuppchen
Sternschnuppchen
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Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von Sternschnuppchen »

Karl-Josef hat geschrieben:Hallo Sternschnuppchen,

ein wirklich interessantes Thema. Hatte im März 2007 die Whipple-OP, bin seitdem nicht mehr arbeiten gegangen, da war ich gerade 60 geworden. Ab dem 1. Mai 2010 bin ich Rentner. Bei mir ist der Energiebedarf auch sehr hoch. Ich esse morgens 2 Scheiben Brot mit Butter und Marmelde, meist brauch ich 2 Std. später schon wieder eine kleine Zwischenmahlzeit. Mittags esse ich gut und kräftig. Am Nachmittag muss ich dann auch zum Kaffee noch etwas essen und abends gibt es dann nochmals 2-3 Scheiben Brot mit Butter und gut belegt, anschließend Joghurt und Obst. Damit bin ich in der Familie weit vorne. Benötige im Schnitt 250-300.000 EH. Kreon am Tag und habe es immerhin geschafft, in einem halben Jahr 1 kg zu zunehmen.
Meine Frau arbeitet noch, so helfe ich natürlich im Haushalt, Fenster putzen, Haus putzen, einige Renovierungsarbeiten schaffe ich auch noch. Aber nach 2-3 Stunden muss ich mich auch erst ausruhen, bevor ich dann weiter machen kann. Ich bin dann nicht müde, aber platt. An meiner Stimme, die dann etwas piepsig wird, merke ich, jetzt wird es Zeit sich aus zu ruhen.
Ich spiele noch Boule, auch wettkampfmäßig, aber auch da muss ich nach 2-3 Std. eine Pause einlegen.

Weiß denn jemand, warum bei uns die Kräfte so schnell schwinden und trotzdem der Energiebedarf so hoch ist?

Schönen Gruß und angenehmen Tag

Karl-Josef
Hallo Karl-Josef,
ich glaube, dass der Stoffwechsel unsere Energie zu schnell verbrennt. Das liegt wohl an der neuen Konstellation unseres Verdauungssystems.
Wenn mein Körper nach Ruhe lechzt, und ich sie ihm verweigere, dann bin ich richtig gereizt und unausstehlich. Man sollte schon auf seine Körpersprache hören, denn sonst rächt er (der Körper) sich irgendwann.
Ich esse zweimal so viel wie mein Mann, der aber doppelt so viel wiegt, wie ich.
Wenn ich beim Einkaufen die Verkäuferinnen darauf aufmerksam mache, dass die Ware bitte ganz mager sein soll, dann bekomme ich oft zu hören: "Ihnen würde doch ein bisschen mehr Fett auf den Rippen nichts schaden." Früher habe ich mich dann immer verteidigt, warum das so ist, aber ich bezweifele, ob man das medizinisch verstanden und mir abgenommen hat. Heute mache ich das nicht mehr und verlange einfach fettarme Ware. Basta!!!!!

Gruß
Sternschnuppchen
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Sonnenblume
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Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von Sonnenblume »

Hallo zusammen,

ihr scheint ja alle mehr oder weniger Probleme mit eurem Gewicht zu haben - ich habe das weder vor noch nach der OP gehabt...
Klar...während des 14 tägigen Krankenhausaufenthaltes hatte ich drei Kilo abgenommen, was ja nach diesem großen Eingriff auch nicht wirklich viel ist. Kurz danach wog ich aber schon wieder 66 Kilo bei 1,65m und muss eher darauf achten, dass es nicht mehr wird.

Ein oft stark aufgeblähter Bauch nach den Mahlzeiten, immer mal wieder Übelkeit, ein vollkommenes Taubheitsgefühl unterhalb der Narbe, stark eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit und eine angeschlagene Psyche aufgrund der Krebserkrankung....das sind so die Dinge, mit denen ich mich eigentlich täglich bemühe, irgendwie zurechtzukommen.....

Zum Kreon soll ich einen Magenschutz nehmen....angefangen mit Omeprazol, dann Pantozol, über Ranitidin, die bei mir alle Schwindelgefühle als Begleiterscheinung hatten, bin ich nun bei Nexium angelangt.....hoffentlich klappt's damit.

Liebe Grüße,
Silke
Endokrines Pankreaskopfkarzinom - pp Whipple-OP Sept.'09 (G1, pT2, pN0, M0, L0, V0)

Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling,
Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man
auch haben..........

Hans Christian Andersen
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yasmin75
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Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von yasmin75 »

Hallo Silke,

mit Nexium dürftest du eigentlich keine Nebenwirkungen haben,weil es schon im Durchschnitt,das am besten wirkende und verträglichste Mittel ist und bei mir auch wirklich einen ganz Tag wirkt und ich nicht wie bei anderen nachschlucken muss und auf die Dauer ist das schon eine zusatz Belastung für die Niere.So schluck ich meine 20mg nexium und habe den ganzen Tag Ruhe,was den magen angeht.


LG
Yasemin
Friedhlm Moehlenbrock
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Registriert: 2. Mai 2010, 19:59

Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von Friedhlm Moehlenbrock »

Hallo ihr,
ich möchte hier auch mal meinen Senf dazugeben.
Meine OP war am 3.3.10, also ziemlich genau 2 Monate her. Ich fühle mich eigentlich fit, bin aber dennoch nach kurzer Zeit platt, muss wohl noch ein wenig Zeit ins Land gehen bis ich wieder richtig bei Kräften bin, hoffe ich. Wenn ich das hier aber alles so lese bin ich doch etwas erschrocken. Nun sind hier wohl die meisten geWhippelt, meine OP ist denke ich nicht so heftig. Das man nach Jahren noch so daran zu knabbern hat mag ich mir gar nicht vorstellen. Ich bin 44 Jahre alt und möchte noch einiges in die Rentenkasse einzahlen.
Ich dachte auch das sich die Geschichte mit dem vielen Essen und nicht Satt werden irgendwann mal normalisiert, aber nun gut, wenigstens weiss ich nun das das alles doch eher normal ist.( Meine Frau meint wir müssten bald einen Kleinkredit aufnehmen um Brot zu kaufen :denk: )

Gruss an alle
Friedhelm Möhlenbrock
1.stellv. Vorsitzender
Regionalgruppen 32 & 33
Minden-Herford-Bielefeld-OWL


Auch neue Wege gehen, wer einem Pfad folgt, kommt nur dort an, wo andere schon längst waren.
uwe
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Registriert: 11. März 2008, 10:50
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Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von uwe »

Hallo Sonnenblume,
hatte auch diese Schwindelgefühle, echt heftig bin wie besoffen nach Pantozol rumgelaufen..
Nexium 40 mg funktioniert seit Jahren gut wenn ich die vor dem Frühstück nehme.
Auf Dauer gibt es davon aber Eisenmangel...
Das macht sich mit kurzartmigkeit um Schlappheit bemerkbar.
Allet gute
uwe
uwe
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Re: Wie steht es mit Eurem Energieverbrauch?

Beitrag von uwe »

Freddy hat geschrieben:Hallo ihr,
ich möchte hier auch mal meinen Senf dazugeben.
Meine OP war am 3.3.10, also ziemlich genau 2 Monate her. Ich fühle mich eigentlich fit, bin aber dennoch nach kurzer Zeit platt, muss wohl noch ein wenig Zeit ins Land gehen bis ich wieder richtig bei Kräften bin, hoffe ich. Wenn ich das hier aber alles so lese bin ich doch etwas erschrocken. Nun sind hier wohl die meisten geWhippelt, meine OP ist denke ich nicht so heftig. Das man nach Jahren noch so daran zu knabbern hat mag ich mir gar nicht vorstellen. Ich bin 44 Jahre alt und möchte noch einiges in die Rentenkasse einzahlen.
Ich dachte auch das sich die Geschichte mit dem vielen Essen und nicht Satt werden irgendwann mal normalisiert, aber nun gut, wenigstens weiss ich nun das das alles doch eher normal ist.( Meine Frau meint wir müssten bald einen Kleinkredit aufnehmen um Brot zu kaufen :denk: )

Gruss an alle
Hey Freddy,
hat bei mir, allerdings bin ich gewhippelt, 1 Jahr gedauert bis die meisten direkten Nachwirkungen der OP verdaut waren.
Meine Einschränkungen habe ich auch schon beschrieben....
Ich denke nach so kurzer Zeit ändert sich gefühlsmäßig im Bauch in der nächsten Zeit noch einiges.
Das ist jetzt noch nicht der Endzustand.
Allerdings sollte man auch nicht erwarten, das man wieder gesund wird wenn ein Stück Pankreas kaputt oder weg ist.
Das muß man sich wohl abschminken.
Trotzdem kann es einem gut gehen...
Manchmal hilft da ein Therapeut zu akzeptieren das einiges anders ist.
Und der Zustand ist nicht statisch, der Restpankreas kann auch ziemlich schell wieder richtig Zicken machen....

Alles gute
uwe
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