Ich würde an deiner Stelle eine Schmerzbehandlung durchführen. Je öfter du den Schmerz zulässt, desto mehr wird das Schmerzgedächtnis gefüttert.
Und der Kreis wird immer enger.
Weil du sagst, eine Schmerzbehandlung erzeugt einen negativen Impuls in deinem Kopf....
Dreh den Spieß doch einfach um, vielleicht hast du danach mehr Lebensqualität.
Die chronische Pankreatitis hast du sowieso, den dauerhaften Schmerz wahrscheinlich auch und dann noch die Angst " jetzt ist es was Schlimmes".
Im Grunde hast du durch eine Schmerztherapie nichts zu verlieren , eher zu gewinnen.
Schau mal in den Leitlinien nach, welche Möglichkeiten man diesbezüglich bei chronischer Pankreastitis hat.
Heutzutage wird man ja durch den Arzt nicht immer gut begleitet. Ich suche mir raus, was zu tun ist und welche Möglichkeiten man hat und frage explizit danach.
Dass die Schmerzsymptome sich ändern, scheint aber auch eine typische Eigenart der Kranken Bauchspeicheldrüse zu sein, sicher spielt auch das Gehirn eine aktive Rolle dabei.
Das Wissen, warum was passiert, also wenn ich die Symptome erklären kann und weiß, warum sie so sind wie sie sind, nimmt mir persönlich das die Angst und ich kann besser damit umgehen. Das ist ein Teil meiner Methode.
Ändern können wir es nicht, Thorsten, wir müssen versuchen unsere Krankheit zu kontrollieren und nicht umgedreht. Ist nicht einfach.
Chronische Pankreatitis - das Murmeltier grüßt
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Heike62
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AufZuNeuenUfern
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Re: Chronische Pankreatitis - das Murmeltier grüßt
Hallo Thorsten!thphilipp hat geschrieben: ↑29. Juni 2026, 17:54 Hallo Ihr Lieben,
es ist nun einige Zeit her, das ich mich hier gemeldet habe, ich weiß, einige werden gleich wieder losschießen, weil täglich grüßt das Murmeltier.
Trotzdem würde ich gern Meinungen hören. Mir geht es seit einigen Wochen nicht gut, Bauchschmerzen und dieser Druck unter dem Brustbein und nach links unter die Rippen. Vor einigen Tagen hatte ich es auch mal ganz anders, alles auf der Leberseite. So ein Druck und gleichzeitig auf gleicher Höhe im Rücken. Dachte schon an Leber oder Nieren. Das ist dann glücklicherweise größtenteils verschwunden.
Aber seit gut 4 Tagen habe ich ein dermaßen bohrender Schmerz, Druck unter dem Brustbein und nach links, was mir richtig Angst macht. Ich kenne ja sonst die Symptome und bin auf Anraten von Einigen hier auch ruhiger geworden, aber es ist diesmal irgendwie viel extremer, hört nicht auf, trotz seit 3 Tagen nichts essen und macht mir richtig Angst.
Im Januar diesen Jahres hatte ich ja die letzte Endosono und Ende April eine weitere. Das Übliche ist dabei rausgekommen.
Was meint Ihr, droht Gefahr?
Ich schreibe aus eigener Erfahrung.
Bei mir hat es auch so begonnen. Habe die Schmerzen mit reichlich Ibu selbst therapiert. Dann div. EINWEISUNGEN in Klinik. Diagnose chronic. Pankreatitis, "" das ist halt so das kommt immer wieder, damit müssen sie leben". Ende letzten Jahres akute Pankreatitis, gleiche Aussage, Anfang diesen Jahres wieder akute Pankreatitis, wieder gleiche Aussage. Keine Ursachenforschung, nur täglich 3L Infusione, sobald L. Werte ok waren Entlassung. Dazu hat sich in dieser Zeit ein Diabetes entwickelt und ich musste zuätzlich Kreon einnehmen.
Ich selbst habe dann darauf gedrängt einen Termin im UKW zu bekommen (habe bis vor kurzem dort selbst gearbeitet ). Dort wurde alles in die Wege geleitet und beim MRT kam raus das Pankreas komplett verkalkt ist.
Ebenso Termin in Schmerzambulanz.
Ich rate dir dies auch zu machen. Anfangs habe ich auch gedacht ich bekomme es so in den Griff. Aber nach 2 frustranen minimal invasiven Eingriffen waren die Schmerzen so groß (ich habe geweint wie ein kleines Kind ) das ich nochmals einen Termin in Schmerzambulanz gemacht habe. Die Beratung war sehr gut. Opiate helfen häufig nicht und ich habe Gabapentin verschrieben bekommen. Das hat sehr gut geholfen. Leider muss Pankreas jetzt doch raus. Ich denke wenn ich früher reagiert hätte und mich nicht so hätte abspeisen lassen, wäre es mit einer Teilresektion auch getan.
Also mein Rat. Lass ein MRT machen geh in die Schmerzambulanz. Denn dein Pankreas wird es dir danken und es lebt sich schöner ohne Schmerz
LG Verena
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Andi
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Re: Chronische Pankreatitis - das Murmeltier grüßt
Hallo Verena?
dein Beitrag klingt sehr ernüchternd.
Wie lange hast du schon Beschwerden bevor es jetzt festgestellt wurde, das die ganze Drüse verkalkt ist?
Das Gabapentin hat auch Nebenwirkungen, kommst du damit gut zurecht?
Welche Opiate hast du bekommen?
Entschuldigung die vielen Fragen, ich bin auch ein komplizierter Fall.
Viele Grüße und Danke🙏
Andi
dein Beitrag klingt sehr ernüchternd.
Wie lange hast du schon Beschwerden bevor es jetzt festgestellt wurde, das die ganze Drüse verkalkt ist?
Das Gabapentin hat auch Nebenwirkungen, kommst du damit gut zurecht?
Welche Opiate hast du bekommen?
Entschuldigung die vielen Fragen, ich bin auch ein komplizierter Fall.
Viele Grüße und Danke🙏
Andi
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AufZuNeuenUfern
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Re: Chronische Pankreatitis - das Murmeltier grüßt
Hallo Andi!
Begonnen hat es wie von dir beschrieben mit Oberbauch Beschwerden,mal nach links und mal nach rechts ausstrahlen, vor ca. 10 Jahren.
Habe dann immer wieder Gastro-/Coloskopien bekommen, immer ohne Befund.
Dann vor knapp 6 Jahren das ertsemal in Notaufnahme mit hohen Amylase/Lipase Werten extremen Gürtelförmigen OB Schmerzen. Wurde wieder heim geschickt.
Ein Jahr später das gleiche, dann 1.MRT. Aussage Radiologie "der Schwanz sieht etwas schwammig aus". Keine weiteren Maßnahmen. Der Zietraum bis 2025 weiter mit Schmerzen, Durchfall, Erbrechen, 15kg Gewicht verloren, immer zum HA, kein Labor, ist der Stress immer wieder Krankschreibung, Kur beantragt, wurde abgelehnt.
Auf Arbeit wegen der häufigen Krankmeldungen gab's richtig Stress.
September 2024 akute Pankreatitis mit Klinik, Aussage ist halt so. Dezember 2025 gleiches. Januar 2026 gleiches mit zusätzlicher Diagnose D. m.,
Da Pankreas nicht mehr funktioniert . Dann auf Uniklinik gedrängt.
Das ist ganz kurz meine Anamnese.
Analgetika waren Anfangs bei Schmerzen immer 600 MG Ibu manchmal auch zusätzlich 1g Novamin. Vor Vorstellung in Schmerzambulanz habe ich beides extrem häufig zusammen genommen um meine Dienste überhaupt leisten zu können.
Seit drei Wochen bin ich Krankgeschrieben und nehme jetzt aktuell Tilidin. Ja das Gabapentin macht sehr müde, aber ich kann wenigsten Haushalt machen und mich um mein Kind kümmern und liege nicht weinend auf dem Sofa und belasten meine Familie.
In einer Woche kommt kompletter Pankreas raus, und dann wird es besser. Hoffe ich.
Ich ärgere mich über mich selbst das ich mich so einfach immer wieder habe abspeisen lassen, da ich selbst vom Fach bin.
Aber es bekommen ja immer nur die anderen und Angst vor einer negativen Diagnose war natürlich auch dabei. Habe halt die Vogel-Strauss-Methode angewendet und bekomme jetzt die Rechnung.
Jeden meiner Patienten hätte ich gesagt er solle das abklären lassen.
Also mein gut gemeinter Rat: lass dir von kompetenten Menschen helfen
LG Verena
Begonnen hat es wie von dir beschrieben mit Oberbauch Beschwerden,mal nach links und mal nach rechts ausstrahlen, vor ca. 10 Jahren.
Habe dann immer wieder Gastro-/Coloskopien bekommen, immer ohne Befund.
Dann vor knapp 6 Jahren das ertsemal in Notaufnahme mit hohen Amylase/Lipase Werten extremen Gürtelförmigen OB Schmerzen. Wurde wieder heim geschickt.
Ein Jahr später das gleiche, dann 1.MRT. Aussage Radiologie "der Schwanz sieht etwas schwammig aus". Keine weiteren Maßnahmen. Der Zietraum bis 2025 weiter mit Schmerzen, Durchfall, Erbrechen, 15kg Gewicht verloren, immer zum HA, kein Labor, ist der Stress immer wieder Krankschreibung, Kur beantragt, wurde abgelehnt.
Auf Arbeit wegen der häufigen Krankmeldungen gab's richtig Stress.
September 2024 akute Pankreatitis mit Klinik, Aussage ist halt so. Dezember 2025 gleiches. Januar 2026 gleiches mit zusätzlicher Diagnose D. m.,
Da Pankreas nicht mehr funktioniert . Dann auf Uniklinik gedrängt.
Das ist ganz kurz meine Anamnese.
Analgetika waren Anfangs bei Schmerzen immer 600 MG Ibu manchmal auch zusätzlich 1g Novamin. Vor Vorstellung in Schmerzambulanz habe ich beides extrem häufig zusammen genommen um meine Dienste überhaupt leisten zu können.
Seit drei Wochen bin ich Krankgeschrieben und nehme jetzt aktuell Tilidin. Ja das Gabapentin macht sehr müde, aber ich kann wenigsten Haushalt machen und mich um mein Kind kümmern und liege nicht weinend auf dem Sofa und belasten meine Familie.
In einer Woche kommt kompletter Pankreas raus, und dann wird es besser. Hoffe ich.
Ich ärgere mich über mich selbst das ich mich so einfach immer wieder habe abspeisen lassen, da ich selbst vom Fach bin.
Aber es bekommen ja immer nur die anderen und Angst vor einer negativen Diagnose war natürlich auch dabei. Habe halt die Vogel-Strauss-Methode angewendet und bekomme jetzt die Rechnung.
Jeden meiner Patienten hätte ich gesagt er solle das abklären lassen.
Also mein gut gemeinter Rat: lass dir von kompetenten Menschen helfen
LG Verena